Elektromobilität: Kabel mit spezieller Kühlung soll Vollladung in wenigen Minuten bringen
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Elektromobilität: Kabel mit spezieller Kühlung soll Vollladung in wenigen Minuten bringen

Martin Jungfer
Zürich, am 18.11.2021

E-Auto-Fahrer plagen zwei Sorgen: Reichweitenangst und lange Stopps an Ladesäulen. Letzteres will Ford mit einem Ladekabel lösen, das dank Kühlung mehr Ladestrom und damit viel kürzere Ladezeiten ermöglichen soll.

Wer Strecken fahren will, die deutlich über der Laufleistung des verbauten Akkus liegen, muss Ladestopps einlegen. Aber selbst an Säulen mit hoher Ladeleistung dauert es, bis der leergefahrene Akku wieder voll ist, gerne mal eine halbe Stunde.

Limitierend wirkt sich bisher auch aus, dass Ladekabel bei zu grosser Strommenge überhitzen können. Es braucht also eine effiziente Kühlung. Der US-Autobauer Ford hat zusammen mit der Purdue University in West Lafayette im US-Bundesstaat Wyoming ein Verfahren entwickelt, das genau diese Superkühlung bieten soll. Ein Artikel dazu wurde in der Fachzeitschrift «International Journal of Heat and Mass Transfer» kürzlich publiziert.

Laden in fünf Minuten?

Die Autoren beschreiben darin das Verfahren. Vereinfacht gesagt soll die Kühlflüssigkeit im Kabel verdampft werden, was die Wärme besser ableitet als bei bisherigen Kabeln. Dadurch würden höhere Ladeströme möglich und die Kabel ausserdem dünner. Auf ihrer Website erklärt die Universität das Verfahren genauer und stellt Ladezeiten von unter fünf Minuten in Aussicht.

Bis diese Technologie im Massenmarkt zur Verfügung steht, dürfte aber noch etwas Zeit vergehen. Wenn du dich heute schon mit dem Gedanken an ein Elektroauto beschäftigst, interessiert dich vielleicht das Interview, dass ich vor kurzer Zeit mit einem Manager von Juice Technology, dem schweizerischen Herstellers von Ladelösungen, geführt habe.

«In der Schweiz gibt es keinen Grund, nicht *elektrisch zu fahren**»«In der Schweiz gibt es keinen Grund, nicht *elektrisch zu fahren**»
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«In der Schweiz gibt es keinen Grund, nicht elektrisch zu fahren»

"Titelfoto: Michael Fousert / Unsplash"

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Martin Jungfer

Head of Content, Zürich

Journalist seit 1997. Stationen in Franken, am Bodensee, in Obwalden und Nidwalden sowie in Zürich. Familienvater seit 2014. Experte für redaktionelle Organisation und Motivation. Thematische Schwerpunkte bei Nachhaltigkeit, Werkzeugen fürs Homeoffice, schönen Sachen im Haushalt, kreativen Spielzeugen und Sportartikeln.

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