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Apples Roadmap mit vielen blinden Flecken

Am 25. März hat Apple zur grossen Show im Steve Jobs Theatre in Cupertino geladen. Gezeigt wurden keine neuen Geräte – sondern Abo-Dienste für das Apple-Universum.

Was zeigt Apple am «Special Event»? Gemunkelt wurde über einen Netflix-Klon. Über eine Apple-Kreditkarte. Eventuell neue Hardware – vielleicht eine drahtlose Ladelösung?

Aus den Hardware-Gerüchten wurde nichts. Neue Geräte wurden keine gezeigt. Alle Hardware-Updates hat Apple ohne grossen Klamauk bereits letzte Woche vorgestellt:

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Die Gerüchte über neue Dienstleistungen hingegen waren korrekt: Der «Special Event» stand im Zeichen von Services. Diese sind in Kürze:

  • Apple News+ ist ein digitaler Zeitschriftenstand mit Flatrate
  • Apple Pay wird aufgemotzt: Apple bietet eine eigene Kreditkarte an
  • Apple Arcade ist eine Flatrate für kuratierte Spiele
  • Apple TV+ als Antwort auf Netflix, Amazon Prime & Co

Aber der Reihe nach.

Apple News+: Der digitale Zeitungskiosk

Tim Cook thematisiert zunächst Apple News. Er preist das kostenlose Angebot als Hort zuverlässiger Information, von Hand kuratierten Quellen und von Apple-Redakteuren ausgewählten Storys. Apple News sei bereits heute die beliebteste News-App.

Dann präsentiert er den neuen Service namens Apple News+. Dabei handelt es sich um einen digitalen Kiosk, in dem diverse Magazine feilgeboten werden. Time Magazine, Vogue, People, National Geographic, The New Yorker, Sports Illustrated, Fortune, Rolling Stone, Wired.

Apple ist es gelungen, 300 Magazine aus verschiedensten Bereichen für den kostenpflichtigen Service zu gewinnen. Auffällig ist, dass Apple auf visuell starke Magazine aus dem Lifestyle-Bereich setzt. Tagesaktuelle Nachrichtenportale sind kaum Teil des Abos. Einzig die Los Angeles Times und das Wall Street Journal sind mit von der Partie.

Das Versprechen ist: Qualitätsjournalismus, exzellent aufbereitet. Oder wie es Apple formuliert: «The best mobile magazine experience ever. Awesome!»

Der Deal ist recht simpel. Der erste Monat ist gratis. Danach kostet das Angebot 9.99 Dollar pro Monat und ist für die gesamte Familie auf ihren Geräten und Accounts nutzbar. Persönliche Empfehlungen sollen das Angebot abrunden. Die Privatsphäre bleibt geschützt: Keine Werbung, kein Tracking. Die Empfehlungen werden lokal auf dem Gerät berechnet – Apple wisse nicht, was die Kunden lesen.

Die Einführung startet nebst den USA zeitgleich in Kanada, dort mit 30 Magazinen. Im Herbst 2019 folge Australien, danach Europa beginnend mit England. Das genaue Angebot und die Preise hierzulande bleiben also offen.

«Apple News wird grossartig für Konsumenten und Verlage», weiss Tim Cook. «Lasst uns über Apple Pay reden», fährt er fort.

Apple Card: Die virtuelle Kreditkarte

Cook vermeldet, dass dieses Jahr bereits über 10 Milliarden Transaktionen mittels Apple Pay durchgeführt worden sind. Im Heimmarkt USA hat Apple eine Akzeptanzrate von 70% erreicht, in Australien enorme 99%. Apple Pay ist bislang in 33 Ländern verfügbar, auch in der Schweiz. Bis Ende 2019 soll Apple Pay in über 40 Ländern angeboten werden.

Die Neuerung bei Apple Pay ist die neue Apple Card, eine virtuelle Kreditkarte. Apple arbeitet dabei mit Goldman Sachs und Mastercard zusammen. Die virtuelle Kreditkarte wird binnen Minuten aufgeschaltet und soll keine weiteren Gebühren verursachen. Einkäufe bestätigt man als Apple-User bequem via Fingerabdruck oder Face-ID.

