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Eine Dockingstation für den Alltag: Thunderbolt 4 von Digitec

Wer mit einem Laptop arbeitet, kennt das Problem: Ein Kabel zu wenig, ein Adapter zu viel. Spätestens beim zweiten Monitor wird es unübersichtlich. Die Digitec Thunderbolt-4-Dockingstation bringt Ordnung auf den Schreibtisch.

Mit der Dockingstation betritt unser Eigenmarken-Team Neuland. Dabei handelt es sich um ein Modell, das ohne zusätzliche Software oder Verwaltung auskommt und direkt per Plug-and-Play funktioniert. Der Ansatz dahinter ist pragmatisch: Das Gerät soll im Alltag einfach tun, was es soll. Anschliessen, loslegen, fertig.

Thunderbolt‑4‑Dock mit 13 Anschlüssen

Technisch basiert die neue Eigenmarken‑Dockingstation auf Thunderbolt 4 und erweitert den Arbeitsplatz über ein einziges Kabel. Mit 13 Anschlüssen ersetzt die Dockingstation einen grossen Teil der bisherigen Adapter auf dem Schreibtisch. Für Bildschirme stehen zwei Displayport-Ausgänge und ein HDMI-Port zur Verfügung. Dazu kommen zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse für den Host und für Daisy-Chain-Verbindungen.

Die Dockingstation ist mit zwei Displayport- und einem HDMI-Anschluss ausgestattet.
Die Dockingstation ist mit zwei Displayport- und einem HDMI-Anschluss ausgestattet.

Mehrere USB-A- und USB-C-Ports ermöglichen Datenübertragungen mit bis zu 10 Gbit/s. Hinzu kommen ein SD- und TF-Kartenleser sowie ein 3,5-mm-Audioanschluss für Headsets oder Lautsprecher.

Statt klassischem Gigabit-Ethernet wurde ein 2,5-Gbit-LAN-Anschluss verbaut. Das merkst du vor allem in schnellen Netzwerken, etwa beim Zugriff auf ein NAS.

Mehrere Displays mit klaren Grenzen

Die Dockingstation unterstützt bis zu drei Display-Ausgänge. Technisch bedingt können dabei maximal zwei Video-Streams gleichzeitig aktiv sein. Diese Eigenschaft gehört zu Thunderbolt 4 und ist kein Nachteil dieses Modells.

Ein einzelnes Display lässt sich mit bis zu 8K bei 30 Hertz (Hz) betreiben. Zwei Displays laufen mit 4K bei 60 Hz. Auch drei angeschlossene Bildschirme funktionieren, sofern nur zwei aktiv genutzt werden.

Die genauen Auflösungs- und Kombinationsmöglichkeiten sind in einem separaten Beiblatt zusammengefasst. Dieses findest du bei den Downloads.

Stromversorgung ohne Engpässe

Die Dockingstation läuft über ein externes Netzteil und liefert bis zu 149 Watt (W) Leistung. Davon können bis zu 96 W an das angeschlossene Host-Gerät abgegeben werden. Der verbleibende Teil versorgt Dock und angeschlossene Peripheriegeräte.

Zum Lieferumfang gehört ein 149-Watt-Netztteil.
Zum Lieferumfang gehört ein 149-Watt-Netztteil.

Dank Smart Power Management verteilt das System die verfügbare Leistung dynamisch. Die Stromabgabe passt sich dem tatsächlichen Bedarf der angeschlossenen Geräte an.

Das Thunderbolt-Kabel ist nicht fest integriert. Du kannst es austauschen oder in einer anderen Länge verwenden, ohne die Dockingstation ersetzen zu müssen.

Eine Dockingstation als Werkzeug, nicht als Black Box

Durch die Kombination aus Thunderbolt‑4‑Technik, umfangreicher Ausstattung und transparenter Dokumentation soll die Dockingstation im Alltag möglichst unkompliziert funktionieren. Hinter dem Produkt steckt aber mehr als nur eine Liste von Anschlüssen: Nämlich eine Reihe bewusster Entscheidungen, die das Eigenmarken‑Team während der Entwicklung getroffen hat.

«Das Projekt Dockingstation fiel in eine Phase, in der Thunderbolt 5 absehbar war, aber noch nicht marktreif. Statt auf den nächsten Standard zu warten, entschieden wir uns bewusst für Thunderbolt 4», sagt Yannick Cejka, Senior Product Manager Private Label. Er und das Eigenmarkenteam wählen die richtigen Komponenten und Produkte aus. Ziel war eine ausgereifte Lösung, die zuverlässig funktioniert.

Technisch setzt die Dockingstation auf einen modularen Aufbau. Lieferengpässe, gekoppelt mit der kleinen Bestellmenge, führten zu Verzögerungen. Denn grössere Bestellungen werden bevorzugt behandelt. «Das merkten wir bei diesem Eigenmarkenprodukt stärker als bei anderen. Zum ersten Mal mussten wir uns gegenüber einem Hersteller zu einer Mindestmenge verpflichten, damit dieser uns die benötigten Chips lieferte», erklärt Cejka. Dies führte zu bewussteren Entscheidungen bei der internen Architektur. Transparenz war dabei ein erklärtes Ziel und kein Nebeneffekt.

«Deshalb weisen wir alle verbauten Chips offen aus», sagt Cejka. Das richtet sich insbesondere an Nutzerinnen und Nutzer mit Linux-Systemen oder speziellen Setups.

Intern getestet, auch abseits von Standards

Unser Eigenmarkenteam testete die Dockingstation intern mit verschiedenen Systemen. Ein Teil der Tests führte es gemeinsam mit dem «Guardians of Galaxus»-Team durch. Womit sich dieses Team beschäftigt, erfährst du hier:

  • Hinter den Kulissen

    Digitale Souveränität: Warum wir unseren Devs mehr vertrauen als Big Tech

    von Thomas Gfeller

Der Schwerpunkt lag auf Windows-Systemen, da sie den grössten Teil der Nutzerschaft abdecken.

Die Dockingstation verfügt über zwei Displayport- und einem HDMI-Anschluss ausgestattet.
Die Dockingstation verfügt über zwei Displayport- und einem HDMI-Anschluss ausgestattet.

Auch Tests mit macOS-Geräten sowie mehreren Linux-Konfigurationen verliefen stabil. Nicht jede denkbare Kombination lässt sich abdecken. Wer ein sauber implementiertes Thunderbolt-4-System nutzt, kann von einer problemlosen Inbetriebnahme ausgehen.

Zum Verkaufsstart kostet die Dockingstation 149 Franken. Die Dockingstation dient uns auch als Lernprojekt. Wir sammeln Erfahrungen und nehmen Rückmeldungen ernst. Verbesserungsvorschläge sollen in kommende Weiterentwicklungen einfliessen. Sie markiert keinen Endpunkt, sondern einen gesetzten Start.

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Journalist mit mehr als 20 Jahren Erfahrung – mehrheitlich im Online-Journalismus in verschiedenen Positionen. Mein Hauptarbeitsinstrument? Ein Notebook – am besten mit Internetverbindung. Diese Geräte haben es mir so sehr angetan, dass ich Notebooks und Computer immer wieder auch gerne auseinanderschraube, repariere und neu aufsetze. Warum? Weil es Spass macht! 


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