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Disneys Zukunftspläne: Endlich kommt Bewegung ins Spiel

Die Übernahme von 20th Century Fox, das stockende «Star Wars»-Flaggschiff und das Ende einer Ära bei Marvel: Die Zukunftspläne Disneys waren bisher nebulös. Das ändert sich jetzt.

Wenn die Walt Disney Company spricht, dann hören Journalisten und Fans auf der ganzen Welt zu. Schliesslich prägt das Haus der Maus die Kinolandschaft wie kein zweites Medienunternehmen.

Jetzt hat Disney konkret über Zukunftspläne einiger seiner beliebtesten Franchises gesprochen. Das ist aufregend, weil diese Pläne für Disneys Verhältnisse bisher ungewohnt diffus geblieben sind. Das Wichtigste: «Star Wars» wird nach dem Ende der Skywalker-Ära diesen Dezember um eine weitere Trilogie ergänzt. Startschuss ins neue Zeitalter ist Dezember 2022.

Was kommt nach «Star Wars: The Rise of Skywalker»

Aber nicht nur «Star Wars» hat zu reden gegeben. Disney gibt zum ersten Mal auch Preis, was es mit jenen Franchises vorhat, die es seit der definitiven Übernahme von 20th Century Fox kontrolliert. Etwa James Camerons «Avatar» oder die noch ausstehenden «X-Men»-Filme.

Enger Zeitplan: Avatar und Star Wars wechseln sich ab

Die schlechte Nachricht: Der Start des sich unter Regisseur James Cameron befindenden «Avatar»-Sequels ist um ein Jahr nach hinten verschoben worden. Neu wird das noch titellose «Avatar 2» nicht nächstes Jahr, sondern erst im Dezember 2021 ins Kino kommen. Dafür wird das Franchise alle zwei Jahre eine Fortsetzung bekommen. Soll heissen: 2023 kommt «Avatar 3», 2025 «Avatar 4» und 2027 «Avatar 5».

Grund dafür ist die geplante «Star Wars»-Trilogie, die am finalen Teil der aktuellen Trilogie – «Star Wars: The Rise of Skywalker» – anknüpfen soll. Die neue Trilogie wird frühestens 2022 ins Kino kommen, um dem Krieg-der-Sterne-Franchise eine kleine Verschnaufpause zu gönnen.

James Camerons «Avatar» soll gleich vier Fortsetzungen erhalten

Damit können sich «Avatar» und «Star Wars» den beliebten Dezember-Starttermin abwechselnd teilen: «Episode 10» kommt 2022, «Episode 11» folgt 2024 und der finale Teil der neuen Trilogie wird 2026 ins Kino kommen. Ob es sich bei der neuen Trilogie um jene handelt, die Episode-7-Regisseur Rian Johnson seit geraumer Zeit am Entwickeln ist oder jene, welche die Game-of-Thrones-Macher David Benioff und D. B. Weiss nach dem Ende des Lieds von Eis und Feuer in Angriff nehmen werden, ist nicht bekannt.

Weil Disney bei den angekündigten Startdaten nicht explizit von einer Trilogie gesprochen hat, könnte es auch sein, dass es sich um drei für sich allein stehende Star-Wars-Filme handelt. Das klingt aber eher unwahrscheinlich.

Im Marvel Cinematic Universe (MCU) sind nach dem Ende einer Ära, die eng mit auslaufenden Verträgen von Robert Downey Jr., Chris Evans und Chris Hemsworth zusammenhängt, ebenfalls neue Termine bekannt geworden. Während für dieses Jahr nur ein weiterer MCU-Film geplant ist – «Spider-Man: Far From Home» – wird es nächstes Jahr zwei Superhelden-Filme geben. Gerüchten zufolge sollen es zwei der drei bereits angekündigten Filme «Black Widow», «The Eternals» oder «Shang Chi» sein.