Apple versüsst das Paket mit einem Cashback-Programm namens «Daily Cash». Dabei sollen einem täglich 2% der Einkaufssumme rückerstattet werden. Bei Benutzung von Apple Services gar 3%.

Als Lifestyle-Statement bietet Apple eine physische Karte an. Schlicht gestaltet und aus Titan.

Eine dazugehörige App macht das E-Banking mit der Apple Card übersichtlich. Laufende Ausgaben und Einkäufe werden thematisch gruppiert: Was habe ich für Essen ausgegeben? Wie viel für Unterhaltung? Zusätzlich liefert die App sinnvolle Verbesserungsvorschläge für die persönlichen Finanzen.

«Die bedeutendste Weiterentwicklung der Kreditkarte seit 50 Jahren», befindet Tim Cook. «iOS ist die grösste Gaming-Plattform der Welt», leitet er über zu Computerspielen.

Apple Arcade: Etwas mit Games

Games sind die beliebteste Rubrik im App-Store. 300 000 Games werden angeboten. Eine Milliarde Mal seien die heruntergeladen worden. Darunter viele Gratis-Spiele. Aber auch kostenpflichtige Games.

Auf die fokussiert Apple mit dem neuen Service namens Arcade. Ein Abo für Games im Apple-Universum, sprich Spiele für iPhone, iPad, Mac und Apple TV. Es sollen laufend neue Spiele ergänzt werden.

In einem mehrminütigen Einspieler über Indie-Games betont Apple, dass man unabhängige Studios unterstützt. Das Resultat ist ein kuratiertes Angebot an über 100 exklusiven Spielen. Alle Spiele sind offline spielbar und sollen frei von In-App-Käufen sein. Wie bei News+ bietet Apple ein Family-Sharing an.

Arcade ist ab Herbst in über 150 Ländern verfügbar. Pricing und Details bleibt Apple schuldig. «Let’s talk about TV», fährt Cook fort.

Apple TV+: Etwas mit Film

«Was wäre, wenn Filme, Serien und Sportsendungen alle an einem Platz wären», fragt Cook. Alles on demand, werbefrei, highres und offline verfügbar. Mit Family-Sharing wie bei News+ und Arcade.

Bislang sind etwa 65 000 FIlme und 25 000 TV-Shows via iTunes verfügbar. Jetzt wird Apple TV – bisher bekannt als Hardware: die TV-Box – zu einem Service ausgebaut. Nebst dem bisherigen On-Demand-Angebot arbeitet Apple neu mit Kabelanbietern und Netflix-Konkurrenten zusammen. Das Kabelnetzwerk HBO liefert «Game of Thrones». Amazon Prime und Hulu sind mit von der Partie. Die dazugehörige App liefert dank «Expert editors» und Machine Learning Empfehlungen. Deren Inhalte können mit Apple TV Channels gemietet werden.

Obendrein wird Apple eigene, exklusive Inhalte produzieren. In einem längeren, beinahe schmerzhaft pathetischen Clip wird das Konzept erklärt: Gute Storys, liebevoll erzählt. Steven Spielberg persönlich kündigt auf der Bühne in Cupertino ein Follow-Up seiner «Amazing Stories» an. «The morning show» soll Amerika beim Aufwachen helfen: Eine Männer-und-Frauen-Beziehungs-Show von Reese Witherspoon und Jennifer Aniston. Bei «Little America» erzählen Immigranten die Geschichten von Immigranten. Oprah Winfrey kündigt eine exklusive Show an. Bill Murray, Spike Lee und viele weitere sollen exklusive Inhalte für Apple TV+ liefern.

Das überholte Apple TV und Apple TV+ ist ab Mai auf iOS verfügbar, ab Herbst in UHD-Qualität auf Mac. Das Angebot soll es zunächst in zehn Ländern geben. Pricing und Details sind noch unbekannt.

