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Ford F-150 Lightning: Auto betreibt Haus. Endlich.

Ford zeigt die fertige Version seines Elektro-Pick-Ups. Der Ford F-150 Lightning ist mehr als nur ein Fahrzeug. Er ist auch eine gigantische Batterie auf Rädern.

Der neueste Pick-Up Truck aus dem Hause Ford hat seit heute einen Namen: Ford F-150 Lightning. Dazu hat Ford die ganzen Specs des Elektro-Pick-Ups, der Handwerkern und KMUs das Leben leichter machen soll, enthüllt.

Und wenn ich so die ganzen Nicht-von-Dodge Dodge RAMs und Ford Raptors auf der Strasse sehe, die Boote, Autos und Anhänger ziehen: Schweizer, horcht mal auf. Das könnte spannend sein.

Strom nicht nur für das Auto

Das mit Abstand spannendste am F-150 Lightning ist die Kreativität, mit der die Ingenieure Fords das Konzept des Stroms im Auto angegangen sind. Ausgehend von ihrem Publikum – KMUs und Handwerker – haben sie kurzerhand den Generator überflüssig gemacht. Denn die Akkuzellen des Lightnings selbst geben so viel Strom ab, dass du laut Ford ein ganzes Haus für drei Tage mit Strom versorgen und immer noch zum nächsten Charger fahren kannst. Der Truck gibt dir bis zu 9.6 Kilowatt seiner Batteriekapazität ab, um dein Haus und alles andere zu betreiben. Handgelenk mal Pi dürfte das ungefähr 0.7 kWh sein, was ein Bruchteil der Batteriekapazität sein dürfte. Wie hoch diese ist, hängt vom Modell des Lightnings ab. Und das ist auch der einzige Punkt, an dem sich Ford bedeckt hält: Wie gross ist der Akku des Lightnings?

Für Stromversorgung unterwegs sorgen elf Steckdosen in der Ladefläche und vier weitere im Frunk. Der Frunk, oder Front Trunk, ist der Ort, der einst mal den Motor beherbergt hat. Viele Elektroautohersteller konvertieren den Motorraum zum zusätzlichen Kofferraum. Ford gibt dem Lightning da zusätzliche 400 Liter Frachtkapazität. Der Konzern nennen sie übrigens ohne Witz den «Mega Power Frunk». Also so ernsthaft.

Mehr Reichweite als ein Tesla Model 3

Eines muss dem übertriebenen Werbespot gegeben werden: Noch kein Hersteller hat so gut und kompakt erklärt, wie die Reichweite eines Elektrofahrzeugs errechnet wird. Das Feature, das in allen Elektrofahrzeugen vom JAC e-S2 zum Mercedes EQC standard ist, nennt Ford «Intelligent Range». Es ist die Mischrechnung, die der Onboard Computer anstellt um festzustellen, wie weit du mit der aktuellen Akkuladung noch kommst. Dazu gehören der aktuelle Akkuladestand, die Regeneration während Bremsvorgängen oder Abhängen, dein Verhalten mit dem Gaspedal und weiteres. Der Lightning berechnet dir, anders als der Rest des Marktes, eine andere Route, solltest du nicht an dein Ziel kommen mit dem Akku, der dir noch verbleibt.

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Wenn du dir die Premium-Version des Trucks gönnst, dann hast du 300 Meilen Reichweite. In metrisch-sinnvoll macht das 482 Kilometer. Das sind 34 Kilometer mehr als ein Tesla Model 3 in der Standardausführung, aber 159 weniger im Vergleich zur Long Range Version desselben Fahrzeugs.

Der Motor der Premium-Version leistet bis zu 563 PS mit bis zu 1050 Newtonmeter Drehmoment. Die Standardversion des Lightnings kommt mit 426 PS daher. Aber auch da: 1050 Newtonmeter.

Und sonst so?

Der Ford F-150 Lightning kann ab sofort vorbestellt werden. Er kostet 39 974 Dollar, also etwa 36 000 Franken, aufwärts. Weitere Features:

  • Arbeitsfläche rechts neben dem Fahrersitz.
  • OTA Updates der Software.
  • Vier Fahrmodi, inklusive «Sport» und «Tief im Dreck».
  • 19.2 kW Ladegeschwindigkeit in den USA. Für den europäischen Markt muss das nicht zwingend stimmen, da die Charger-Kriege nach wie vor toben.
  • Sensoren in der Ladefläche und dem Frunk rechnen dir aus, wie viel Gewicht mitfährt und errechnen die Akkuleistung neu.

Und können wir mal über die Scheinwerfer und Rücklichter reden? Wie cool sind die denn?

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Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.


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