
Die Bestseller von Athena in der Kategorie Belletristik
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1. Athena Bibiella:Wesen der Luft
Dieser Band widmet sich der Poesie der Luft: dem Medium selbst, atmend, gleichsam grosser Kokon um unseren Globus, und dem, was darin lebt, es atmend erfüllt, veränderlich in der Konstanz, atmosphärisch im Kontinuum von Himmel und Erde mit seinen unablässig wechselnden Bildern, Dialogen des Leichten und des Schweren, der Ruhe und der Bewegung, der Vögel, der Bäume, Regens und Lichts, Wolken und Sonne, der Tages- und der Jahreszeiten, und schliesslich den in allem sich wie Eingedenk-Momente zartgliedrig abzeichnenden Befindlichkeiten des Menschen, heraufgetragen von einer Sprache, die sich preisgibt, scheu, verletzlich. Wieder, wie im bisher publizierten Werk der Lyrikerin, beziehen die Gedichte ihre stofflichen Anlässe, gedanken-sinnlichen Impulse aus der Natur, der Kunst und der Musik. Voller Wärme und Vertrauen verbinden sich Sonette, freie lyrische Formen und äusserst lakonische Sprachgebilde, denen nur ein ganz zartes Sosein eignet, zu einer poetisch-kompositorischen Gesamtdramaturgie von grosser Dichte und Fühlsamkeit. Begleitet werden sie von der Melodie eines sechzehnteiligen Zyklus von Fotografien, die mit ihren Luft-Sujets, im Schwarz-Weiss-Habitus gehalten, Licht- und Schattennuancen von atmosphärischer Tiefe und Schönheit zum Klingen bringen.

2. Athena Abendspinne
Es liegt im Wesen des Gedichtes, dass ein Verstehen häufig nicht beim ersten Versuch gelingt. Nicht so beim vorliegenden Band. Gleich der titelgebenden Abendspinne spannt Christopher Onkelbach einen zarten Faden aus Sprache. Er erzählt von Abschieden und Aufbrüchen, von Gewalt und Zärtlichkeit, von Naturbeobachtung und innerer Bewegung, und mit jedem erneuten Lesen offenbaren sich weitere Ebenen. Der Lyriker führt uns zu überraschenden Perspektiven und lässt uns sehen, was eigentlich nicht sichtbar ist. Seine Gedichte sind dabei klar, schnörkellos, reduziert und doch, wie das Netz einer Spinne, von poetischer Schönheit. Der Gedichtband ist eine Einladung innezuhalten: für das Trauerlied oder die Rosen von Isfahan, das Flüstern des Windes, den letzten Blick. Für alle, die spüren wollen, was zwischen den Zeilen lebt: Wenn mich nicht Generationen anschauten aus dem flachen Schlick, ich könnte ein Tretboot mieten. Tuschezeichnungen des Autors ergänzen den Band.

3. Athena Linde:Das Gefälle dieser Tage
Ralph Linde gelingt ein Gegenentwurf zur nachlässig, uneindeutig gewordenen Sprache, die uns umgibt. Mit Empathie und feinem Gespür lotet er Spannungsfelder aus: Nähe und Entfernung, Entfremdung und Erinnerung, Bewegung und Stillstand. Ein Balanceakt zwischen zwei Polen, der den Moment fürchtet, in dem ein ins Rutschen geratenes Wort alle anderen mitreisst. Seine Sprache ist genau, bildstark, manchmal schmerzhaft ehrlich, dabei nie laut. Sätze wie "Das Zimmer, in dem ich einmal sterben werde, gibt es schon." treffen unmittelbar. Die Gedichte sind Beobachtungen und innere Dialoge, tastende Bewegungen durch gelebte Erfahrung, immer auf der Suche nach der eigenen Haltung. Jeder Text zeugt von grosser, sensibler Sprachkraft und bedingungslosem lyrischen Anspruch. Ralph Lindes Gedichte muten nach mehrfachem Lesen bereits wie Freunde an, Freunde, die man nicht mehr missen möchte.

