
60+ Games gespielt: Das sind unsere Highlights der Gamescom 2026
Über 60 Games haben wir an der Gamescom ausprobiert. Hier sind unsere Highlights.
Auf dem Titelbild von links nach rechts: «Metro 2039», «Tides of Annihilation», «1001 Threads of Mizan», «Neo Berlin».
Wir sind zurück von der Gamescom. In Köln haben wir uns wieder durch eine schier unglaubliche Anzahl an Spielen gekämpft. Hier findest du unsere (vorläufigen) Highlights.
Domagojs Highlights

Quelle: Domagoj Belancic
«Nintendo Switch Sports Resort»
«Nintendo Switch Sports Resort» verspricht schon jetzt ein weitaus umfangreicheres und besseres Game zu werden als der magere Vorgänger «Nintendo Switch Sports» (2022). Der Titel schnürt ein gelungenes Gesamtpaket, das nostalgisches Wii-Gameplay mit frischen Ideen verbindet.

Quelle: Nintendo
Mit Redaktionskollege Kevin teste ich an der Gamescom verschiedene Sportarten – unter anderem eine Bowlingpartie mit 100 Pins. Mein Muskelgedächtnis wird sofort aktiviert und ich fühle mich, als würde ich 2006 mit der guten alten Wii-Remote rumfuchteln. Weitere Sportarten aus vergangenen «Sports»-Teilen versprechen eine ähnlich nostalgische Spielerfahrung: Boxen, Tischtennis, Tennis, Bogenschiessen, Volleyball, Golf, Propellerflugzeug und Basketball. Herrlich.

Quelle: Nintendo
Auch die neuen Sportarten sind reizvoll: Wasserscooter, Skateboarden und Daumenwrestling. Gegen Kevin versuche ich mich in letzterer Disziplin. Wir halten die Joy-Con-2-Controller vertikal und bewegen unsere virtuellen Daumen mit Bewegungssteuerung hin und her und versuchen, den gegnerischen Daumen herunterzudrücken.

Quelle: Nintendo
Es gilt: hohes Risiko, hohe Belohnung. Senke ich meinen Daumen ab, lädt er sich auf und wird grösser. Damit kann ich Kevins Daumen leichter niederdrücken – aber während der Aufladephase kann er mich auch einfacher erwischen. Hat mich Kevin niedergerungen, versuche ich, mich mit wildem Fuchteln des Joy-Cons zu befreien. Das geht ganz schön in die Arme – und macht verdammt viel Spass.
Wann: 22. Oktober
Plattformen: Switch 2
«Ace Combat 8»
Phil hat Bandai Namcos Flugzeugspiel bereits im Mai angespielt. An der Gamescom habe ich es mir nicht nehmen lassen, selbst Hand anzulegen und ein paar Jets vom Himmel zu schiessen.
Ich kann Phil beipflichten – «Ace Combat 8» hat die schönsten Game-Wolken aller Zeiten. Es fühlt sich unbeschreiblich cool an, durch die volumetrischen Wolkengebilde zu fliegen, während Regentropfen meine Sicht zunehmend verdecken. Gameplaymässig fühle ich mich als Fan des Vorgängers sofort zuhause. Grosse Neuerungen bemerke ich in der absolvierten Gamescom-Mission keine. Aber das ist okay – ich will einfach mehr «Ace Combat». Und genau das bekomme ich hier.

Quelle: Bandai Namco
Wann: 2. Oktober
Plattformen: PS5, Xbox Series X/S, PC
«Silent Hill: Townfall»
Konami beglückt «Silent Hill»-Fans und Liebhaber des Horror-Genres im September mit einem besonderen Schmankerl. Das Spinoff «Silent Hill: Townfall» stammt nicht vom japanischen Unternehmen selbst, sondern wurde vom schottischen Indie-Studio Screenburn (ehemals bekannt als No Code) entwickelt.
Das Ergebnis dieses Experiments haut mich an der Gamescom um. Ich bin begeistert von der bedrückenden Atmosphäre, die das kleine Studio auf den Screen zaubert. Das Game schmeisst mich zu Beginn ins kalte Wasser – wortwörtlich. Der Protagonist Simon Ordell wacht desorientiert im schottischen Meer auf und klettert mit letzter Kraft auf einen rettenden Steg. Er befindet sich in einer mysteriösen, ausgestorbenen Kleinstadt voller Nebel.
Wieso bin ich hier? Was ist mit den Bewohnern passiert? Und was sind das für hässliche Monster, die durch die Gassen schlurfen? Simon hat ebenso wenig Ahnung wie ich – zusammen kämpfen wir uns durch den beklemmenden Nebel und suchen nach Antworten.