James Gunn führte bereits bei den ersten beiden «Guardians»-Filmen Regie

Noch etwas zu früh in der Entwicklung steckende Filme für einen Kinostart im nächsten Jahr sind «Guardians of the Galaxy Vol. 3», «Black Panther 2», «Dr. Strange 2» und «Ms. Marvel». Diese sollen zusammen mit anderen noch unangekündigten Marvel-Filmen in den Jahren 2021 und 2022 folgen. Dann werden je drei Marvel-Superhelden-Filme im Kino zu sehen sein. Einer der zwei bestätigten Regisseure ist James Gunn für den «Guardians»-Film; er wurde nach einem unangebrachten Tweet gefeuert und dann doch wieder an Bord geholt. Der andere Regisseur ist Ryan Coogler, der schon beim ersten Black-Panther-Film Regie geführt hat.

Anpassungen bei 20th-Century-Fox-Filmen

Im März erfolgte die 71,8 Milliarden Dollar schwere Mega-Übernahme von 20th Century Fox. Darum musste Disney einige vorher von Fox kontrollierten Film-Franchises mit eigenen Kinostarts abstimmen und umgekehrt – etwa «Avatar» und die neue «Star Wars»-Trilogie.

Als weitere Folge daraus ist der X-Men-Horror-Spin-Off «The New Mutants» mit Game-of-Thrones-Star Maisie Williams von August 2019 auf April 2020 verschoben worden. Der X-Men-Spin-Off «Gambit» mit Channing Tatum in der Hauptrolle wurde gar ganz auf Eis gelegt. «Ad Astra» – das Astronauten-Drama mit Brad Pitt, das eigentlich noch im Mai 2019 hätte starten sollen, aber noch nicht mal einen offiziellen Trailer hat – ist auf September 2019 verschoben worden.

Zudem: Steven Spielbergs Neuverfilmung von «West Side Story» startet neu diesen Dezember, fast gleichzeitig mit Disneys «Cruella» – einem Realfilm-Spin-Off von «101 Dalmatiner». Das wiederum hat Disneys Jugendroman-Adaption von «Artemis Fowl» auf Mai 2020 gerückt.

Und was sagt Disney dazu? Hier ein Statement von Cathleen Taffs, Präsidentin des Kinoverleihs des Studios, gegenüber dem Variety-Magazin.

Wir freuen uns, eine solide Grundlage für unsere langfristige Strategie gelegt zu haben, die aus einer Vielzahl von Filmen aus den Studios Disney, Pixar, Marvel, Lucasfilm, Fox, Fox Searchlight und Blue Sky besteht.
Cathleen Taffs, Walt Disney Company

Wir dürfen gespannt sein. Eine komplette Liste sämtlicher Release-Termine für Disney-Filme findest du hier.

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Luca Fontana, Zürich

  • Editor
Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»

16 Kommentare

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User Ceberus

Naja Disney hat Star Wars für mich getötet. Luke war der Charakter der ins komplette gegenteil verwandelt, vom superhelden zur superlusche.

08.05.2019
User Luca Fontana

Luke: «You think what? I'm gonna walk out with a laser sword and face down the whole First Order?»

Luke eine Stunde später: i.imgur.com/HMPT1W3.jpg

Ich weiss ich bin in der Minderheit. Aber ich liebe es, wie Luke vom verbitterten alten Jedi-Meister zum Schluss hin doch noch den Rank kriegt und genau das macht, was vorher nur so ein Throw-Away-Satz war: Sich alleine mit nichts anderem als sein Laserschwert der gesamten First Order zu stellen. :-)

09.05.2019
User bkeleanor

Ja die Szene war Genial. Wie er nach dem Beschuss nur so das stäubchen von der Schulter wischte. Ich dachte ja, nach der kamikaze Lichtsprungszene kanns nicht mehr dicker kommen.

Andere stören sich daran das Jedi Meister Skywalker sich über Planeten hinweg projeziert hat ohne den üblich blauen transparenten look den die Toten immer hatten. Ich schätze mal dieser alte Hund kann auch noch neue Tricks lernen.

09.05.2019
Antworten
User Fimbulkron

Ich hoffe weder die Trilogie von Rian Johnson noch die der Gurken David Benioff und D. B. Weiss werden verwirklicht. Alle drei Hochstapler und nur mit dem Ziel Erwartungen zu Unterwandern! Benioff war der Inteligenz Bolzen der Deadpool den Mund zugenäht hat in Wolverin Origins!