Erwähnenswert und für Apple neu ist, dass sich die Firma ein Stück weit öffnet. Die gepimpte TV-App läuft direkt auf Smart-TVs von Samsung, LG, Sony und Vizio.

Fazit: Vielversprechend oder nur viele Versprechen?

«Danke fürs Kommen und Zuschauen», bedankt sich Tim Cook. Mich hinterlässt der Mann etwas ratlos. Ich versuche eine Einordnung.

Apple hat 2018 wahnwitzige 265.6 Milliarden Dollar Umsatz erzielt und absurde 59.53 Milliarden Dollar Gewinn gemacht. Durch cleveres Pricing konnten Umsatz und Gewinn zwar nochmals erhöht werden. Doch der Ausblick ist getrübt, zuletzt waren die Verkäufe des Zugpferds iPhone leicht rückläufig. Ein Problem, mit dem Apple nicht alleine ist: Der Smartphone-Markt insgesamt stagniert.

Was tun? Wenn alle nach Gold schürfen, kann man entweder ebenfalls Gold schürfen – oder Schaufeln verkaufen. Heisst: Nützliche Dienstleistungen erbringen. Mit Services hat Apple im 4. Quartal 2018 erstmals über 10 Milliarden Dollar Umsatz generiert.

Tim Cook hat heute klar gemacht, wie er Apple umbauen will: Er setzt konsequent auf einen Strauss an neuen Services. Die Angebote sind perfekt mit dem Apple-Universum verknüpft und brillieren dort mit einfacher Benutzung. Der «Vendor Lock-in» ist schlau gestaltet. Family-Sharing und Daily Cash sind attraktiv.

Aber reicht das? Bei den Angeboten trifft Apple auf starke Konkurrenz, sei es Netflix, Amazon und Disney bei Filmen oder etablierte Gaming-Stores. Ausserdem erschliesst sich der konkrete Nutzen der Angebote nicht sofort. Apple Pay macht nichts fundamental besser als andere digitale Bezahlmittel. Bei News+, TV+ und Arcade scheint das Angebot noch reichlich diffus – selbst für die USA. «Stunning», «amazing» und «best ever» hin oder her: Gerade für Europäer und Schweizer muss Apple noch sehr klar konkretisieren, was genau der Deal ist.

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Aurel Stevens, Zürich

  • Chief Editor
Ich bändige das Editorial Team. Hauptberuflicher Schreiberling, nebenberuflicher Papa. Mich interessieren Technik, Computer und HiFi. Ich fahre bei jedem Wetter Velo und bin meistens gut gelaunt.

47 Kommentare

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User peterstegemann

Neulich, Kinoabend mit iTunes... Erst mal viele Fragezeichen, weil iTunes inzwischen komplett unuebersichtlich ist. 2 alte Filme fuer die Kids gekauft, Preis gut doppelt so hoch wie eine DVD. Runterladen geht schnell genug, wenigstens keine Wartezeit. Dann: Nichts. Angeblich kann der Inhalt wegen fehlendem Kopierschutz des Wiedergabegeraets nicht wiedergegegen werden. Viel rumprobieren, mit einem alten MacBook geht es schliesslich, aber nur unter Umgehung des Receivers. Also erst Mal alles neu verkabeln, Bild vom MacBook an den Beamer, Ton an den Receiver, mit einer halben Stunde Verspaetung Film ab. Fuer ungefaehr 10 Minuten, dann bleibt der Film stehen und die Kopierschutzwarnung kommt wieder. Wieder auf abspielen druecken - Film laeuft weiter. Fuer 10 Minuten.

Seit 3 Jahrzehnten kaufe ich die Inhalte, die ich konsumiere. Und erklaere anderen, dass das gut und richtig ist. Aber warum habe ich inzwischen vergessen.

26.03.2019
User ardotschgi

Apple lebte mal nach dem Prinzip "It just works!". Meiner Meinung nach ist das nun leider seit einigen Jahren nicht mehr der Fall.

