Chinas Mondlandung in bewegten Bildern
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Chinas Mondlandung in bewegten Bildern

Martin Jud
Zürich, am 02.12.2020
China bohrt gerade den Mond an – lootet Gestein des Erdtrabanten. Das geschah zuletzt vor 44 Jahren durch die Sowjetunion. Die Landung der Raumsonde «Chang’e 5» gelang gestern. Bewegte Bilder davon und von der ersten Bohrung sind heute da.

Während sich die Welt über Monolithen austauscht, die irgendwelche Künstler in Wüsten und sonst wo (de-) platzieren, geschieht auch wahrlich Ausserirdisches. China landet am Dienstag, 1. Dezember 2020, die Raumsonde «Chang’e 5» auf dem Mond. Das Ziel: Gesteinsproben sammeln. Glückt das Unterfangen und wird das Mondgestein erfolgreich auf die Erde zurückgebracht, dann ist China die dritte Nation der Welt, der das gelingt. Das vollbrachten bisher nur die USA und die Sowjetunion – zuletzt am 9. August 1976 mit der Sonde Luna 24.

China scheint drauf und dran, ihr Ziel zu erreichen:

Kurz nach 15 Uhr GMT ist Chang’e 5 – die nach einer Mondgöttin benannte, unbemannte Raumsonde – gestern erfolgreich an ihrem vorgesehenen Standort im Mondgebiet Oceanus Procellarum gelandet. Gestartet ist sie am 24. November von der Insel Hainan.

Und nun, wie nebst der Landung im Video zu sehen, sammelt sie bereits Mondmaterial. Die erste Bohrung wurde sogar vor wenigen Stunden bereits sicher verstaut. Insgesamt sollen in den kommenden rund zwei Tagen um die zwei Kilogramm Gesteinsproben zusammenkommen, ehe es hoffentlich erfolgreich zurück nach Hause geht.

Mondgestein hat einen immensen, wenn nicht gar unbezahlbaren Wert. Sowohl für die Wissenschaft, wie auch wirtschaftlich gesehen. Zumindest, wenn bedacht wird, dass einst im Jahr 1993 der Verkauf von Luna-16-Mondsteinfragmenten mit einem Gewicht von 0,2 Gramm einen Erlös von 442 500 US-Dollar brachte.

Eine erfolgreiche Rückkehr von Chang’e 5, also die Landung im Norden Chinas, ist für Mitte Dezember geplant.

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Martin Jud
Martin Jud

Editor, Zürich

Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.

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