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DC Comics holt Kevin Smith zurück: Neue «Bizarro»-Serie angekündigt
von Kim Muntinga

Mit «Mad about DC» verlässt der Superhelden-Verlag bewusst gewohnte Pfade. Das Sonderheft verbindet klassischen Alfred-E.-Neumann-Humor mit moderner Comic-Erzählkunst und das präsentiert das DC-Universum in ungewohnt selbstkritischer Form.
Pünktlich zum 1. April 2026 serviert dir DC Comics ein besonderes Highlight, das die Grenzen zwischen Heldenmut und purem Chaos verwischt. Mit dem One-Shot «MAD About DC» veröffentlicht der Verlag eine 64-seitige Parodie im klassischen Stil des legendären MAD-Magazins. Das Heft verspricht eine schonungslose Abrechnung mit den eigenen Ikonen: von Batman über Superman bis zu Wonder Woman.
Für dieses ungewöhnliche Projekt hat DC einen prominenten Namen als Gastredakteur gewonnen: Chip Zdarsky. Der Autor, der für seine Arbeit an Batman bekannt ist, bringt seine Erfahrung in Sachen Humor und Satire ein. Zdarsky kommentierte seine neue Aufgabe gewohnt ironisch mit der Feststellung, dass es nach dem Schreiben von Batman-Geschichten bei DC nur noch bergab gehen könne.

Die Chefredakteurin von DC, Marie Javins, unterstützt das Vorhaben ausdrücklich. Laut ihrer Aussage fängt das Projekt den Geist von MAD perfekt ein. Das Ziel sei eine scharfe und furchtlose Satire, die das DC-Universum mit Witz und Handwerk ordentlich durchschüttelt. Da die beteiligten Kreativen die Charaktere in- und auswendig kennen, können sie diese auf überraschende und intelligente Weise parodieren.
Inhaltlich erwartet dich ein Mix aus neuen Ideen und beliebten MAD-Traditionen. Ein besonderes Highlight ist der Beitrag der Legende Sergio Aragonés, der sich in «A MAD Look at Comic Book Stores» dem Comic-Einzelhandel widmet. Auch das Team Jim Zub und Ramon Perez ist mit von der Partie und präsentiert eine Geschichte namens «Guy vs. Spy». Dabei handelt es sich um eine Anspielung auf den Klassiker «Spy vs. Spy», hier jedoch vermutlich mit Fokus auf Green Lantern Guy Gardner.

Zudem enthält das Heft ein brandneues „DC Fold-In» von Charles Soule und Ryan Browne. Diese Klappbilder am Ende des Heftes gehören seit Jahrzehnten zum festen Inventar von MAD und dürfen auch in dieser Sonderausgabe nicht fehlen. Eine Vielzahl weiterer bekannter Künstler und Autoren, darunter Mark Waid, Scott Snyder, Gail Simone und Matt Fraction, steuern ebenfalls Parodien bei, um die Helden des Verlags liebevoll durch den Kakao zu ziehen.
Dass DC Comics ausgerechnet das MAD-Format für seine Selbstparodie wählt, ist kein Zufall. Das 1952 gegründete MAD-Magazin prägte mit seinem respektlosen Humor und den legendären Film-Parodien ganze Generationen von Künstlern und Comedians. Besonders das Maskottchen Alfred E. Neuman mit seinem legendären Motto «What, me worry?» («Na und?») wurde zum Symbol für gesellschaftskritischen Schabernack.

Obwohl das Magazin im Jahr 2019 den regelmäßigen Kiosk-Vertrieb einstellte und sich seitdem primär auf Nachdrucke und Specials konzentriert, bleibt der Einfluss auf die Popkultur ungebrochen.
Da MAD im Laufe mehrerer Eigentümerwechsel schließlich unter das Dach von DC Comics – und damit unter das Warner‑Konzerngeflecht – gelangte und seit 2018 direkt von DC veröffentlicht wird, markiert «MAD About DC» eine moderne Rückkehr zu seinen Wurzeln. Es ist die Fortführung einer Tradition, in der nichts und niemand zu heilig ist, um nicht durch den Kakao gezogen zu werden. Ein passenderer Termin als der 1. April lässt sich dafür nicht finden.
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