
Galaxy S26 FE im Test: Das kann Samsungs günstigstes Smartphone der S-Serie
Das Galaxy S26 FE ist der günstigste Einstieg in Samsungs S‑Serie. Die schwächere Variante des S26 Plus bietet vollen Zugriff auf die Galaxy AI, dafür musst du auf einige andere Dinge verzichten.
Samsung hat das Galaxy S26 Plus genommen und geschaut, wo sich der Rotstift ansetzen lässt, ohne zu viel zu streichen. Herausgekommen ist das Galaxy S26 FE. Für weniger Geld gibt es ein Smartphone, das der Plus-Variante sehr ähnlich ist und doch an vielen Stellen ein wenig schlechter. Die Frage ist: Welche davon sind für dich relevant genug, um mehr Geld auszugeben?
Am Ende ist die Wahl zwischen dem Galaxy S26 FE und dem Galaxy S26 Plus auch eine Preisfrage. Aktuell erhältst du das FE für eine unverbindliche Preisempfehlung von 479 Franken – mit nur 128 Gigabyte. Mit 256 Gigabyte Speicherplatz steigt sie auf 599 Franken und ist immer noch günstiger als das S26 Plus mit der gleichen Speicherkapazität für 749 Franken.
Breiterer Displayrahmen und weniger hochwertige Materialien
Optisch sind sich das Galaxy S26 FE und das S26 Plus sehr ähnlich. Nur im direkten Vergleich fallen die Unterschiede auf. Das FE ist etwas größer – 3,2 mm höher, 1,1 mm breiter und 0,1 mm dicker – und wiegt drei Gramm mehr. Das Basis-S26 ist deutlich kleiner.
Das AMOLED-Display misst in der Diagonalen ebenfalls 6,7 Zoll. Die Ränder sind allerdings etwas breiter. Es deckt beim FE nur 88,7 Prozent der Vorderseite ab, beim S26 Plus sind es drei Prozent mehr. Gleichzeitig reduziert Samsung die Auflösung, erreicht mit 2340 × 1080 Pixeln aber immer noch eine Pixeldichte von 385 ppi. Das sind zwar deutlich weniger als die 516 ppi des Plus-Modells, genügen aber immer noch für eine scharfe Darstellung. Ich sehe da keinen Nachteil.

Falls dein Smartphone etwas mehr aushalten muss, könnte eine weitere Sparmaßnahme für dich relevanter sein. Statt Gorilla Glass Victus 2 nutzt Samsung beim S26 FE die Variante Victus Plus. Einen direkten Vergleich zwischen beiden Glasarten finde ich nicht, nur die Unterscheidung, dass die Plus-Version besonders resistent gegenüber Mikrokratzern sein soll und Victus 2 auf Bruchfestigkeit bei Stürzen ausgelegt ist.
Für den Rahmen verwendet Samsung eine Aluminiumlegierung anstelle des noch robusteren Armor Aluminium 2 der restlichen S26-Serie. Von den verwendeten Materialien bleibt die Wasserdichtigkeit unbeeinflusst. Auch das FE übersteht nach IP68 einen 30-Minuten-Tauchgang in 1,5 Meter tiefem, sauberem Süßwasser unbeschadet.

Das Galaxy S26 FE ist beim Gehäuse und Display nicht ganz auf der Höhe des S26 Plus. Die Ausstattung ist aber dennoch gut genug, sodass ich es dank niedrigerem Preis dem Plus-Modell vorziehen würde.
Etwas weniger Leistung und gleicher Akku
Bei der Leistung bleibt das Galaxy S26 FE ebenfalls hinter dem Plus-Modell zurück, ist aber weit davon entfernt, zu langsam zu sein. Samsung traut dem verbauten Chipsatz Exynos 2500 unter anderem die ganze Palette der KI-Funktionen der «Galaxy AI» zu. Letztes Jahr kam der Chip sogar im Top-Faltsmartphone Galaxy Z Flip 7 zum Einsatz.
Das S26 Plus verfügt mit dem Exynos 2600 über verschiedene Benchmarks hinweg etwa 25 Prozent mehr CPU- und GPU‑Leistung. Zudem stehen ihm zwölf statt nur acht Gigabyte zur Verfügung.
Ein Nebeneffekt des älteren Chipsatzes sind die unterstützten drahtlosen Verbindungen. Das Galaxy S26 FE bietet Wi-Fi 6e und Bluetooth 5.4, beim S26 Plus stehen dir Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 zur Verfügung. Wenn dir spontan die Unterschiede zwischen diesen Standards nichts sagen, dann sind sie für dich bedeutungslos.
Um den Startpreis des Galaxy S26 FE richtig günstig machen zu können, bietet Samsung es auch mit 128 Gigabyte internem Speicher an. Das S26 Plus verfügt über mindestens 256 Gigabyte Speicherplatz. Das FE macht dahin einen großen Preissprung. Bei beiden Smartphones lässt sich keine Speicherkarte einlegen.
Überträgst du viele Daten über den USB-C-Anschluss von oder auf dein Smartphone, dann ist das S26 FE die schlechtere Wahl für dich. Es unterstützt nur USB-C 2.0 mit einer maximalen Datenübertragungsgeschwindigkeit von 480 Mbit/s. Das S26 Plus erreicht mit USB-C 3.2 bis zu 5 Gbit/s.