Quelle: Konami
Simon ist kein Superheld – direkte Konfrontationen mit Gegnern sollte ich vermeiden. Mit einem mobilen TV-Gerät (das Game spielt im Jahr 1996) sehe ich die grotesken Monster durch Wände hindurch und kann ihnen so aus dem Weg gehen.
Mir gefällt, wie das Game mit meinen Erwartungen spielt – gelegentlich werde ich vom Spiel gefragt, ob ich eine Tür nun wirklich aufmachen möchte. Ja. Ganz sicher? Verdammt, Spiel, wieso fragst du so verdächtig? Was erwartet mich hinter der Tür? Aaargh!

Quelle: Konami
Grafisch ist das Game eine Bombe. Präsentiert in einem cineastischen 21:9-Format, wirkt die atmosphärisch beleuchtete schottische Hafenstadt aus der Egoperspektive oftmals photorealistisch. Ich freu mich wie verrückt auf den Release und scheiss mir jetzt schon in die Hosen.

Quelle: Konami
Wann: 24. September
Plattformen: PS5, Xbox Series X/S, PC
«Persona 4 Revival»
Ich bin ein Dummkopf. Ich liebe JRPGs und habe noch nie ein «Persona»-Game gespielt. Auch nicht, nachdem ich «Metaphor: ReFantazio» vom selben Entwicklerstudio regelrecht durchgesuchtet habe. Meine Bildungslücke werde ich 2027 mit «Persona 4 Revival» schliessen – das habe ich mir nach meinem Anspieltermin an der Gamescom fest vorgenommen.
Atlus hat den PS2-Klassiker für moderne Plattformen generalüberholt. Eine von Grund auf neu gestaltete Grafik, modernisierte Bedienelemente, neue Musik, neue Voiceovers, überarbeitete Dungeons und ein aufgefrischtes Kampfsystem. Ich übernehme die Rolle eines Schülers, der in einer unheimlichen Kleinstadt eine Reihe bizarrer Morde und den übernatürlichen «Midnight Channel» untersucht – ein mysteriöses TV-Phänomen, das in verregneten Nächten dunkle Geheimnisse über die Bewohner enthüllt.

Quelle: Sega
Ich habe rund eine Stunde gezockt und dabei zahlreiche Monster in rundenbasierten Kämpfen verkloppt, einen Dungeon erkundet und einen Einblick in den anstrengenden Schulalltag bekommen. Ich will mehr. Sofort.
«Persona»-Fans und Freunde gepflegter JRPG-Kost sollten sich den Titel unbedingt vormerken – auch wenn du, wie ich, bisher noch nicht in die bizarre «Persona»-Welt eingetaucht bist. Gemäss Sega ist es nämlich der «perfekte Einstiegspunkt für Neulinge».

Quelle: Sega
Wann: 18. Februar 2027
Plattformen: PS5, Xbox Series X/S, PC
«Tides of Annihilation»
Chinesische Entwicklerstudios sind gerade sehr fleissig. An der Gamescom Opening Night Live wimmelte es nur so von hochkarätigen Titeln aus dem Reich der Mitte. Eines davon war «Tides Annihilation» von Eclipse Now Games. Das Action-Adventure ist inspiriert von der Geschichte der Artus-Legende und spielt in einem postapokalyptischen London voll bizarrer Monster aus dem Jenseits.

