Erste Eindrücke der neuen Gravel-Kollektion von Pearl izumi
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Erste Eindrücke der neuen Gravel-Kollektion von Pearl izumi

Patrick Bardelli
Zürich, am 25.04.2022

Von Pearl izumi kommt eine neue Kollektion an Velobekleidung fürs Gravelbike. Hier gibt's meine ersten Eindrücke dazu.

Der Gravelbike-Trend geht in diesem Frühling ungebrochen weiter. Auch ich bin seit gut einem Jahr mit dieser Mischung aus Rennvelo und Cyclocrosser auf Strassen und Schotterwegen unterwegs. Unterdessen gibt es wohl kaum einen Brand, der nicht auf diesen Trend aufgesprungen ist und entsprechende Bekleidungs-Kollektionen anbietet. So auch Pearl izumi.

Dieses Jahr habe ich mir selbst einige Teile aus ihrer neuen Gravel-Kollektion ins Osternest gelegt. Der 1950 in Tokio gegründete Brand wurde 2008 vom Shimano-Konzern übernommen. Sein Firmensitz befindet sich unterdessen im US-Bundesstaat Colorado, wo die Produkte auch designt werden.

«Expedition Jersey»: stylisch

Dieses Velotrikot kommt mit drei aufgesetzten Gesässtaschen und zwei Seitentaschen. Ausserdem hat das «Expedition Jersey» eine kleine Brusttasche mit Knopf. Ich verstaue darin das Kopfhörercase, vielleicht fährt irgendjemand aber auch gerne mal mit einem Poschettli, sprich Einstecktuch, durch die Gegend. Die reflektierenden Elemente am Rücken verbessern die Sichtbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen.

Das Shirt besteht aus 65 % recyceltem Polyester, 28 % Polyester sowie 7 % Spandex und soll Feuchtigkeit schnell ableiten. Das klingt ja immer so gut, was die Hersteller zu ihren Produkten schreiben. Ich bin jedoch noch mit jedem Shirt nach spätestens einer halben Stunde auf dem Bike nassgeschwitzt. Das ist auch hier nicht anders. Stört mich aber nicht, denn schwitzen gehört für mich zum Sport dazu.

Klein, aber fein: die Brusttasche.
Klein, aber fein: die Brusttasche.
Stauraum für die Windjacke. Die Kopfhörer hier in der linken Seitentasche.
Stauraum für die Windjacke. Die Kopfhörer hier in der linken Seitentasche.

«Expedition Shell Short»: nice to have

Die wasserabweisenden Shorts kommen ohne Innenpolster, sodass ich darunter jeweils eine Bib Short trage. Zwei Hosentaschen und eine seitliche kleine Tasche mit Reissverschluss bieten Platz für Smartphone oder Schlüssel. Ich bin mit der «Expedition Shell Short» jetzt im Frühling nur bei wechselhaften Bedingungen unterwegs, wenn sich zwischendurch auch mal ein kurzer Regenguss ankündigt. Bei Sonnenschein lasse ich sie zu Hause. Dann braucht es das zusätzliche Kleidungsstück auf dem Bike meiner Meinung nach schlicht nicht. Und wenn das Nass von oben im Dauermodus herunterkommt, sind sowieso Regenhosen angesagt.

Kann man tragen, muss man aber nicht: die «Expedition Shell Short» von Pearl izumi.
Kann man tragen, muss man aber nicht: die «Expedition Shell Short» von Pearl izumi.
Expedition
–10%
82.10statt 91.30
Pearl Izumi Expedition
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«Expedition Bib Short»: super bequem

Was macht die «Expedition Bib Short» von Pearl izumi einzigartig? Sind es die Cargotaschen, die an den Beinen und am unteren Rücken angebracht sind, oder ist es das weiche, atmungsaktive Sitzpolster? Oder vielleicht der Silikonprint der Beinabschlüsse, der verhindert, dass diese verrutschen? Weder das eine noch das andere. Das ist alles soweit in Ordnung, gehört aber zum Standard einer Bib Short. Was dieses Modell einzigartig macht, ist der Tragekomfort. Die «Expedition Bib Short» trägt sich wie Seide und ist super bequem. Was mir dabei aufgefallen ist: Sie hat im Vergleich zur Konkurrenz, die ich sonst trage, einen höheren Anteil Elastan. Daran muss es wohl liegen.

Cargotasche für das Smartphone.
Cargotasche für das Smartphone.
Hat das Rinderfilet in der Hose abgelöst: atmungsaktives Sitzpolster.
Hat das Rinderfilet in der Hose abgelöst: atmungsaktives Sitzpolster.

«Shimano SH-RX800»: das Beste zum Schluss

Das Beste habe ich bis zum Schluss aufbewahrt: der «Shimano SH-RX800». Ein sperriger Begriff für einen Schuh, der alles andere als sperrig ist. Im Gegenteil. Trotz seiner harten Carbonfaserverbundsohle, die für eine gute Kraftübertragung auf die Pedale sorgt, ist dieser Schuh erstaunlich angenehm zu tragen. Er ist mit ca. 530 Gramm auch um einiges leichter als vergleichbare Konkurrenzprodukte.

Dieser Schuh mit Boa-Verschlusssystem mit einer Spule mit dualer Mikroverstellfunktion ist für eine 2-Loch Standard (SPD) Cleats-Montage ausgerüstet. Cleats sind kleine Plättchen, die du in deine Klickpedalschuhe schraubst. Das Verbindungsstück zwischen Schuh und Pedal. Ich habe mich nach einigem Hin und Her nicht für Klick-, sondern für Klackpedale entschieden. Oder anders gesagt, für Magnetpedale von Magped. Das bedeutet Metallplättchen statt Cleat am Schuh.

Den «Shimano SH-RX800» gibt's unter anderem in Silber mit Camouflageprint.
Den «Shimano SH-RX800» gibt's unter anderem in Silber mit Camouflageprint.
Sieht nicht nur auffallend aus, trägt sich auch auffallend gut und funktioniert auch mit Magnetpedalen.
Sieht nicht nur auffallend aus, trägt sich auch auffallend gut und funktioniert auch mit Magnetpedalen.

Ach ja, unterwegs war ich dann mit der ganzen Ausrüstung über Ostern natürlich auch noch. Es gibt nichts Besseres, als sich den Winter von den Schultern zu schütteln und in den Frühling zu radeln.

Ride on.
Ride on.

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