26.03.2019
User rabbit2000

Das beim "Zeitungskiosk" vorwiegen Lifestyle Produkte hat zeigt es doch schon. Wer bei Apple einkauft legt mehr Wert auf die Statussymbole als auf Preis Leistung ....

27.03.2019
User Anonymous

Dann hast du wohl ein nicht HDCP fähiges HDMI Kabel zwischen Gerät, Receiver und TV.

27.03.2019
User peterstegemann

Waere es nicht HDCP-faehig, sollte es einfach gar nicht gehen. Die PS3 zum Beispiel hat uebrigens am gleichen Equipment keinerlei Probleme, nur mit einem nicht HDCP-faehigen HDMI-Splitter verweigert sie das Abspielen von Filmen. Nur mit den 2 Macs gibt es Probleme, noch dazu auf unterschiedliche Art. Der BlueRay-Player mit 3rd-Party -Software am Mac funktioniert uebrigens einwandfrei und auch Apples DVD-Software macht keine Probleme. Es ist nur iTunes, das herumzickt.

27.03.2019
User kiwibeni

Ein ähnliches Schlüsselerlebnis mit Apple TV und abgelaufener Zahlungsverbindung, welche nur über iTunes korrigiert werden konnte.......20 Minuten später kam die Idee den Film über den Google Play via im Fernseher verbautem Chromecast zu streamen. Hat auf Anhieb geklappt!

@Ardotschgi: Google scheint beim Thema "It just works!" übernommen zu haben. Ich habe seither mein Apple-Universum durch das Googleverse ersetzt.

Ist nicht weniger böse aber funktioniert.

16.04.2019
Antworten
User YvesMundorff

Grosse Show für wenig wirklich innovative neue Services. Und bis wir die in der Schweiz kriegen (wenn überhaupt...), vergeht auch noch einige Zeit.

26.03.2019
User Eigor

Wenn der Gewinn satte 1/4 des Umsatzes entspricht, weiss man nicht genau was schlimmer ist - die Ausbeutung des Kunden oder die der Mitarbeiter in Asien. Man weiss es nicht genau.

26.03.2019
User rem3_1415926

Die Kunden haben diverse andere Optionen und Produkte, die Kinder in Asien sind froh, wenn sie überhaupt irgendwie überleben können.
Ich glaube, die Frage dürfte sich damit geklärt haben...

27.03.2019
User daccurda

Die sind nicht froh, die haben nur keine andere Wahl. Wenn sie froh wären, dann gäbe es sicher keinen dedizierten Wikipedia Artikel um die Selbstmordversuche der Mitarbeiter zu dokumentieren.

en.wikipedia.org/wiki/Foxco...

(Das ist die Firma, die für Apple das meiste Zeug baut)

16.04.2019
User loicschneider

bei den kunden kann man wohl kaum von ausbeutung reden wenn die nicht schnallen das sie ein um 300% überteuertes produkt kaufen mit eingeschränkter funktionalität ist dies einfach dummheit und selber schuld.

16.04.2019
Antworten
User stefanwolf

Also die Keynote gestern war mit Abstand das enttäuschendste an Apple-Keynotes der letzten Jahre.

Der News+ Service wird wie bisher ziemlich sicher nur in den USA und ein paar wenigen weiteren Ländern verfügbar sein. Die Apple Kreditkarte kommt garantiert niemals in die Schweiz und wenns um Budgetverwaltung geht, dann macht das Revolut schon lange. Das Design und Budgethandling ist von Revolut gestohlen, der einzige Unterschied ist das Apfel-Logo, mehr nicht.

Der neue TV+ Dienst sieht in etwa gleich aus wie Netflix, nur andere Farben und Branding.

Also darauf hat nun wirklich niemand gewartet, auch nicht ich, der Apple-User der ersten Stunde ist.

Einfach nur enttäuschend...

26.03.2019
User Darkflame_11

Apple stiehlt Designs? Haltet die Druckpressen an!

