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DIYKnowhow 014

Bilder für Untalentierte

Pinsel und gegenständliche Kunst sind von gestern, im Jahr 2019 werden Bilder gegossen. Perfekt für mich, die im Kunstunterricht nie über eine 4.5 hinausgekommen ist.

Malen und Zeichnen habe ich noch nie zu meinen Stärken gezählt. Feine Linien und sauberes Arbeiten waren nicht mein Ding, darunter litten auch meine Noten in Geometrie. Am Freitagnachmittag war dann Kunst an der Reihe. Eigentlich ein schönes Fach: Kein Auswendiglernen, keine Prüfungen, nur kreatives Arbeiten. Dumm nur, wenn die Idee im Kopf von der eigenen Hand nicht nachempfunden werden kann. Ich war ich immer froh darüber, wenn der Kunstlehrer den Bettel in die Hand nahm und mir das halbe Bild zeichnete. Denn anstatt nur kurz zu helfen, kam er in einen Rauschzustand, in dem er den Stift nicht mehr aus der Hand legen konnte. Daraus entstanden meine besten Noten.

So etwas hätte ich damals gebraucht.

Die übrigen, knapp genügenden Resultate haben mir aber etwas den Spass am Malen genommen. Auch Bob Ross’ nonchalante Malstunden konnten daran nichts ändern. Lediglich ein einziges Mal habe ich eine Leinwand hervorgekramt und mich in meiner Freizeit daran zu schaffen gemacht. Das war zum Geburtstag meiner Mutter, weil sie sich ja so darüber freuen würde. Doch mit dem Jahr 2019 hält ein Trend Einzug, den auch ich mit meinen Fähigkeiten mitmachen kann. Bilder werden gegossen, anstatt gemalt. Das sagt zumindest Pinterest im Blogpost «Pinterest 100: Die angesagtesten Trends für 2019». Du lässt die Farben entscheiden, wie das Bild am Ende aussieht, du selbst hast nur einen geringen Einfluss darauf. Klingt nach dem perfekten Projekt für mich.

Get your shit together

Schnapp dir eine Leinwand (oder Keilrahmen, wie es korrekt heisst), Acrylfarben deiner Wahl, ein paar Becher und etwas, um die Farben umzurühren. Damit die Farben am Ende richtig übers Bild fliessen, brauchst du einen Verdünner. Dazu kannst du ein Fluid-Medium benutzen oder einfach ein bisschen Wasser. Ich versuche es mit Letzterem. Mehrere Lagen Karton und Zeitung aus dem Altpapier fungieren als Unterlage.

  • Keilrahmen 40 x 40 cm
  • Keilrahmen 40 x 40 cm
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Marabu Keilrahmen 40 x 40 cm
MARABU Keilrahmen

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Ein buntes Durcheinander

Ich fülle zwei Becher mit Wasser. Den einen brauche ich, um die Farbe zu verdünnen, den anderen, um meinen Rührgegenstand zwischendurch zu reinigen. Die weiteren fülle ich mit Farben meiner Wahl. Du kannst durch Mischen auch neue kreieren. Wichtig ist nur, dass in den Bechern am Ende eine homogene Masse entsteht. Meine Farben sind alle ziemlich knallig und an unterschiedlichen Enden des Farbspektrums angesiedelt, ich wollte aber alle einmal ausprobieren. Ich bin gespannt, wie das am Ende aussieht. Bist du mit deiner Wahl zufrieden, leerst du nun alle Farben nacheinander in einen neuen Becher. Wichtig: Nicht mehr umrühren!

Ein Potpourri an Farben.
Diese werden alle zusammen in einen Becher geleert.

Den farbenfrohen Becher drehst du nun mit Schwung auf die Leinwand um und wartest, bis sich die zähflüssige Masse ausbreitet. Mit gezielten Kippbewegungen kannst du die Fliessbewegung beschleunigen und steuern. Dabei musst du aber mit Farbe an deinen Fingern und vielleicht auch an deiner Kleidung rechnen. Mir wird schnell bewusst, dass ich einige Farben etwas zu stark verdünnt habe, da sie sich zu gut mischen und sehr viel über meine Finger läuft. Dennoch ist das Bild noch nicht komplett mit Farbe eingedeckt. Das Becherspiel geht in die Verlängerung, dieses Mal mit weniger Wasser angereichert. Doch es hilft alles nichts: Die Farben passen nicht zusammen. Das Bild sieht aus, als ob ich die psychedelische Wirkung von LSD zu Blatt bringen wollte. Auch meine Arbeitskollegen lassen kein gutes Haar am Kunstwerk. Von der liebenswerten topografischen Karte von Norwegen bis «Erbrochenes in Acryl» ist alles dabei. Das kann ich aber nicht auf mir sitzen lassen.

Zu diesem Zeitpunkt war die Hoffnung noch gross.
Hier nicht mehr so sehr.

Erneuter Versuch mit Gastkünstlerin

Auch unsere Design-Queen Pia gehört zu denjenigen, die sich einen Seitenhieb nicht verkneifen können. Zum Glück ist ja noch genug Farbe für alle da. Nun will ich sehen, was Pia drauf hat. Mitgehangen, mitgefangen. Sie entscheidet sich für Silber, Lila und Weiss. ich mich für Gold, Hellblau und Weiss. Schon beim Zusammenschütten im Becher wird klar, dass diese Farbkombis besser funktionieren werden als bei meinem ersten Versuch. Und tatsächlich, die beiden Bilder werden gar nicht schlecht. Auch wenn der Eine oder Andere die Kunstwerke noch etwas kritisch beäugt, Pia und ich sind zufrieden mit unserer Arbeit.

Die Bilder müssen noch trocknen, sehen aber jetzt schon besser aus als das Erste.

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Carolin Teufelberger, Zürich

  • Junior Editor
Meinen Horizont erweitern: So einfach lässt sich mein Leben zusammenfassen. Ich liebe es, neue Dinge kennenzulernen und zu erlernen. Neue Erfahrungen lauern überall; ob beim Reisen, Lesen, Kochen, Filme schauen oder Heimwerken.

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