Quelle: Eclipse Glow Games
In der Demo kämpfe ich mich in der Rolle von Gwendolyn – einer der wenigen Überlebenden in der Stadt – durch das Museum of London. Das schnelle und spektakulär inszenierte Kampfsystem fetzt so richtig. Das Besondere: In meinem Loadout kann ich die Ritter der Tafelrunde (genauer gesagt ihre Geister) ausrüsten, die dann an meiner Seite in die Schlacht ziehen. In der Demo wechsle ich zwischen zwei vordefinierten Ritterteams hin und her. Im fertigen Spiel werde ich mir eigene Zweierteams aus insgesamt zwölf Rittergeistern zusammenstellen.
Die Geister erscheinen, wenn ich Spezialangriffe ausführe und verschwinden nach getaner Arbeit wieder im Nirvana. Ihre Fähigkeiten variieren. Mit einem Geist friere ich Gegner für kurze Zeit ein, andere Geister geben mir defensive Vorteile und andere kloppen mit absurd grossen Waffen an meiner Seite mit. Die Geisterfähigkeiten nutze ich auch ausserhalb des Kampfs. So verschiebt ein besonders kräftiger Hüne schwere Kisten oder hebt sie hoch, damit ich auf höher gelegene Plattformen gelange.

Quelle: Eclipse Glow Games
Je weiter ich ins Museum vordringe, desto gehypter werde ich. Ich liebe dieses zerstörte London mit Rittern und Geistern. Das Highlight der Demo finde ich schliesslich in der ägyptischen Ausstellung des Museums. Dort werde ich plötzlich aus dem apokalyptischen London in eine Wüstenlandschaft teleportiert, in der ich gegen den Totengott Anubis antrete. What the fuck? Das hätte ich nicht erwartet.

Quelle: Eclipse Glow Games
Ich bin gespannt, welche weiteren Mythologien im fertigen Spiel noch auftauchen werden. Ebenfalls freue ich mich auf die bereits angeteaserten Bosskämpfe gegen gigantische Bossgegner à la «God of War», die ich in der Demo noch nicht gesehen habe. Ich bin mir sicher – «Tides of Annihilation» wird ein wilder Ritt.
Wann: 2027
Plattformen: PS5, Xbox Series X/S, PC
Philipps Highlights

Quelle: Philipp Rüegg
«The Witcher 3: Songs of the Past»
Der weisshaarige Brummbär ist zurück: In einer Hands-Off-Session durfte ich Geralt eine Stunde lang auf seinem neuen Abenteuer begleiten. Der überraschende dritte DLC «Songs of the Past» schickt den Hexer nach Letten. In der neuen Region erwartet ihn eine Geschichte, in der mal wieder sein guter Freund und Musiker Dandeleon vermisst wird. Zusammen mit dessen Cousine geht es in einen verwunschenen Wald voller Pflanzenmonster, denen Geralt nur mit Gewalt ihre Geheimnisse entreissen kann.

Quelle: CD Projekt Red
Auf dem Abenteuer kommen die neuen Kampfanimationen und besonders die blutigen Finisher zum Einsatz, die ebenfalls Teil des kommenden Remasters sind (der ist übrigens kostenlos!). Gerade in Kombination mit der Kettenwaffe – ebenfalls neu – wirken die Gefechte abwechslungsreicher. So reisst Geralt damit Gegnern die Schilde weg oder zieht sie zu sich heran, um sie anschliessend einen Kopf zu verkürzen.
Bei den übertriebenen Finishern gibt es zustimmendes Gelächter unter den anwesenden Medienmenschen.

Quelle: CD Projekt Red
Auch wenn ich dem Spiel sein Alter eindeutig ansehe, besonders bei den Gesichtern, haut mich die Welt und die Erzählweise immer noch aus den Socken. «Songs of the Past» verspricht ein weiteres packendes Kapitel im Leben des Hexers zu werden, das ich garantiert verschlingen werden.
Wann: 2027
Plattformen: PS5, Xbox Series X/S, Switch 2, PC
«Neo Berlin»
Die Mauer ist zurück: Dieses Mal allerdings nicht, um Ost- von Westberlin zu trennen. In diesem futuristischen Action-Thriller bildet sie die Grenze zwischen den im Luxus schwimmenden Reichen und der dystopischen Aussenwelt. In meiner halbstündigen Anspielsession zeigen mir die Entwickler des deutschen Studios Elysium Game Studio das ambitionierte Projekt, das sich hinter keinem AAA-Game verstecken muss. Sie betonen dennoch, dass sie ein kleines Studio sind. Das Spiel ist darum relativ linear.

