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Der Mac Pro ist Geschichte
von David Lee

Der Framework Laptop 13 soll seinem Hersteller zufolge nicht weniger als ein «MacBook Pro für Linux-User» sein. Ein größerer Akku, ein matter Touchscreen und bis zu 64 Gigabyte RAM untermauern diesen Anspruch .
Ein großer Kritikpunkt an den bisherigen Notebooks von Framework ist die Akkulaufzeit. Dieses Manko will der Hersteller mit dem Laptop 13 Pro beheben. Er soll beim 4K-Streaming von Netflix 20 Stunden durchhalten. Das sind 12 Stunden mehr als die aktuelle Generation des Laptop 13 und auch mehr als das 14 Zoll große MacBook Pro M5.

Für die längere Akkulaufzeit sorgt der 74-Wh-Akku, der 22 Prozent mehr Kapazität als beim letzten Laptop 13 aufweist. An Volumen hat die Batterie aber weniger zugelegt. Stattdessen hat sich ihre Energiedichte auf 840 Wh/l erhöht. Außerdem sollen die Intel Core Ultra der aktuellen Series 3 ihren Teil als Prozessoren beitragen.

Zur Auswahl stehen der Core Ultra 5 325, der Core Ultra X7 358H und der Core Ultra X9 388H. Willst du lieber einen Prozessor von AMD in deinem Laptop 13 Pro haben, musst du dich zwischen dem Ryzen AI 7 350 und dem Ryzen AI 9 HX 370 entscheiden. Mit einer Intel-CPU arbeitet der Laptop 13 Pro mit bis zu 64GB LPCAMM2 LPDDR5X, bei einer AMD-CPU sind es maximal 96 GB DDR5-5600.
Das Gehäuse des Laptop 13 Pro besteht aus Aluminium und ist mit Grafit in einer weiteren Farbe neben dem klassischen Silber erhältlich. Das 13,5 Zoll große IPS-Display ist ein matter Touchscreen im 3:2-Format und mit einer Auflösung von 2880 × 1920 Pixeln. Die Bildwiederholrate reicht von 30 bis 120 Hertz, die Helligkeit fällt mit 700 Nits hoch aus und der Kontrast liegt bei 1800:1.

Auf den bisherigen Framework-Laptops lässt sich bereits Linux installieren. Der Laptop 13 Pro ist das erste Modell mit einer Ubuntu-Zertifizierung. Du bekommst das Notebook gegen einen Aufpreis mit vorinstalliertem Ubuntu. Der Rechner ist aber auch bereit für andere Linux-Distributionen oder Windows.

Überdies verfügt der Laptop 13 Pro über ein haptisches Touchpad, unterstützt Dolby Atmos und die Tastatur gibt es in verschiedenen Farben – und natürlich in zahlreichen Sprach-Layouts.
Die Expansion Cards, Privacy Switches und die für Framework essenzielle Reparierbarkeit sowie die Upgrade-Möglichkeiten bleiben bestehen. Alle neuen Komponenten des Laptop 13 Pro sollen zudem mit dem bisherigen Laptop 13 kompatibel sein und sich so ganz oder teilweise in ein Pro-Modell aufrüsten lassen.

Framework hat sein Event nicht nur für die Vorstellung des Laptop 13 Pro genutzt. Mit dem Framework Wireless Touchpad Keyboard will der Hersteller eine Tastatur für Wohnzimmer oder zur Einrichtung neuer Rechner anbieten. Größte Besonderheit ist das namensgebende Touchpad an der Stelle, wo sich bei anderen Tastaturen der Zahlenblock befindet. Mit ihm bewegst du nicht nur den Cursor, sondern kannst auch Multi-Touch-Gesten unter Linux und Windows nutzen.

Das Framework Wireless Touchpad Keyboard verbindet sich via Bluetooth mit bis zu vier Geräten. Alternativ kannst du den mitgelieferten und bereits gepairten USB‑A‑Dongle oder ein USB-C-Kabel nutzen. Über die Open-Source-Firmware ZMK lässt sich unter anderem die Belegung der Tasten anpassen.
Mit einem austauschbaren Akku und kaufbaren Einzelteilen bleibt Framework bei der Tastatur seiner Philosophie treu. Mit dem Control Board sollen Bastler zum Beispiel explizit auch eigene Eingabegeräte entwickeln können.
Für sein größtes Notebook bietet Framework neue Komponenten an. So lässt sich der Laptop 16 in Zukunft mit einem Touchpad-Element versehen, das aus einem Aluminium-Teil besteht. Bisher sind das Touchpad und die Handballenablagen drei Elemente mit kleinen Lücken dazwischen.

Dazu kommen eine einteilige Tastatur, aber nur im US-Layout, und ein grauer Rahmen für das Display. Der Ryzen AI 5 340 steht zudem ab sofort als neue CPU-Option zur Auswahl.
Das «Oculink Dev Kit» erweitert die Expansion Bay des Laptop 16 um einen Oculink-Anschluss. Über diesen lassen sich via Oculink 8i die bisherigen Grafikmodule des Notebooks in einem externen Dock betreiben. Hauptzweck dürfte aber eher die Nutzung eines PCIe-Docks sein, um externe Grafikkarten, Netzwerkkarten mit 100 Gbps oder Video-Capture-Karten anzuschließen.

Die nur kurz erwähnte «10 Gbit Ethernet Expansion Card» passt dagegen in alle Framework Laptops.
Framework verkauft seine Geräte weiterhin nur direkt über seine Homepage, inzwischen aber auch in der Schweiz. Der Laptop 13 Pro startet bei 1109 Franken oder 1349 Euro – ohne SSD und RAM. Die aktuellen Vorbestellungen sollen ab Juli ausgeliefert werden.
Für die weiteren Neuankündigungen gibt es noch keine Preise, aber immerhin Zeitangaben. Die Upgrades für den Laptop 16 sollen ab Juni erhältlich sein, wobei der Displayrahmen etwas später erscheinen soll. Für das «Oculink Dev Kit» und das Framework Wireless Touchpad Keyboard gibt es nur die ungenaue Angabe «demnächst in 2026».
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus.
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