26.03.2019
User oliverelsen03

Gab es überhaupt seit dem release des iPhones X und der AirPods noch eine spannende Keynote?

26.03.2019
User Anonymous

@Darkflame_11 Up you should go!

27.03.2019
User uttinger89

Wieso sollte die Kreditkarte nicht in die Schweiz kommen? Klar mit Verspätung, aber kam bis jetzt irgendwas nicht in die Schweiz..?
Ich finde auch nicht, dass sie da was neu erfunden haben. Aber wenn man jetzige Kreditkartenanbieter teilweise anschaut, denke ich schon, dass man einiges besser machen kann.

29.03.2019
User stefanwolf

Apple Cash Card (eine Art Prepaid Karte von Apple) gibt es bis heute nicht in der Schweiz, Apple Pay gibt es hier zwar, jedoch auch nur wenn man Kreditkarten von Cornercard, Swisscard oder Bonuscard hat. Alle grossen Banken machen nicht mit. Apple News gibt es in der Schweiz ebenfalls nicht, den HomePod gibt es in der Schweiz nicht (zumindest nicht offiziell und ohne Siri Unterstützung), die bisherige Film- und Serienverwaltungsapp gibt es in der Schweiz nicht, nur die App “Videos”, die nicht einmal eine Suchfunktion hat. Du siehst also, Apple hat eine ganze Menge an Prosukten, die es nicht in die Schweiz schaffen.

Zudem, im Gegensatz zu Apple Pay, das nur eine Bezahl-Schnittstelle ist, muss für eine Kreditkarte ein Partner gefunden werden, der die Kreditkarte herausgibt. Und ich denke nicht, dass sich hiesige Banken so tief ins Geschäft reinreden lassen. Es stemmen sich auch fast 3 Jahre nach Einführung immer noch der Grossteil der Banken gegen Apple Pay. Im Übrigen hast du mit Neon oder Zak in der Schweiz schon sehr gute Mobile Bankinglösungen. Und sonst gibts auch noch Revolut, davon bin ich aber nicht so Fan, da die nicht dem Einlagenschutz in der Schweiz unterstehen.

29.03.2019
Antworten
User stefan88

Apple hat seinen Zenit längst überschritten. sie fokussieren sich ja nur noch auf den verkauf von iphones. von Innovation leider schon seit längerer Zeit nichts mehr zu spüren. Eigentlich schade, auch wenn ich überhaupt kein Apple Benutzer bin. Tatsache ist halt auch, dass die zukünftige Innovation aus China kommt.

26.03.2019
User darnok16

Quo vadis... nur noch überteuerte Hardware die nicht einmal auf dem neuesten Stand ist, alles verklebt und zugeschweisst, und nun Flucht in Dienste, die andere schon besser machen...

26.03.2019
User Gevatter1971

MeToo soweit das Auge reicht. Einfach clever hübsch neu verpackt, damit die Fans gerne den Apple-Aufpreis bezahlen. Innovation geht anders. Nix Neues beim Apfel also.

27.03.2019
User tschohel

Apple TV+ ist uninteressant für den Schweizer Markt, wer will Inhalte mit amerikanisch überhypten Showmastern in der Schweiz schauen? Fragt sich auch noch, ob Apple in den Deutschen Markt einsteigen wird, der Widerstand wird ähnlich gross sein wie bei Apple Pay.

Das Gleiche denke ich bei Apple News+, diese Mode-und Boulevardzeitschriften sind dem Tode geweiht, ist wohl ihr letzter Atemzug.

Gaming und Apple passt für mich auch nicht, andere werdens vielleicht mögen, ich mag meine Gamingkiste.

Apple Card wäre was, wenn man mit Apple Pay bezahlen will, da es in der Schweiz noch einige Hürden gibt. Da bleibe ich lieber bei meiner NFC-Karte der Bank meines Vertrauens. Zudem finde ich die neuen schweizer Banknoten ziemlich schön :)

Stellt Apple im September nicht ein anständiges Phone zu einem akzeptablen Preis vor, werde ich mir wohl nochmals ein iPhone7 besorgen. Die neueren Modelle sind mir zu gross, schwer und die Preis-Leistung stimmt für mich auch nicht mehr. Android kann mir gestohlen bleiben.