Quelle: Elysium Game Studio
Als Detective Nolan schickt man mich als Erstes zu einem Tatort in einer Industrieanlage. Den untersuche ich mit meinem Scanner und tauche anschliessend via eines Chipimplantats einer Leiche in dessen Gedächtnis ein. Darin erlebe ich in einer interaktiven Sequenz die Erinnerungen des Verstorbenen.
Später wird auch geballert – inklusive Bullet-Time mit flatternden schwarzen Mänteln. «The Matrix» lässt grüssen. Dass die Hauptfigur im Englischen von Elias Toufexis gesprochen wird, der für die «Deus Ex»-Reihe bekannt ist, passt wie die Faust aufs Auge.

Quelle: Elysium Game Studio
Wann: 2028
Plattformen: PS5, Xbox Series X/S, PC
«Metro 2039»
Geliebte Postapokalypse: Ich kann deinem Ruf einfach nicht widerstehen. Mit «Metro 2039» geht es zum vierten Mal in die Katakomben der Moskauer Metro. Wobei, mittlerweile spielt ein Grossteil des düsteren Action-Games an der verstrahlten Oberfläche.
In der rund halbstündigen Demo starte ich in einer unterirdischen Siedlung, die von Details nur so strotzt. Da arbeitet jemand in einer winzigen Werkstatt, daneben spielen Kinder Tic‑Tac‑Toe auf einem drei Quadratmeter grossen Schulplatz und etwas weiter vorne wird ein Kanaldeckel geschweisst. «Metro 2039» erzeugt sofort diese bedrückende und gleichzeitig faszinierende Atmosphäre.

Quelle: 4A Games
Luft verschaffe ich mir, indem ich an die Oberfläche gehe, wobei es ohne Gasmaske natürlich nicht geht. Auch hier oben kann ich die Postapokalypse beinahe riechen. Verlassene Häuserblocks, zerstörte Fahrzeuge und Mutanten, die an allen Ecken auf mich lauern. Die kreisen mich ein, klettern über überwucherte Schulbusse oder werfen mit Steinen nach mir.

Quelle: 4A Games
Menschliche Gegner gibt es auch wieder, sie schleudern vorzugsweise Schimpfwörter und Granaten nach mir. «Metro 2039» sieht unfassbar gut aus klingt fantastisch. Meine Grafikkarte bekommt schon jetzt Schweissausbrüche, wenn sie sieht, was da für ein Monstrum auf sie zukommt.
Wann: 2027
Plattformen: PS5, Xbox Series X/S, PC
«Dragon’s Dogma 2: Dark Arisen»
«Dragon’s Dogma» ist wirklich nicht das einfachste Game, um nach zwei Jahren mitten in ein wildes Abenteuer zurückgeworfen zu werden. Umso überraschter bin ich, wie schnell ich mich im DLC «Dark Arisen» zurechtfinde. Ich habe zwar keine Ahnung, worum es in der Geschichte geht, aber zum Glück werden mir ein paar tüchtige Pawns zur Seite gestellt. Dank der computergesteuerten NPCs verzeiht es mir das Spiel, dass ich in den ersten Begegnungen wie ein Betrunkener herumstolpere, bis ich die Steuerung intus habe.
Der DLC bringt ein neues Gebiet, neue Dungeons, neue Waffen und was man sonst so alles von einer Erweiterung erwartet. Allen voran sind natürlich die Monster, besonders die grossen, die immer wieder für einzigartige Gefechte sorgen. Auf dem Weg zur Hauptquest erspähe ich eine Art Yeti mit Mammutstosszähnen, den ich mit dem Mut des Ahnungslosen sofort angreife.

Quelle: Capcom
Es entsteht eine wilde Schlacht, bei der mich das Ungetüm über eine Klippe schleudert, um anschliessend selbst herunterzustürzen. Dabei mischen sich Harpyien in den Kampf, die mir auf die Pelle rücken, während ich versuche, das Monster zu erklimmen. Gleichzeitig heilen mich meine Pawns, weichen den Frostangriffen des Yetis aus und lancieren ihre eigenen Angriffe. Es ist pures Chaos, wie es nur «Dragon’s Dogma 2» erzeugen kann.
Am Ende der Demo wartet ein noch grösserer Boss auf mich, ein ekliger Drache, dessen Herz aus seiner Brust ragt. Nach 15 Minuten Kampf, in denen ich zu keiner Zeit an unseren Erfolg glaube, regeneriert sich der Drache vollständig. Bevor ich verzweifelt das Handtuch werfe, erlöst mich das Spiel und gratuliert mir zu meinem tollen Spiel. Das Kompliment gebe ich an Capcom zurück. Dieser DLC wird ein Fest.
Meine Review zum Hauptspiel findest du hier:
Wann: 9. Oktober 2026
Plattformen: PS5, Xbox Series X/S, Switch 2, PC
Kevins Highlights