08.05.2019
User schLEIMER

Mal schauen was für Serien von Star Wars noch rauskommen. Mandalorian sieht schon mal nicht schlecht aus.
Eine Serie mit Revan oder Malgus wäre nicht schlecht. Das ganze dann noch mit Game of Thrones Brutalität und voila.
Gibt genug Material für gute Serien in der alten Republik. Mit Mandalorian fängt es erst an.

09.05.2019
User Luca Fontana

Ich für meinen Teil kann ja fast nicht genug von «Star Wars» kriegen. Gemessen daran, was für kreative Köpfe an der Mandalorian-Serie beteiligt sind (Jon Favreau, Taika Waititi, Pedro Pascal, um ein paar Namen zu nennen), sind meine Erwartungen riesig.

Die Idee einer FSK16-Star-Wars-Serie im KOTOR-Zeitalter, wie du sie beschrieben hast, finde ich verdammt reizvoll. Allerdings wage ich nicht darauf zu hoffen, weil die Serie ja auf Disney Plus ausgestrahlt würde – ich schätze, da wird Disney eher beim familienfreundlichen Programm bleiben. Aber ja. Geil wäre es. :D

09.05.2019
Antworten
User alain1989

"Spider-Man: Far From Home» – wird es nächstes Jahr zwei Superhelden-Filme geben."

Zum Glück, es gab mit 10 Spider Man Filmen in den letzten 17 Jahren ja noch nicht genügend davon #not

09.05.2019
User Anonymous

Ein grosser Teil der Filmbranche ist ins Stocken geraten, es fehlt klar an Innovation. Der grosse Disney Riese ist dafür zu Träge geworden um sich gross aus dem Fenster zu lehnen. Nichts desto trotz gibt dies andere Filmemacher die Möglichkeit neue fantastische Filme zu produzieren. Ich warte schon lange wieder auf Ära Blockbuster wie Lord of the Rings, HP, Hunger Games etc. Ich bin sicher die werden kommen. Das all übermächtige MCU hat sich mit End Game zum Glück selbst begraben. Alles was da jetzt noch kommt ist Beigemüse. Es gibt also Platz für neues!

09.05.2019
User fumo

Lord of the Rings und Hunger Games im selben Satz? Are you serious? o.O

09.05.2019
User Anonymous

MCU ist noch lange nicht "begraben", die Daten für die nächsten 6 Filme sind schon released.

09.05.2019
User constantin.drack

Und für die, welche einfach ein bisschen Lust auf Brutalität und unterhaltsames rumgeballere haben: John Wick

10.05.2019
Antworten
User DarthShadow

Für mich war Rogue One noch der letzte "richtige" SW Film, EP 7 bis EP9 seit Disney ebenfalls für mich gestorben. Hat einfach nicht mehr das SW Feeling mehr sowie das Magische... Ich hoffe das man noch SWTOR verfilmt und hoffentlich nicht "verbockt"

11.05.2019
User rompeprop

Star wars sollten sie mal endlich zu grabe tragen. Nur noch peinlich, aber solange die fanboys ins kino rennen wird das nie enden.
Vom black panther brauchts auch keine fortsetzung. Der war auch dämlich. Zum glück gehen die guardians weiter. Beste truppe im mcu.

18.05.2019
User fumo

Inzwischen sind all diese Franchisen dermassen ausgelutscht dass, meiner Meinung nach, nur noch Idioten die nach dem Motto "Läuft ja eh nichts besseres" leben Geld dafür ausgeben und ihre Zeit damit verschwenden. Wenn man es genau nimmt, sind schon jetzt alle Filme die daraus entstanden sind gleich, man konnte mal sagen das sich nur die Sets unterscheiden, aber auch die sind nur noch CGI. Die Schauspieler werden über min. einen Jahrzehnt wie eine Flatrate angeheuert und somit war auch nur der erste Film wirklich markant in den Kosten, ab dann praktisch Reingewinn. Kostenoptimierung at it best, während die Zuschauer blind zahlen.

08.05.2019
User Shadowchild

Na das kann ja langweilig werden.

12.05.2019
User fumo

Was denn? Selbst entscheiden womit man sich beschäftigt und wofür man seine Zeit aufbringt? Ja, das ist für viele heutzutage langweilig. Man lässt lieber andere entscheiden was man mit der eigene Zeit anfängt ;).

12.05.2019
Antworten