4. Athena Ingrid:Heimwärts
Ingrid Haushofers Texte begleiten auf der letzten Etappe des Lebenswegs, dem dritten Lebensalter. Vor dem inneren Auge ziehen in der Rückschau Bilder gelebten Lebens vorbei, in denen der Leser sich wiederfinden kann, wo eigene Lebenserfahrungen zur Sprache gebracht und in ein grösseres Verstehen eingeordnet werden. Die Gedichte sind getragen von der festen Zuversicht, dass unser aller Weg, wenn er auch oftmals durch Beschwernisse und Dunkel führt, am Ende ins Licht, in die Fülle des Lebens mündet. Die Gewissheit, dass es ein Weg zurück nach Hause, ein Heimweg ist, gibt Hoffnung und Trost. Die Gedichte können besonders Menschen ansprechen, die ihr eigenes Lebensalter bewusst wahrnehmen und reflektieren wollen und solche, die andere auf dieser Wegstrecke begleiten - als Freunde, in der Familie, in Heimen oder in der Hospizarbeit.

5. Athena Blau aus allen Wolken
"Blau aus allen Wolken" von Maria LJ Hirschmann ist ein eindrucksvolles Werk, das sich mit den Herausforderungen und Unwägbarkeiten des menschlichen Daseins auseinandersetzt. Die Autorin thematisiert die Unbeständigkeit des Lebens und die damit verbundenen emotionalen und sozialen Umbrüche. Durch ihre originelle Wortwahl und kreative Komposition schafft sie es, ernste Themen wie Krieg, geistige Verblendung und die Suche nach Frieden und Heilung in ein Licht zu rücken, das sowohl nachdenklich als auch ermutigend ist. Hirschmanns Gedichte fungieren als „betretbare Inseln“, die den Leser dazu einladen, innezuhalten und die kleinen und grossen Glücksmomente des Lebens zu erkennen. Ihre Texte sind geprägt von einer tiefen Zuwendung zum Leben und einem ständigen Dialog mit der Umwelt, sei es mit Menschen, Träumen oder der Natur. Die Lyrikerin vermittelt die Botschaft, dass in den alltäglichen Dingen eine erhellende Schönheit verborgen liegt, die es zu entdecken gilt.

6. Athena Lisson:Mitternachtsträume
Niklas Carlo Lissons Gedichte bewegen sich in einem Zwischenreich. Sie befinden sich dort, wo Traum und Wirklichkeit ununterscheidbar ineinanderfliessen, wo Sprache tastend nach Bedeutung sucht und sich zugleich an ihrer eigenen Grenze reibt. "Mitternachtsträume" versammelt Texte, die sich dem Festen entziehen und gerade darin ihre Kraft entfalten. Es ist ein Lyrikband über das Dazwischen - zwischen Schlaf und Wachsein, Nähe und Entfremdung, Sinnsuche und Sprachskepsis. In dichten, assoziativen Bildern entstehen Szenen von eigentümlicher Vertrautheit: das Flackern einer Laterne, das Knistern einer Chipstüte, das leise Atmen eines schlafenden Gegenübers. Doch unter der Oberfläche des Alltäglichen öffnen sich andere Räume. Fragen nach Zeit, Identität und Vergänglichkeit treten leise, aber eindringlich an die Oberfläche. Immer wieder ist da ein Ich, das sucht - sich selbst, die Sprache, einen Halt im Ungewissen. Es verliert sich, entwirft sich neu, ringt um Ausdruck für das, was sich nicht festhalten lässt. Lissons Sprache ist dabei sinnlich und reflektierend, mal rau und fragmentarisch, dann wieder gekennzeichnet von zarter Klarheit.