Die Akkukapazität ist mit 4900 mAh identisch und auch die gemessene Laufzeit liegt in einem ähnlichen Bereich. Das S26 FE kommt auf 13 Stunden und 51 Minuten, das S26 Plus auf 14 Stunden und 18 Minuten. Das Laden via Kabel erfolgt bei beiden Smartphones mit bis zu 45 Watt. Drahtlos lädt das FE mit 15 Watt um fünf Watt langsamer als das Plus.
Software ohne Einschränkungen
Bei der Software gibt es keine Unterschiede. Auch auf dem FE läuft die auf Android 17 basierende Benutzeroberfläche One UI 9.0 – inklusive aller KI-Tools der Galaxy AI. Einschränkungen gibt es höchstens bei der lokalen Verarbeitungsgeschwindikeit.

Das FE bietet gegenüber dem Plus sogar einen kleinen Vorteil: Da es mit Android 17 ausgeliefert wird, erhält es eine Generation länger Updates als das Plus aus dem Frühjahr.
Nur eine Kamera überzeugt bei allen Lichtverhältnissen
Samsung verwendet für das Galaxy S26 FE die gleiche Haupt- und Frontkamera wie beim S26 Plus. Bei der Telekamera reduziert sich dagegen die Auflösung von zehn auf acht Megapixel und die Sensorfläche verkleinert sich auf 1/4,4 Zoll. Die Ultraweitwinkelkamera behält ihre 12-Megapixel-Auflösung, aber auch ihr Sensor wird mit 1/3,2 Zoll kleiner.

Die Hauptkamera stellt mich sowohl bei Tageslicht als auch in der Nacht zufrieden. Die Farben wirken natürlich und die Detailgenauigkeit ist hoch. Bei Dunkelheit sorgen die langen Belichtungszeiten des Nachtmodus für eine gute Abstimmung von hellen und dunklen Bereichen – inklusive einer guten Schärfe.


Die Ultraweitwinkelkamera überzeugt mich dagegen nicht. Bereits bei Tageslicht sind ihre Aufnahmen unscharf. Das fällt beim ersten Blick auf dem Smartphone-Display nicht auf. Aber spätestens, wenn man sich die Bilder auf einem größeren Monitor anschaut.


Die Telekamera bildet gewissermaßen die Brücke zwischen den beiden anderen Kameras. Bei Tageslicht liefert sie überzeugende Aufnahmen, bei denen alles stimmt und sich der winzige Sensor nicht negativ bemerkbar macht. Bei Dunkelheit funktioniert die Ausleuchtung noch ordentlich, die Detailgenauigkeit geht aber verloren.


Die Frontkamera schneidet ähnlich ab. Bei Tageslicht liefert sie hervorragende Selfies mit einer hohen Detailgenauigkeit. Bei Dunkelheit nimmt die Bildqualität ab, wobei hier viel KI im Spiel ist. Wechsle ich nach der Aufnahme schnell genug in die Galerie, sehe ich eine schreckliche Originalaufnahme, die nach wenigen Sekunden deutlich besser aussieht, aber noch immer nicht perfekt ist.

Fazit
Lohnt sich nur, wenn du für wenig Geld die gesamte Galaxy AI nutzen willst
Samsung liefert mit dem Galaxy S26 FE ein solides Mittelklasse-Smartphone ab. Es ragt nicht heraus, erledigt aber alle Aufgaben solide und zuverlässig. Es lohnt sich vor allem, wenn du für möglichst wenig Geld Zugriff auf alle KI-Funktionen der Galaxy AI haben willst. Die Verarbeitung ist gut, der Akku bringt eine ordentliche Laufzeit und die Leistung genügt auch für mehr als nur alltägliche Anwendungen. Die Kameras überzeugen, von der Hauptkamera abgesehen, allerdings nicht durchgehend.
Für den niedrigeren Preis des Galaxy S26 FE erhältst du die gleiche Software und einen identischen Akku. Für den Aufpreis bietet das S26 Plus hochwertigere Materialien beim Gehäuse und Display, mehr Leistung und teilweise bessere Kameras. Wenn keiner dieser drei Punkte für dich wichtig ist, kannst du ohne Bedenken zum FE-Modell greifen.
Mein eigenes Geld würde ich in dem Preisbereich trotzdem eher für ein Nothing Phone (4a) Pro ausgeben. Du kannst aber auch im Samsung-Kosmos sogar noch günstiger davonkommen. Wenn dir eine Telekamera und die Galaxy AI nicht wichtig sind, ist das Galaxy A57 eine noch günstigere Option.
Pro
- günstiger Weg zur Galaxy AI
- sieben Jahre Softwareupdates
Contra
- langsamer USB-C-Anschluss bei Datenübertragung
- Ultraweitwinkelkamera auch bei Tageslicht mit Unschärfen
- nur mit 128 Gigabyte Speicherkapazität wirklich günstig
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus.
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