Auf diesen Velohelm warte ich gerne
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Auf diesen Velohelm warte ich gerne

Michael Restin
Zürich, am 27.05.2020
Der Lumos Ultra ist ein Lichtblick, auch wenn das Ende des Tunnels noch fern ist. Momentan kann ich ihm nur auf Kickstarter beim Geld einsammeln zusehen. Im Herbst sitzt er dann hoffentlich auf meinem Kopf.

Vor anderthalb Jahren war ich ein paar Tage lang mit dem Ur-Lumos unterwegs. Einem beleuchteten Velohelm mit Blinker und Bremslicht, der selbst dem verträumtesten SUV-Fahrer ins Auge sticht, wenn ich neben ihm an der Ampel stehe. Seither ist für mich klar, dass mein nächster Helm ein integriertes Licht haben muss. Der Lumos Kickstart wurde es nicht, weil mir der urbane Nachfolger Lumos Matrix viel besser gefällt. Allerdings nicht so gut, dass ich dafür über 200 Franken ausgeben will.

Das scheint nicht nur mir so zu gehen, weshalb nun der Lumos Ultra in den Crowdfunding-Startlöchern steht. Streng genommen ist er schon durchgestartet. Das Geld regnet auf Kickstarter so schnell herein, dass du den Zahlen beim Tanzen zuschauen kannst. Der Zielbetrag von 60 000 Dollar war schon nach vier Minuten beisammen. Ein paar Dollar kommen von mir, denn diesen Velohelm will ich wirklich. Warum? Weil der Preis vertretbar, der Helm innovativ und das Design ansprechend ist.

Quelle:Lumos/Kickstarter
Quelle:Lumos/Kickstarter

Zudem haben die bisherigen Lumos-Produkte überzeugt und es ist eine Variante mit MIPS erhältlich – dem «Multi-directional Impact Protection System», das die Rotationskräfte beim seitlichen Aufprall besser absorbiert. Die im Helm verbauten LEDs sind mit der Chip-On-Board-Technologie produziert. Auf gut Deutsch: Nacktchipmontage. Das hört sich interessant an und bedeutet, dass die Halbleiter-LED-Chips direkt auf eine Platine geklebt und mit Mikrodrähten verschweisst werden. So sind keine einzelnen Lichtpunkte mehr zu erkennen, die Lichtausbeute ist gut und die gesamte Konstruktion bleibt leicht und flach.

Weitere Specs des Ultra:

  • Der 1100mAh Akku soll bei voller Helligkeit zehn Stunden durchhalten
  • Per App kannst du das Licht deinen Bedürfnissen anpassen
  • Der Blinker lässt sich per Fernbedienung oder Apple Watch aktivieren

Das ist lustig. Denn dafür musst du den Apple Watch tragenden Arm in die Luft schwenken und dich unnötig verrenken. Mit der Fernbedienung kannst du die Hand am Lenker lassen.

Die Rücklichter funktionieren auch als Blinker.
Die Rücklichter funktionieren auch als Blinker.
Quelle:Lumos/Kickstarter

Aber gut, irgendwas Apfel-Exklusives war Lumos wohl schuldig – schliesslich sind ihre Helme die ersten und einzigen, die im Apple-Store verkauft werden. Weiter geht's mit weniger spektakulären Errungenschaften.

  • Das Belüftungssystem wurde verbessert, einen Insektenschutz hat der Ultra allerdings nicht
  • Der Ultra ist natürlich wetterfest (IPX6 zertifiziert)
  • Ein kurzes Visier ist als Zubehör erhältlich
  • Statt mit einem appleartigen Magnetkabel, das du in 90 Prozent der Fälle gerade nicht zur Hand hast, lässt sich der Akku nun per USB-C laden
Drei Ultra-Prototypen. Auf Kickstarter werden verschiedene Farbvarianten angeboten.
Drei Ultra-Prototypen. Auf Kickstarter werden verschiedene Farbvarianten angeboten.
Quelle:Lumos/Kickstarter

Ein schönes Paket. Doch am meisten überzeugt mich das erträgliche Gewicht von unter 400 Gramm und der abgespeckte Preis. Denn, so heisst es im Kampagnenvideo, der Wunsch nach einem günstigeren Modell wurde besonders häufig an die Lumos-Crew herangetragen. Verständlich. Mich haben sie mit dem Ultra am Haken. Ich bin gespannt, werde eine Weile warten und hoffentlich im Herbst damit durchstarten. Dann wirst du den Lumos Ultra auch bei uns im Shop finden.

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Michael Restin
Michael Restin
Editor, Zürich
Sportwissenschaftler, Hochleistungspapi und Homeofficer im Dienste Ihrer Majestät der Schildkröte.

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