7. Athena Strittmatter:Fallende Sterne
"Fallende Sterne" von Matthias Strittmatter ist ein eindringlicher Roman, der sich mit dem Thema des plötzlichen Kindstods auseinandersetzt. Die Erzählung bietet eine tiefgehende Reflexion über Verlust, Trauer und die Herausforderungen, die mit einem solchen Schicksalsschlag verbunden sind. Durch eine einfühlsame und präzise Sprache wird die emotionale Reise der Protagonisten nachvollziehbar gemacht. Der Autor schafft es, die komplexen Gefühle und Gedanken, die mit dem Verlust eines Kindes einhergehen, authentisch darzustellen. Die Geschichte lädt die Leser ein, sich mit den Fragen des Lebens und der Vergänglichkeit auseinanderzusetzen und bietet Raum für Empathie und Verständnis. Die Erzählung ist nicht nur eine literarische Auseinandersetzung mit einem schwierigen Thema, sondern auch eine Einladung zur Reflexion über das eigene Leben und die Beziehungen zu geliebten Menschen.

Strittmatter:Fallende Sterne
Deutsch, Matthias Strittmatter, Susanne Strittmatter, Yaron Windmüller, 2024
8. Athena Billeter:Rias rauchige Stimme und ander
In 'Rias rauchige Stimme und andere Geschichten' entführt Fritz Billeter die Lesenden in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Die Erzählungen zeichnen sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit den Wendepunkten im Leben der Protagonistinnen und Protagonisten aus. Charaktere wie Ria mit ihrer markanten, rauchigen Stimme, der unscheinbare Heini Bischoff und der mysteriöse James, der unerwartet im Dschungel erscheint, werden in ungewöhnliche und teils surreale Umgebungen versetzt. Die Geschichten bieten nicht nur spannende äussere Abenteuer, sondern auch tiefgründige innere Reisen, in denen die Figuren mit persönlichen Herausforderungen und moralischen Dilemmata konfrontiert werden. Billeter gelingt es, mit feinem Gespür für das Wesentliche, die Leserinnen und Leser zum Nachdenken über eigene Lebensentscheidungen anzuregen. Die Erzählungen brechen mit traditionellen sozialen Normen und eröffnen neue Perspektiven auf das menschliche Dasein. Dabei wechseln die Geschichten zwischen humorvollen Momenten und ernsten, nachdenklichen Passagen, die sowohl Lachen als auch Unbehagen hervorrufen. Die literarische Vielfalt und die überraschenden Wendungen machen dieses Werk zu einem anregenden Leseerlebnis.

Billeter:Rias rauchige Stimme und ander
Deutsch, Fritz Billeter, 2024
9. Athena Warum ich keine Skifahrerin wurde
Ein junges Mädchen verlässt Anfang der 1970er Jahre sein Elternhaus im Ruhrgebiet, um als Arzthelferin in einer Krebsklinik im Allgäu zu arbeiten. Lakonisch und humorvoll erzählt die Autorin in ihren Kurzgeschichten vom Erwachsenwerden in einer bizarr anmutenden Welt voller skurriler und anrührender, aber auch inspirierender Menschen.

10. Athena Alles ist Anfang
Was bedeutet es, neu anzufangen? In seinem Buch widmet sich der Theologe Richard Riess den vielfältigen Facetten des Anfangs im Leben und Glauben. Mit Essays, Analysen und Reflexionen erkundet er das Spannungsfeld zwischen Werden und Vergehen, Anfang und Ende, und zeigt auf, wie tief das Streben nach Neuanfang in der menschlichen Existenz und der christlichen Tradition verwurzelt ist. Durch den Rückgriff auf biblische Erzählungen, geschichtliche Umbrüche und kulturelle Symbole entfaltet sich ein vielschichtiges Bild von der schöpferischen Kraft des Anfangens. Persönliche, spirituelle und gesellschaftliche Aspekte fliessen dabei ineinander, während zentrale Themen wie Vergänglichkeit, Verantwortung und die Bedeutung von Ritualen und Symbolen im Lebensprozess näher beleuchtet werden. Dieses Buch lädt dazu ein, die eigene Herkunft und das Dasein bewusst wahrzunehmen, den Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen und die Chancen eines Neuanfangs zu entdecken. Mit seiner Verbindung von Theologie, Kultur und seelsorgerischer Praxis eröffnet Alles ist Anfang neue Perspektiven auf das Leben - immer ausgehend von seinem zentralen Moment: dem Anfang.
