Intels Grafikkarten heissen Arc und kommen im 1. Quartal 2022
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Intels Grafikkarten heissen Arc und kommen im 1. Quartal 2022

Kevin Hofer
Zürich, am 17.08.2021
Überraschend hat Intel gestern den Namen ihrer kommenden dedizierten Grafikkarten enthüllt: Intel Arc. Die erste Grafikkartenarchitektur unter der neuen Marke heisst Alchemist und soll im 1. Quartal 2022 kommen.

Aus DG2 wird Alchemist. Der sperrige Codename, der in den letzten Monaten durch die Tech-Foren geisterte, wird von Intel durch einen eingängigeren Namen ersetzt. Damit ist die neue Grafikkartenarchitektur von Intel für dedizierte GPUs gemeint. Diese soll unter der Marke Intel Arc erscheinen, analog zu Nvidias GeForce oder AMDs Radeon. Battlemage, Celestial und Druid heissen dann die folgenden Architekturen unter der neuen Brand. Das hat Intel am Montag, 16. August 2021 völlig unerwartet bekanntgegeben.

Wenig Infos

Die kommenden Intel-Arc-Grafikkarten basieren auf der Xe-HPG-Mikroarchitektur. Xe ist jene Grafikarchitektur, die bereits bei den integrierten Grafiken auf Intels neueren CPUs zum Einsatz kommt. HPG steht für High Performance Gaming, also die dedizierten Karten für anspruchsvollere Gamer. Die erste Generation Intel Arcs, Alchemist, soll hardwarebasiertes Raytracing können, über eine KI-basierte Super-Sampling-Technologie analog zu Nvidias Deep Learning Super Sampling (DLSS) und AMDs FidelityFX Super Resolution (FSR) verfügen und DirectX 12 Ultimate unterstützen.

Alle aktuellen Grafikkarten-Schlagwörter sollen also mit dabei sein.

Mehr Infos sollen in den kommenden Monaten bis zum Release im 1. Quartal 2022 folgen. Ein Trailer der Games wie «Metro Exodus», «Rift Breaker», «Crysis Remastered» und «Forza Horizon 4» in 1440p-Auflösung gerendert von einer Alchemist-Karte zeigt, soll wohl die Wartezeit versüssen.

Was wird leistungstechnisch erwartet?

Bei der Leistung wird für die Top-Karte der Alchemist-Serie gemäss Leaks etwa das Niveau einer RTX 3070 von Nvidia erwartet. Um Genaueres zu sagen, ist es jedoch noch zu früh.

Intel arbeitet bereits seit mehreren Jahren an einer eigenen Grafikkartenarchitektur. Damit will der Halbleiterhersteller aus Santa Clara der dritte grosse Player neben Nvidia und AMD werden. Dafür hat Intel 2017 den damaligen Senior Vice President und Chief Architect der AMD Radeon Technologies Group Raja Koduri abgeworben. Bislang hat Intel durch diese Verstärkung vor allem bei den integrierten Grafiken der CPUs grosse Fortschritte gemacht.

Mit Alchemist kommen jetzt also dedizierte Karten. Egal, wie gut Intels Einstieg in den Grafikkartenmarkt wird, gut für das Geschäft wird er allemal sein. Konkurrenz belebt dieses ja bekanntlich.

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Kevin Hofer
Kevin Hofer

Editor, Zürich

Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, ist meine Leidenschaft.

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