26.03.2019
User Aurel Stevens

Bei den Zeitschriften hab ich mir ähnliche Überlegungen gemacht: Wie verzweifelt muss du als Zeitschrift sein, da teilzunehmen. Angenommen, Apple nimmt 30% wie bei Apps. Bleiben 7 Dollar für Verlage. Der Einfachheit halber durch 300 Zeitschriften. Durchschnittlich bekommst du also 2.3 Rappen pro Monat und Leser. Angenommen, Apple verkauft 50 Mio. Abos, dann gibt es pro Magazin durchschnittlich 1.4 Millionen Dollar im Jahr. Wie in aller Welt soll das aufgehen? Zumal man als Zeitschrift mit der Teilnahme an Apple News+ die eigenen On- und Offline-Angebote kannibalisiert.

Gut, bei Spotify ists nicht grundsätzlich anders. Ein guter Freund von mir ist ein nicht ganz unbekannter Schweizer Musiker. Der sagt, dass er sich mit der Spotify-Jahresgage ein Sandwich kaufen kann.

27.03.2019
User uttinger89

News+ kann für Nischenmagazine auch eine Chance sein. Früher gabs GamePro, Gamestar, PCAction, etc. heute gibts soweit ich weiss noch Gamestar und that's it.

29.03.2019
Antworten
User Fenni70

Ich bin ein langjähriger Macuser (erster Mac 1995). Apple ist für mich heute nur noch eine grosse Enttäuschung. Alle Produkte erfuhren Ende letztes Jahr einen massiven Preisanstieg, der sich einfach nicht mehr rechtfertigen lässt. Ich denke mit Wehmut an die tollen Powermacs Ende der 2000er-Jahre, die man noch vollständig selber aufrüsten konnte. Heute ist die Firma nur noch so ein Lifestylefuzzie-Ding. Auch dieses ständige Downsizing, den reduce to the max-Blödsinn kann ich nicht mehr nachvollziehen. Was ist so toll daran ein halbes Dutzend Adapter für ein mobiles Gerät mitschleppen zu müssen? Das Mac OS liebe ich auch heute noch sehr und ziehe es dem Windows jederzeit vor. Doch der Weg den Apple mit Cook eingeschlagen hat, ist nicht mein Weg. Ich gehöre wohl nicht zu den von Apple anvisierten Statussymboljägern.

04.04.2019
User tobias.scherrer

100% richtig kann da nur zustimmen. Der MacBook mit DVD Laufwerk ist und wird der beste bleiben. Was bringt das dem Nutzer ein ultradünnes Gerät, wenn man 2 oder mehrere externe Geräte Laufwerk Ethernetkabelanschluss etc. mitschleppen muss. Wenn Apple so weiter macht kauft der letzte dumme Apple Fan auch lieber das Konkurrenzprodukt.

16.04.2019
Antworten
User TobiasAT

Apple Card ist neu? Ach bitte, Revolut bietet dasselbe plattformübergreifend, mit Interbankenkurs. Mal sehen was Apple für Fremdwährungsgebühren verlangt. So sind die 2% grad wieder verbraucht.

26.03.2019
User R3lay

Die 2% kannst du in Europa sowieso vergessen.

26.03.2019
Antworten
User Trollhammer

Wollen die sich mit dem Service Programm weitere Hardwarefehler vermeiden? chchchch

26.03.2019
User malkovich

Tatsache ist: die TV- und Magazin-Abos werden nur in englischsprachigen Ländern verfügbar sein. Und Vermutlich nach dem Brexit auch nicht in England, da die Rechteverwertungssituation dort sehr kompliziert werden dürfte. Apple verabschiedet sich langsam aber sicher aus Europa und wird zu einer rein amerikanischen Firma.

