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Hörgerät für George: Peppa Pig zeigt, wie Inklusion im Kinderzimmer funktioniert

George, der kleine Bruder von Peppa Pig, ist mittelgradig schwerhörig. Klingt wie eine Randnotiz, ist für Millionen Familien weltweit ein wichtiger Schritt.

Hasbro entwickelt den Charakter von Schweinchen Georg weiter. Ab dem 23. März läuft auf Nickelodeon die Folge «Hearing Test», in der George beim Arztbesuch erfährt, dass er auf einem Ohr mittelgradig schwerhörig ist. Er benötigt ein Hörgerät. Und das Schöne daran ist: Das Ding wird nicht (über)dramatisiert, sondern als das präsentiert, was es ist: ein Hilfsmittel. Nicht mehr, nicht weniger. Damit kann George einfach die Welt um sich herum besser verstehen: vom Geplätscher der Matschpfützen bis zum Klingeln des Eiswagens. Die Botschaft dahinter ist klar. Unterschiede gehören zum Alltag und verdienen einen selbstverständlichen Platz im Kinderzimmer.

Preview mit professioneller Unterstützung

Hasbro zeigt auf YouTube erste Kurzgeschichten, die Georges Alltag vor der Diagnose zeigen. Die Besonderheit: Die Kinder erleben die Episode so, wie George seine Welt wahrnimmt.

Für das Storytelling hat sich das Unternehmen professionelle Hilfe geholt. Die britische «National Deaf Children's Society» (NDCS), eine 1944 gegründete Wohltätigkeitsorganisation für schwerhörige und gehörlose Kinder, hat die Produzenten beraten, wie unterschiedliche Grade von Hörverlust authentisch dargestellt werden und welche Unterstützungsangebote Familien wirklich benötigen.

Zusätzlich holte Hasbro die gehörlose Produzentin Camilla Arnold ins Boot, die auf Sprache, Tonfall und Darstellung für Vorschulkinder Einfluss nehmen konnte. Auch die Barrierefreiheit stimmt: Ein eigener YouTube-Kanal wird zum Staffel-Start Peppa-Pig-Episoden in britischer und amerikanischer Gebärdensprache zeigen. In den USA arbeitet Hasbro hier mit der «Hearing Loss Association of America» (HLAA) zusammen. Ressourcen für betroffene Eltern sollen ebenfalls produziert werden.

Taschentuch-Alarm: Peppa freut sich über Georges Hörhilfe.
Taschentuch-Alarm: Peppa freut sich über Georges Hörhilfe.
Quelle: Hasbro

Weniger Symbolik, mehr Substanz

Peppa Pig ist nicht die einzige Marke, die auf Inklusion setzt. Im Januar 2026 stellte Mattel die erste Barbie mit Autismus vor: mit Noise-Cancelling-Kopfhörern, Fidget-Spinner und einem Tablet zur Kommunikation. Das «Autistic Self Advocacy Network» hat Mattel bei der Produktentwicklung beraten. Klingt vorbildlich. Das Unternehmen greift hier meiner Ansicht nach aber zu stark auf eine romantisierende Beschreibung von Autismus zurück. Inklusion besteht aus mehr als Accessoires. Sie erfordert Geschichten, Kontext und echte Auseinandersetzung mit den Lebensrealitäten betroffener Menschen. Bei Peppa Pig bekommt George eine Storyline, bei Barbie bleibt es bei der Optik.

Georges Geschichte wird nicht nur schwerhörige Kinder ansprechen. Sie holt auch deren Geschwister ab. Peppa, die große Schwester, wird Georges Helferin sein. Eine Rolle, die viele Geschwisterkinder kennen. Dass ihre Realität in einer der weltweit erfolgreichsten Vorschulserien sichtbar wird, ist ein Signal: Ihr gehört dazu. Die Serie zeigt seit Jahren, dass Vielfalt normal ist. Georges Hörgerät wird kein Drama sein. Es wird einfach dazugehören. Und genau das ist der Punkt.

Titelbild: Hasbro

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Hamburger, Leseratte, Eishockey-Fan. Papa und Grosspapa. Bastelt ständig an seinem Smarthome herum. Interessiert an DIY, Outdoor, Mode und Kosmetik.


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