

Annaotto: Das verdrehte Kartenspiel der Brunau-Stiftung
Zusammen mit der Familie entworfen, in Winterthur gedruckt und in Zürich verpackt. Das bunte Kartenspiel Annaotto von Urs Robustelli und der Brunau-Stiftung ist nicht nur ein Hingucker, sondern auch toll zu spielen.
Urs Robustelli ist nicht nur der Kopf und Autor hinter Annaotto, sondern auch Teamleiter Buchhaltung sowie stellvertretender Bereichsleiter der Brunau-Stiftung, einer sozialen Non-Profit-Organisation mit Sitz in Zürich. Die Stiftung setzt sich für die Ausbildung junger Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen ein und bietet ihnen einen geschützten Arbeitsplatz. Auf der Suche nach einem grösseren Logistikauftrag, kam ihnen die Idee, ein eigenes Spiel zu entwickeln und selbst du vermarkten. Für die Entwicklung der Spielidee hat Robustelli tatkräftige Hilfe von seinem zwölfjährigen Sohn Henri bekommen. Auch andere Familienmitglieder wurden in das Projekt eingespannt. So übersetzte seine Schwiegermutter die Spielanleitung ins Französische, sein Bruder drehte das Erklärvideo und das Design stammt von seiner Tochter.
Annaotto basiert auf demselben Spielkonzept wie UNO oder Frantic. Der Reihe nach legst du Farbe auf Farbe oder Muster auf Muster deine Karten ab. Auch Sonderkarten wie zum Beispiel Richtungswechsel oder Auslassen finden sich in Annaotto wieder. Speziell ist jedoch, dass die Karten auf beiden Seiten spielbar sind. Nach dem Austeilen der Karten musst du dich für eine Seite entscheiden. Zudem darfst du mit den Kartenrückseiten deiner Gegner spielen. Du kannst dich also entscheiden, ob du deine eigene Karte oder die eines Mitspielers ablegen willst. Gewonnen hat, wer als Erster keine Karten mehr in der Hand hält. In einem Interview mit der Höngger Quartierzeitung erzählte Robustelli: «Es ist zwar ein einfaches Kartenspiel, aber gleichzeitig hat es eine neue Herausforderung und eine Fröhlichkeit in der Farbigkeit.»

Das Kartenspiel Annaotto ist nicht nur herzig gestaltet, sondern auch ein angenehm kurzweiliges Spiel für zwischendurch oder als Aufwärmung für einen längeren Spieleabend. Mir gefällt besonders, dass Annaotto fair und nachhaltig in der Schweiz produziert wird. Etwas, das meiner Meinung mehr geschätzt und gefördert werden sollte.
Bezahlt werde ich dafür, von früh bis spät mit Spielwaren Humbug zu betreiben.
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