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Diese Magnetkügeli treiben uns in den Wahnsinn

Simon Balissat
Zürich, am 11.12.2019
Neoballs sind kleine, farbige Kügelchen, die magnetisch sind. Mit etwas Geschick und Kreativität lassen sich Kunstwerke daraus formen. Nati und ich haben uns daran versucht und sind verzweifelt.

Die Story der Magnetkügelchen beginnt 2009 in den USA und hätte auch beinahe dort geendet. 2012 wurden sie verboten, weil Kleinkinder sie verschluckten. Ziehen sich die magnetischen Kugeln im Magen oder Darm an, kann das zu inneren Verletzungen führen. Neoballs waren und sind kein Spielzeug für Kleinkinder. Die Hersteller wehrten sich und bekamen 2016 recht. Der Gerichtsentscheid wurde aufgehoben und die Kügelchen sind seither wieder legal im Verkauf.

Nach zwei Stunden Neoballs
Nach zwei Stunden Neoballs

Meditatives Herumspielen mit Frustpotential

Weil die Kugeln magnetisch sind, sind die Formen, die du bauen kannst, beschränkt. Für eine innen hohle Kugel aus 65 Magneten hatte ich trotz Anleitung zum Beispiel eine gute Viertelstunde. Immer wieder zogen sich die Falschen Kügelchen an. Das Frustpotential ist gross, das Suchtpotential ebenso. Nach einem Nachmittag konnte ich kleinere Modelle ohne Probleme nachbauen. Übung macht den Meister.

Spielgefährtin Natalie hingegen habe ich im Video ins kalte Wasser geworfen. Das ist natürlich fies. Weil mich der Ehrgeiz gepackt hat, war ich am Schluss trotzdem frustrierter als sie…

So könnte es aussehen... Die Bilder kommen von unserem Händler. Diese Geduld hatten wir nicht...
So könnte es aussehen... Die Bilder kommen von unserem Händler. Diese Geduld hatten wir nicht...
... so sah das nämlich bei uns aus. Fail. (v.l.n.r.: Einhorn, Wall-E)
... so sah das nämlich bei uns aus. Fail. (v.l.n.r.: Einhorn, Wall-E)
Baukasten
Magnetkugeln Rainbow - Tesseract Cassette
107.–
Neoballs Magnetkugeln Rainbow - Tesseract Cassette
Baukasten
Kugelmagnete Regenbogen
34.10
Neoballs Kugelmagnete Regenbogen

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Simon Balissat
Simon Balissat
Editor, Zürich
Als ich vor über 15 Jahren das Hotel Mama verlassen habe, musste ich plötzlich selber für mich kochen. Aus der Not wurde eine Tugend und seither kann ich nicht mehr leben, ohne den Kochlöffel zu schwingen. Ich bin ein regelrechter Food-Junkie, der von Junk-Food bis Sterneküche alles einsaugt. Wortwörtlich: Ich esse nämlich viel zu schnell.

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