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Viel Staub um Nichts? Energielabel bei Staubsaugern

Seit einigen Jahren müssen Hersteller von Staubsaugern die Energieeffizienz ihrer Geräte offenlegen. Seit 1. September 2017 gibt es zusätzlich eine neue Regelung bezüglich Wattzahl. Die Geräte wurden seit der Einführung des Labels sparsamer, wodurch die Auslobung von «A+» bis «A++» ergänzt wurde. Doch was sagen die verschiedenen Angaben auf dem Etikett wirklich über die jeweiligen Staubfresser aus? Und wie hoch ist die Stromersparnis bei einem effizienteren Gerät wirklich?

Wozu gibt es Energielabel?

Die Europäische Union will einen wesentlichen Beitrag zu den Klimaschutzzielen bis zum Jahr 2020 leisten – die Schweiz zieht mit. Die Staubsauger müssen, wie andere Haushaltsgeräte auch, mit einem Energielabel gekennzeichnet werden. Mit der Einführung der Kennzeichnungspflicht verschiedener Geräte werden Unternehmen daran gehindert, stromhungrige Geräte zu produzieren. Dadurch wird es dem Kunden erleichtert, Energiekosten einzusparen und die Umwelt zu schonen. Ausserdem kann der Kunde mittels Energielabel die Kaufentscheidung anhand vergleichbarer Fakten treffen und die Geräte besser vergleichen.

Energieeffizienzlabel erklärt

Bei uns im Onlineshop findest du die Energieeffizienzlabel bei den Produktbildern. So findest du nicht nur schnell alle relevanten Infos, sondern kannst die Produkte untereinander vergleichen. Auch hilft dir die Filterung, effiziente Geräte zu finden. Das Etikett ist immer genau gleich aufgebaut. Hier eine kurze Erklärung:

1. Produktbezeichnung

Hier findest du den Markennamen sowie die genaue Modellbezeichnung.

2. Staubemissionsklasse

Unter der Staubemissionsklasse wird die Qualität der in den Raum abgegeben Luft bewertet. Die Klasse «A» ist am besten, «G» steht für die Klasse mit der schlechtesten Leistung. Wird ein Staubsauger in Klasse «A» eingeordnet, gelangen weniger als 0.02% des eingesaugten Staubes durch die Abluft wieder in den Raum. In Klasse «B» sind es beispielweise 0.02 – 0.08%.

3. Reinigungsklasse auf Teppichen

Die Reinigungsklasse auf Teppichen wird, wie die Staubemissionsklasse, in Prozent angegeben. Diese Reinigungsklasse gibt die maximale Staubaufnahmeleistung des Staubsaugers auf einem Test-Teppich an. Auch hier reicht die Skala von A – G. In Klasse «A» werden nur diejenigen Geräte eingeordnet, die mindestens 9% des Staubes vom Teppich aufnehmen können. Pro Klasse sinkt die Staubaufnahme um jeweils 4%, sodass Staubsauger in Gruppe «G» nur 67% des Staubes aufsaugen.

4. Energieeffizienzklasse

Für Geräte mit Markteinführung bis August 2017

Die Energieeffizienzklassen werden mit den Buchstaben von A – G angegeben, wobei «A» als sehr effizient und «G» als sehr ineffizient gilt. Der Energieverbrauch, angegeben in kWh/Jahr, erhöht sich hierbei um etwa 6 kWh pro Energieeffizienzklasse. Ein Staubsauger der Energieeffizienzklasse «A» verbraucht bei gleicher Nutzung im Jahr also 36 kWh weniger als ein Staubsauger der Klasse «G».

Geräte mit Markteinführung ab September 2017

Die Energieeffizienzklassen werden ab September 2017 von A+++ bis G angegeben. Die neuen Werte «A+», «A++» und «A+++» dienen zur genaueren Differenzierung der sparsamen Geräten. So nimmt ein Gerät der Klasse «A+++» nur noch max. 10 kWh im Jahr auf. Auch hier passiert die Abstufung nach etwa 6 kWh. So verbraucht ein «A++»-Sauger max. 16 kWh im Jahr.

5. Durchschnittlicher jährlicher Energieverbrauch

Der durchschnittliche jährliche Energieverbrauch eines Staubsaugers wird in «kWh/Jahr» angegeben. Dieser Wert basiert auf einer durchschnittlichen Nutzungsfläche von 87m² bei 50 Saugvorgängen pro Jahr. Der Energieverbrauchswert kann sich also, je nach Verwendung des Staubsaugers, ändern und ist von der Grösse deiner Wohnung sowie der Anzahl durchgeführter Saugvorgänge abhängig.

6. Geräuschpegel

Eine letzte Klasse auf dem Energielabel ist der Geräuschpegel des Staubsaugers, der in Dezibel (dB) angegeben wird. Dieser Wert sollte sich zwischen 80 und 85 bewegen und entspricht etwa dem Wert eines gängigen Haartrockners. Je höher die Dezibelzahl, desto lauter ist auch dein Staubsauger.

7. Reinigungsklasse auf Hartböden

Die Reinigungsklasse auf Hartböden ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Die Reinigungsleistung auf Hartböden wird in Prozent angegeben und entspricht der ungefähren Staubaufnahmeleistung auf einer Test-Holztafel, welche mit Fugen versehen ist. Ein Staubsauger kann wieder in eine der sieben unterschiedlichen Reinigungsklassen (A – G) fallen. Die Staubaufnahme sinkt von Klasse zu Klasse um jeweils drei Prozent. Hierbei hat beispielsweise ein Staubsauger der Reinigungsklasse «A» eine um 18% höhere Reinigungsleistung als ein Staubsauer der Klasse «G».