27.03.2019
User uttinger89

Glaubst Du wirklich, was Du da schreibst..?

29.03.2019
Antworten
User mova

Apple wird immer teurer und gieriger. Spotify ist wesentlich besser, alleine die Playlisten sind ein Grund.

28.03.2019
User Anonymous

Tja wiederspiegelt Apple von den letzten Jahren...überall mitmischen wollen und nichts mehr richtig machen....Ist schade aber eben wer nicht liefert verliert Kunden.

16.04.2019
User adr1vn

Sehr informativer Artikel, thx. :)

Leider bietet meine Bank kein Apple Pay (nur Twint) an. Apple Card wäre eine ideale Alternative. Ist schon bekannt, ob Apple Pay auch in der Schweiz verfügbar sein wird? Habe leider nur Infos zu USA gefunden.

Gemäss Apple:
apple.com/apple-card/
Will be available for qualifying applicants in the United States.

26.03.2019
User adigo

Versuchs doch mal mit einer wirklich revolutionären Banking Solution - www.revolut.com - kannst sie auch in Metall bestellen zum Vergleich. Dann musst du nicht die Copy Cat von Apple kaufen «Die bedeutendste Weiterentwicklung der Kreditkarte seit 50 Jahren», befindet Tim Cook. LOL :) Denn dieses System gibt’s ja schon und funktioniert super easy auch in der Schweiz, gibt auch andere Kreditkartenhersteller aus der Schweiz welche Apple Pay anbieten.

26.03.2019
User ToastMalone

Apple Pay ist doch schon in der Schweiz verfügbar.

26.03.2019
User Anonymous

In der Schweiz gibt es zum Beispiel die Cashback Karte von swisscard: cashback-karte.ch/de/
Die Karte kann Apple Pay und Samsung Pay und ist "gratis" (das heisst, es gibt keine Jahresgebühren).

Revolut steht unter anderem wegen den schlechten Arbeitsbedingugen in der Kritik [1][2][3] und würde ich persönlich jetzt nicht unterstützen, aber das muss jeder selber wissen.

[1] tagesanzeiger.ch/digital/di...
[2] techgarage.blog/miserables-...
[3] wired.co.uk/article/revolut...

26.03.2019
User adr1vn

Cool, danke für die Antworten. Die Cashback Karte kannte ich noch nicht, werde ich mir anschauen. :)

@ToastMalone
Ich meinte natürlich ist bekannt, ob Apple Card auch in der Schweiz verfügbar sein wird. Sorry für das Missverständnis. :)

26.03.2019
User stefanwolf

Ob die Cashback-Karten von Swisscard besser sind, als die Apple Card, wage ich zu bezweifeln. Swisscard erhebt zwar einerseits keine Gebühren für die Karte, aber 1% Cashback hast du auch nur beim Einsatz der Amex-Karte, welche deutlich weniger akzeptiert ist, als Mastercard, mit welcher du nur 0.2% Cashback bekommst. Ausserdem liegt der Zinssatz von 11.95% über dem schweizer Durchschnitt und die Kommission für Auslandzahlungen beträgt 2.5%, d.h. wenn du ein AirBnB buchst und sei es in CHF, bezahlst du bei einem Preis von 1000CHF genau 25CHF Kommission. Swisscard muss das “gratis” halt an anderer Stelle wieder reinholen.

Das heisst nicht, dass die Apple Card besser wäre, die ist zwar fast überall kostenlos, aber Apple verlangt ein Zinsband von 13,24 - 24,24% Jahreszins. Ist dann auch nicht mehr günstig.

Ich empfehle den Einsatz einer Revolut-Card. Auch wenn hier manche sagen, dass die Arbeitsbedingungen scheisse seien bei denen, die sind bei den chinesischen Arbeitern in den Fabriken, die die iPhones und Galaxy Phones herstellen, vieeeeel mieser.

Oder Cornercard, die sind auch super, günstig und super Kundendienst.

26.03.2019
Antworten