

Fünf Dinge, die mir an der Insta360 Link 2 gefallen
Ich wollte die Insta360 Link 2 nur schnell testen, aber sie hat sich direkt in meinen Alltag eingeschlichen und mich überzeugt.
Ich habe die Insta360 Link 2 vor fast einem Jahr als Testgerät bekommen und in meinen Arbeitsalltag integriert. In diesen fügt sie sich so gut ein, dass ich vergessen habe, einen Test zu schreiben. Deswegen hier fünf Gründe, warum mich die Webcam immer noch überzeugt. Dass inzwischen eine Pro-Version erschienen ist, macht die Insta360 Link 2 nicht schlechter, aber günstiger. Sie bleibt aber vergleichsweise teuer.

1. Sie lässt mich gut aussehen
Jedes Mal, wenn ich die Standard-Webcam im Büro nutze oder gar die meines Laptops, erschrecke ich mich kurz. Was ist das für ein pixeliges und schlecht ausgeleuchtetes Gesicht? Was denken die anderen, wenn ich so schlecht aussehe?
Mit der 4K-Auflösung der Insta360 Link 2 sieht das Bild schärfer aus und ich bin mit ihrer Blende weniger abhängig von der Beleuchtung vor Ort. Selbst wenn der Videocall gar nicht in 4K stattfindet und ich meistens nur 1080p nutze, sorgt die Webcam mit ihrem 1/2-Zoll-Bildsensor für eine hohe Bildqualität. Mit dieser Sensorfläche lässt sie fast alle Smartphone-Kameras hinter sich.
Mit einer f/1.8-Blende, einem ISO-Bereich von 100 bis 3200, Verschlusszeiten von 1/8000 bis 1/30 Sekunde und einer Belichtungskorrektur von bis zu drei Stufen in beide Richtungen ist die Link 2 gut für schlechte Lichtverhältnisse gewappnet. Belichtung, Fokus und Weißabgleich kann ich manuell kontrollieren, bin aber sehr zufrieden mit dem, was die Kamera automatisch wählt.
Die kurzen Ton-Aussetzer im Beispielvideo schiebe ich auf den Wind. Bei weiteren Aufzeichnungen in Innenräumen treten sie nicht auf. Die Synchronisierung zwischen meinen Lippenbewegungen und der Audioausgabe lässt sich noch verbessern.
Unter Windows verbinde ich die Webcam einfach mit einem Kabel und sie wird automatisch erkannt. Treiber oder eine spezielle Software benötige ich nicht. Für spezielle Funktionen der Webcam muss ich aber den «Insta360 Link Controller» installieren. Das Programm bietet der Hersteller für Windows und macOS an. In ihm kann ich auch ein Make-up auswählen, das die Software der Kamera über mein Gesicht legt. Einzige Einschränkung: Nicht jedes Videocall-Programm übernimmt das virtuelle Make-up.

Wenn ich mich mit der Webcam filme und dabei nicht am Rechner sitze, kann ich die Einstellungen der Kamera über mein Smartphone steuern: QR-Code scannen und eine Webseite im Browser öffnet sich. Dort finde ich alle Optionen aus dem «Insta360 Link Controller». Allerdings ist es sehr unterschiedlich, welche Einstellungen andere Programme übernehmen.
2. Ich bin immer im Mittelpunkt
Mit der Insta360 Link 2 kann ich mich viel bewegen und bin trotzdem immer gut zu sehen. Mit ihrem Gimbal erweitert sie meinen Bewegungsradius während eines Videocalls enorm. Sie folgt mir nicht nur, wenn ich am Schreibtisch sitze. Ich kann auch aufstehen und zur Seite gehen. Ihre Gesichtserkennung behält mich im Blick und dreht die Kamera in meine Richtung.

Dabei habe ich durch die Gestensteuerung Kontrolle über den Bildausschnitt. Mit der L-Geste und Bewegung meiner Hand nach oben oder unten zoome ich. Halte ich die ganze Hand vor die Kamera, schalte ich das KI-Tracking (Auto-Framing) ein und aus. Mit dem Peace-Zeichen starte ich den Whiteboard-Modus.
3. Sie hängt nicht nur am Monitor
Meistens befindet sich die Link 2 bei mir am Monitor. Mit ihrer Klapp-Halterung ist sie schnell auf ihn draufgesetzt und hängt nicht ins Bild herein. Mir gefällt, dass sie als Webcam flexibel einsetzbar ist.

Mit ihrem Standardgewinde schraube ich sie auf große und kleine Stative. Nur die Länge des USB-C-Kabels zum Computer beschränkt dabei den Aufstellungsort.

Eine weitere Befestigungsmöglichkeit ist der Magnet im Fuß der Webcam. Damit befestige ich sie nicht nur auf der mitgelieferten Klapp-Halterung am Bildschirm, sondern an jedem magnetischen Gegenstand.

4. Mehr als eine Webcam für Videocalls
Die Insta360 Link 2 eignet sich nicht nur für gewöhnliche Videocalls. Im Deskview-Modus filmt sie den Schreibtisch. So kann ich analoge Präsentationen halten oder etwas demonstrieren, das ich nicht vor die Kamera halten kann.
Mit der Link 2 übertrage ich nicht nur Livebilder, sondern kann Videos auch auf meinem Rechner speichern. Dafür dürfte auch der Whiteboard-Modus von Interesse sein. In diesen erkennt die Kamera-Software das Whiteboard neben mir automatisch oder mit etwas Hilfe. Auf jeden Fall kann ich einen Vortrag halten und dabei auf die Präsentation neben mir zeigen. Auch vertikale Videos sind mit der Webcam möglich.

5. Es gibt eine günstige, unbewegliche Variante
Mit der Link 2C bietet Insta360 eine günstigere Version der Webcam an. Die Kameratechnologie ist identisch. Ihr fehlt nur der Gimbal – sie ist also nicht beweglich und kann nicht auf den Tisch filmen. Zoom-Bewegungen sind aber innerhalb des festen Bildausschnitts möglich. Wenn du nur vor der Webcam an deinem Schreibtisch sitzt, genügt der Zoom innerhalb des 4K-Bildes in der Regel.
Fazit
Webcam mit sehr gutem Bild behält dich immer im Blick
Die Insta360 Link 2 überzeugt mich mit ihrer hervorragenden Bildqualität. Zusätzlich behält sie mich automatisch immer im Bild und kann mir bei Bewegungen folgen. Die Software bietet viele Optionen und ich kann sie auch für die Aufnahme von Videos nutzen.
Bild und Ton könnten noch synchroner sein und günstig ist die Webcam nicht.
Pro
- herausragende Bildqualität
- sehr bewegliche Kamera
- Software mit vielen Einstellungen
Contra
- stellt Hardware-Anforderungen
- nicht alle Optionen der eigenen Software stehen in dritten Programmen zur Auswahl
- Synchronisation von Bild und Ton lässt sich optimieren
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus.
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