Wesentliche Änderungen im September 2017

Da Geräte immer energieeffizienter werden und viele Modelle unter die Energieeffizienzklasse «A» fallen, macht es Sinn, die sparsamen Geräte untereinander zusätzlich zu differenzieren. So wurden weitere Klassen, analog zu Energielabel bei Grossgeräten, ausgearbeitet. Die Modelle, die nach September 2017 auf den Markt kamen, wurden dementsprechend nach dem neuen Schema ausgezeichnet. Die neuen Regelungen für Staubsauger beinhalten folgende Punkte:

  • Der jährliche Energieverbrauch muss weniger als 43kWh betragen. Gemäss EU-Vorschrift bei 50 Reinigungsvorgängen pro Jahr, bei einem Durchschnittshaushalt von 87m².
  • Die Leistungsaufnahme muss weniger als 900 W betragen.
  • Die Staubaufnahme auf Teppichen muss mindestens 75% betragen – auf Hartböden 98%.
  • Die Staubemission darf nicht mehr als 1% betragen.
  • Der Geräuschpegel darf nicht mehr als 80 dB betragen.

Geräte, welche diesen Anforderungen nicht gerecht werden und bereits im Handel sind, dürfen noch bis zum 31.8.19 verkauft werden.

Die Staubaufnahmeleistung direkt vom Teppich fliesst ebenfalls in die Bewertung des Staubsaugers ein.

Lohnt sich ein Umstieg auf ein sparsameres Modell?

Die wesentliche Frage ist – trotz Energieeffizienz-Auszeichnung – wohl, ob sich ein Umstieg auf ein sparsames Gerät lohnt. Dafür habe ich das mögliche Stromsparpotenzial errechnet.

Annahmen:

  • 50 Reinigungsvorgänge (analog EU-Vorschrift) pro Jahr, bei einem Durchschnittshaushalt von 87m².
  • Strompreis 20 Rp./kWh.

Beispielrechnung A-Klasse:

  • Energieeffizienzklasse A, 27 kWh pro Jahr
  • Energiekosten: 27 x 20 Rappen = 5.40 Franken

Beispielrechnung G-Klasse:

  • Energieeffizienzklasse G, 58 kWh pro Jahr
  • Energiekosten: 58 x 20 Rappen = 11.60 Franken

Während der Dauer von einem Jahr beläuft sich die Differenz eines Staubsaugers der Klasse «A» zu einem Modell der Klasse «G» auf 6.20 Franken und 31 kWh. Klingt auf einen Haushalt gerechnet nicht nach unglaublich viel. Doch gehen wir bei diesem Rechenbeispiel weiter und rechnen die Stromersparnis für die gesamte Schweiz aus. Natürlich handelt es sich hier um Annahmen. Um zu verdeutlichen, was der Unterschied ausmachen kann, fand ich es persönlich aber dennoch sehr interessant.

Wie viel Strom kann die gesamte Schweiz sparen?

Da nicht alle Schweizer Haushalte aktuell einen Staubsauger der schlechtesten Energieeffizienzklasse «G» haben, rechne ich mit der Hälfte der möglichen Einsparung aus der Rechnung oben pro Jahr/Haushalt weiter (15.5 kWh auf 1 Jahr pro Staubsauger). Somit wäre eine mögliche Einsparung auf 1 Jahr über alle Schweizer Haushalte (Stand 2015: 3.6 Mio) tatsächlich sage und schreibe 55 800 000 kWh.

Wie oft fährt ein Elektroauto damit um die Welt?

Ein Tesla «Model S60», verbraucht gemäss der Homepage des Autoherstellers 18.1 kWh pro 100 km. Mit der oben ausgerechneten jährlichen Ersparnis könnte der Tesla unseren Erdball etwa 7 707-mal umrunden. Finanziell gesehen würden alle Schweizer Haushalte insgesamt 11 160 000.– Franken jährlich sparen – und dies ohne Umstieg auf einen «A+++»-Klasse Staubsauger.

Energiesparen: Ein Thema, welches uns noch viele Jahre beschäftigen wird.

Solltest du dir nun einen neuen Staubsauger zulegen?

Die Antwort darauf, ob es sich lohnt, langfristig auf einen energieeffizienten Staubsauger umzusteigen, beantwortet diese Rechnung wohl von selbst. Spätestens wenn dein alter Sauger ausfällt, wirst du dich vielleicht an diese Rechnung erinnern.

Wenn du nun befürchtest, mit einem sparsameren Staubsauger mehr Zeit beim Wohnungsputz zu verwenden, kannst du beruhigt sein. Nicht nur die Watt-Zahl entscheidet über eine gute Saugleistung, sondern auch die Konzeption des Gerätes. Dazu gehört auch der Motor- und Turbinenwirkungsgrad sowie die Beschaffenheit der Einzelteile wie Bürstenkopf, Saugrohr und die Luftwege. Werden ein besserer Motor und gute Dichtungen verbaut, so kann der Staubsauger mit weniger Watt-Leistung genauso gute Reinigungsleistungen erbringen.

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Tanja Schütz

Tanja Schütz

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Tanja Schütz

Reisen in asiatische Länder, leckere Rezepte und laue Sommerabende mit Freunden machen mich glücklich. Wenn ich nicht für Galaxus über allerlei Themen recherchiere, unternehme ich gerne Sachen unter freiem Himmel und streichle dabei jede Katze die mir begegnet. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Impulsen, welche mein und das Leben anderer farbiger und fröhlicher gestalten.

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