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Foto-Kurztipp: Mehrere Bilder automatisch ausrichten

Photoshop kann Bilder, die ohne Stativ aufgenommen wurden, automatisch aufeinander ausrichten. Das ermöglicht spannende Effekte mit wenig Aufwand, zum Beispiel Panoramas oder Mehrfachbelichtungen.

Wenn du ohne Stativ Serienbilder geschossen hast, zeigen diese ungefähr den gleichen Bildausschnitt – aber eben nicht ganz genau. Du erkennst hier zum Beispiel am linken Bildrand, dass ich die Kamera nicht ganz gleich gehalten habe.

Bild 1 einer Serie.
Ein weiteres Bild der gleichen Serie, leicht verschoben.

Dies lässt sich in Photoshop sehr leicht beheben. Und zwar so:

  1. Wähle «Datei -> Skripten -> Dateien in Stapel laden».
  2. Klicke auf «Durchsuchen», wähle die Bilder aus, die zur gleichen Serie gehören, drück auf OK. Achtung: Bei mehr als 20 Fotos braucht Photoshop je nach Rechenleistung sehr lange.
  3. Photoshop lädt nun jedes Foto in eine eigene Ebene. Lass dir per F7 die Ebenenpalette einblenden.
  4. Wähle alle Ebenen aus und im Menü «Bearbeiten -> Ebenen automatisch ausrichten».
  5. Ich habe für alle Beispiele die Methode «Auto» genommen.

Photoshop versucht nun, alle Bilder auf die gleiche Position zu bringen. Das klappt nicht immer gleich gut. Denn Objekte, die sehr nahe bei der Kamera sind, verändern sich stärker als der Hintergrund, wenn du dich bewegst. Diese Unterschiede können nicht automatisch ausgeglichen werden. Darum habe ich ein Beispiel gewählt, bei dem nichts im Vordergrund ist. Wenn ich dieses Bild beschneide, zeigt es immer den gleichen Ausschnitt.

Das Ausrichten alleine bringt dir noch nicht viel; aber es ist der Ausgangspunkt für zahlreiche Projekte: Bildserien, Stop-Motion-Filmchen, Mehrfachbelichtungen, Panoramabilder und Rauschentfernung. Ich stelle dir hier ein paar Möglichkeiten genauer vor.

Mehrfachbelichtungen: Bewegungen sichtbar machen

Nach der obigen Anleitung sind die Bilder bereits als Ebenen übereinandergelegt. Nur siehst du das nicht, weil alle Ebenen eine Deckkraft von 100 Prozent haben. Reduziere die Deckkraft aller Ebenen ausser der untersten. Dadurch wird alles, was sich während der Serienaufnahme bewegt, mehrfach sichtbar.

Dabei kannst du auch mit den Mischmodi spielen. Hier habe ich zum Beispiel den Modus «Aufhellen» benutzt.

Automatisch überblenden

Ist es dir zu kompliziert, manuell an der Deckkraft und den Modi zu schräubeln, gibt es als Alternative den Menübefehl «Bearbeiten -> Ebenen automatisch überblenden». Das sieht dann so aus.

Automatisches Überblenden

Meistens solltest du vorher die Bilder ausrichten. Allerdings kann das Überblenden ohne Ausrichten auch ganz reizvoll sein.

Nur automatisches Überblenden, ohne vorheriges Ausrichten.

Panoramas

Die beiden Befehle «Bearbeiten -> Ebenen automatisch ausrichten» und «Bearbeiten -> Ebenen automatisch überblenden» funktionieren auch zur Erstellung von Panoramas.

Ausgerichtet, aber noch nicht überblendet: Es sind Helligkeitsunterschiede sichtbar.
Nach dem automatischen Überblenden.

Das Resultat ist genau gleich wie bei der automatischen Panoramafunktion über «Datei -> Automatisieren -> Photomerge». Bei Photomerge funktioniert auch die Methode «Perspektivisch», beim automatischen Ausrichten seltsamerweise nicht. Diese Funktion korrigiert die Geometrie; allerdings wird dafür ein schöner Teil des Bildes geopfert.

Photomerge mit perspektivischer Korrektur.

Beseitigung von Bildrauschen

Automatisch ausgerichtete Mehrfachaufnahmen lassen sich auch zur Beseitigung von Bildrauschen verwenden. Wie das geht, ist in diesem YouTube-Video erklärt.

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David Lee, Zürich

  • Senior Editor
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

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