Quelle: Kevin Hofer
«Mega Man: Dual Override»
Der blaue humanoide Roboter namens Rock ist zurück. Ich durfte mich durch drei klassische «Mega Man»-Level kämpfen. Wie schon immer zeichnet sich «Mega Man» dadurch aus, dass er die Fähigkeiten besiegter Gegner kopieren kann. In der Gamescom-Demo steht mir für meinen Durchgang nur eine zur Verfügung. Statt zu ballern, dashe ich eine begrenzte Distanz nach vorne und verursache so Schaden. Diese Fähigkeit ist jedoch durch eine entsprechende Leiste begrenzt.

Quelle: Capcom
Ich kämpfe mich durch die, zumindest in der Demo, relativ kurzen Level und muss am Ende einen Boss besiegen. Die Level sind cool designt und ich muss mir genau merken, welche Gegner wo erscheinen und mich wie am Weiterkommen hindern wollen. Fies: Werde ich getroffen, schleudert mich der Aufprall etwas zurück, was das Plattforming erschwert. Ich bin mehr als einmal gestorben.
Was mir auch auffällt: Im Gegensatz zu modernen 2D-Action-Plattformern und Metroidvanias wie «Silksong» bewegt sich Rock nicht so athletisch. Aufgrund seiner Behäbigkeit muss ich mich umstellen, was mir in der kurzen Zeit mit der Demo schwerfällt.

Quelle: Capcom
Erst in Level 1-3 treffe ich auf den Boss dieses Abschnitts: Twinkle Girl. Wo ich die vorherigen Bosse noch relativ leicht durch Ballern und simplem Ausweichen erledigt habe, ist sie schon eine grössere Herausforderung. Sie bewegt sich deutlich schneller und hat mehr Angriffsmuster, die ich durchschauen muss. Sie lässt mich auch nicht nahe an sich heran.
Nach mehreren Toden stelle ich fest: Ich muss meine Strategie umstellen und setze auf Rocks kopierte Fähigkeit. Dank dieser bin ich während des Dashs nach vorne kurz unantastbar und kann so Twinkle Girls Angriffen ausweichen und sie gleichzeitig attackieren. Es macht Spass, ihre Muster zu lernen und mich auf sie einzustellen. Jetzt bin ich definitiv gehypet für das Spiel und will zum ersten Mal seit über 30 Jahren wieder ein «Mega Man» durchzuzocken.
Wann: 2027
Plattformen: PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Switch, Switch 2, PC
«Age Twisters»
Nach meiner Anspielsession mit «Age Twisters» bin ich überzeugt: Das Spiel wird der Koop-Hit im nächsten Jahr. Im Gegensatz zu «Split Ficiton» steuere ich die Protagonisten, eine Enkelin und ihren Grossvater, nicht im Splitscreen, sondern aus einer isometrischen Perspektive. So sind wir immer zusammen und sehen dasselbe. Statt mit dem rechten Stick die Kamera auszurichten, ziele ich mit ihm. So werfe ich etwa Basketbälle in Körbe, tausche als Kind mit einem Jojo Körper oder als Teenager drumme ich so heftig, dass sich die Zeit verlangsamt.

Quelle: Piccolo Studio
Womit ich beim zentralen Gameplayfeature bin. Die Charaktere können per Knopfdruck das Alter wechseln: vom Kind, über Teenager, zum Erwachsenen und Rentner oder Rentnerin. Dabei haben alle ihre Stärken und Schwächen. Als Kind kann ich etwa nicht auf hohe Ebenen klettern, als Rentnerin kann ich nicht über Lücken springen.
Mit der Zeit (pun intended) lerne ich Fähigkeiten für jede Altersgruppe. In meiner halbstündigen Anspielsession habe ich nur die Altersgruppen Kind und Teenager freigespielt. Das eröffnet bereits viele Gameplaymöglichkeiten. Damit nicht genug, sollen später noch spezielle Gegenstände hinzukommen, die Abwechslung in die Mechaniken bringen. Gemäss den Entwicklern verändert sich das Gameplay dadurch ständig und fühlt sich stets frisch an.

Quelle: Piccolo Studio
Bei der Story und den Charakteren fällt klar der Einfluss von Pixar-Filmen auf. Es werden Witze im ähnlichen Stil gerissen und an allen Ecken und Enden sehe ich skurrile, spassige Szenen. Etwa, wenn ein Bösewicht sich selbst einsperrt und in der Zelle von einem wütenden Hahn verfolgt wird.

Quelle: Piccolo Studio
Im Kern der Geschichte geht es um die Beziehung zwischen den Generationen. Wie bei den Filmen soll der Inhalt für Kinder sowie Erwachsene zugänglich sein. Der Humor und die farbenfrohe Welt für die Kids, die doch tiefgründige Beziehung zwischen den Generationen für die Grossen. Dabei seien die Charaktere gemäss Entwicklerstudio zu Beginn bewusst klischiert, später sollen sie dann mehr Tiefe bekommen. Ich bin gespannt und freu mich riesig drauf. Vielleicht bekomme ich mit «Age Twisters» endlich meine Frau dazu, mit mir zu zocken.
Wann: 2027
Plattformen: PS5, Xbox Series X/S, Switch 2, PC
Lucas Highlights

Quelle: Luca Fontana
«1001 Threads of Mizan»
Es war einmal ein König, der von seiner Frau betrogen wurde. Er liess sie töten und fasste einen grausamen Entschluss: Fortan heiratete er jeden Abend eine neue Frau und liess sie am nächsten Morgen hinrichten, bevor auch sie ihn betrügen konnte. Bis Scheherazade kam. Sie erzählte ihm eine Geschichte – und hörte ausgerechnet an der spannendsten Stelle auf. Wie es weitergehe, wollte der König wissen. Morgen, antwortete sie. Also liess er sie leben.
So ging das tausendundeine Nacht lang. Scheherazade erzählte von Abenteuern und Dschinn, aber auch von Liebe, Moral und dem Wert des Lebens – bis ihre Geschichten den zornigen König schliesslich veränderten. Genau diese legendäre Erzählerin steht auch im Zentrum von «1001 Threads of Mizan».

Quelle: MBC Game Studio
Das Koop-Action-Adventure ist das Debüt des neu gegründeten MBC Game Studio. Ein Erstlingswerk von Anfängern ist es allerdings nicht: Im Team stecken ehemalige Entwickler von Studios wie BioWare, Bungie, Ubisoft Montréal und Hi-Rez, finanziell steht dahinter die mächtige MBC Group.
Das merke ich der frühen Gamescom-Demo bereits an. Zwei Kollegen und ich schlüpfen in die Rollen von Scheherazades drei Recken: eine flinke Fernkämpferin, ein Nahkampf-Damage-Dealer und ein bulliger Tank. Auf fliegenden Teppichen rasen wir durch Wüsten, Schluchten und Oasen, ehe wir absteigen und den ersten Gegnern einheizen. Das Kampfsystem erfindet mit leichten und schweren Schlägen sowie Spezialattacken nichts neu. Muss es aber auch nicht. Schon jetzt spielt es sich erstaunlich rund und elegant. Mit meiner Bogenschützin nehme ich per Spezialattacke gleich mehrere Gegner ins Visier und jage ihnen gleichzeitig magisch verstärkte Pfeile entgegen. Geil!

Quelle: MBC Game Studio
Am Ende der Demo wartet ein gigantischer Dschinn, der auch in «Shadow of the Colossus» nicht fehl am Platz wirken würde. Einfach draufhauen reicht hier nicht mehr. Wir müssen seine Angriffsmuster lesen, ausweichen und uns absprechen, während der Kampf zwischen Boden und Luft wechselt. Erst mit Teamwork bringen wir das Ungetüm schliesslich zu Fall.

Quelle: MBC Game Studio
Und dann sitzt da wieder Scheherazade. Wir wollen natürlich wissen, wie unsere Geschichte weitergeht. Ihre Antwort: Das sei eine Geschichte für ein anderes Mal. Damit wird sie nicht nur zur Anführerin unserer drei Helden, sondern zum erzählerischen Rahmen des ganzen Spiels. Jede Mission fühlt sich an wie eine neue Geschichte aus «Tausendundeiner Nacht». Eine ziemlich charmante Idee – und nach meiner ersten davon will natürlich auch ich wissen, wie die nächste weitergeht. Hoffentlich nicht erst in 1001 Nächten; ein Release-Datum ist offenbar noch in weiter Ferne.
Wann: unbekannt
Plattformen: PS5, Xbox Series X/S, Switch 2, PC
«Zoopunk»
«Zoopunk» sieht erstaunlich fertig aus. Das scheint den Entwickler, der uns durch die rund halbstündige Hands-Off-Demo führt, selbst etwas nervös zu machen. Immer wieder betont er, dass alles noch «Work in Progress» sei und sich bis zum Release ändern könne. Verstanden. Nur: Was ich auf dem Bildschirm sehe, wirkt bereits verdammt rund.
«Zoopunk» stammt vom chinesischen Studio TiGames und ist ein Prequel zum 2021 erschienenen «F.I.S.T.: Forged in Shadow Torch». Statt eines 2,5D-Metroidvanias entsteht diesmal ein ausgewachsenes 3D-Action-RPG mit mehreren spielbaren Tierhelden. Sechs sollen es laut den Entwicklern werden. Pro Mission stelle ich mir ein Team aus drei davon zusammen. In der Demo sehen wir den Hasen und Allrounder Rayton, das brachiale Nashorn Braton mit seiner riesigen Kettensäge und das flinke Streifenhörnchen Trixie.
Obwohl sie derselben Steuerungslogik folgen, kämpfen die drei sichtbar unterschiedlich. Leichte und schwere Angriffe lassen sich zu Kombos verketten, zusammen mit der Schultertaste werden daraus Spezialattacken. Ein bisschen erinnert mich das an Insomniacs «Spider-Man»-Spiele. Revolutionär sieht das nicht aus, dafür schnell, geschmeidig und schon erstaunlich ausgereift.

Quelle: TiGames
Noch mehr Eindruck hinterlassen bei mir die Schauplätze. Erst prügelt sich Rayton auf einem rasenden Schwebezug durch verschneite Berge – ein bisschen wie der Zugüberfall in «Solo: A Star Wars Story», bloss mit einem mechanisch aufgerüsteten Hasen. Danach geht es mit Trixie durch eine saftig grüne Küstenlandschaft mit Wäldern, Bergen und einem Dorf voller Murmeltiere. Dazwischen: rivalisierende Tierclans, Roboter und jede Menge herrlich überdrehte Action.
Spielen durfte ich «Zoopunk» leider nicht selbst. Nach der Demo hätte ich aber liebend gerne den Controller übernommen. Vielleicht ist bis dahin sogar alles etwas «fertiger».
Wann: unbekannt
Plattformen: PS5, Xbox Series X/S, PC
War's das schon?
Nein, das waren noch nicht alle Highlights. In den kommenden Tagen verrät dir Phil noch unsere Geheimtipps mit kleineren Titeln und Indie-Perlen von der Gamescom.
Wir haben zudem zahlreiche Einzelvorschauen zu Games vorbereitet, die wir besonders detailliert angeschaut haben – freu dich auf Previews zu «Fable», «Stranger Than Heaven», «Star Wars: Galactic Racer» und vielen weiteren Spielen, die wir noch nicht verraten können. Zum Beispiel «█████████», «██████████████████» und insbesondere «████».
Halte auch Ausschau nach unserem Merch-Beitrag – wir haben wieder viele Gadgets geschenkt bekommen, die wir mit unserer Community teilen wollen.
Folge dem Gaming Topic und den verlinkten Autoren, um nichts zu verpassen.

Quelle: Luca Fontana
Hast du Fragen zu den vorgestellten Games? Wir beantworten sie gerne in den Kommentaren. Welche Spiele haben dich am meisten überzeugt? Und zu welchen Games möchtest du in kommenden Einzelvorschauen noch mehr Infos bekommen?
Meine Liebe zu Videospielen wurde im zarten Alter von fünf Jahren mit dem ersten Gameboy geweckt und ist im Laufe der Jahre sprunghaft gewachsen.
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