So erkennst du verlässliche Wetterstationen
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So erkennst du verlässliche Wetterstationen

Carolin Teufelberger
Zürich, am 02.10.2019
Viele Wetterstationen sehen so ähnlich aus, dass du den Unterschied zwischen zuverlässig und unbrauchbar auf den ersten Blick kaum wahrnimmst. Damit du weisst, worauf beim zweiten zu achten ist, empfehle ich dir diesen Ratgeber.

Ich bin eher der «Ich schaue aus dem Fenster und richte mich nach dem Wetter»-Typ. Damit fahre ich aber nicht immer besonders gut. Denn nur, weil’s jetzt gerade freundlich am Himmel aussieht, muss das in zwei Stunden nicht immer noch so sein. Das musste ich schon öfter auf die harte Tour lernen. Zwischendurch versuche ich es mit der vorinstallierten Wetter-App auf meinem Handy. Bis jetzt ist die aber noch unzuverlässiger als der Blick nach draussen. Da scheint die Sonne, während es offensichtlich in Strömen schüttet. Besser machen es Wetterstationen. Wie du eine vernünftige findest? Lies weiter.

Let’s get digital

Aber zuerst ein paar allgemeine Fakten zu Wetterstationen, damit du nachher auch weisst, wovon die Rede ist. Erst einmal gibt’s analoge und digitale Wetterstationen. Erstere sind unabhängig vom Stromnetz und brauchen keine Batterien oder Sonne. Zweitere sind dafür einfacher zu lesen. Sie bestehen aus einer Basisstation im Haus, einem Sensor im Aussenbereich und sind im Privatgebrauch weiter verbreitet als die analoge Version. Deshalb konzentriere ich mich in diesem Ratgeber auf digitale Wetterstationen.

Features

Jede Wetterstation muss zwingend ein Thermo- sowie Barometer besitzen. Bei professionellen Geräten wird die genaue Aussen- und Innentemperatur angezeigt. Der Luftdruck ist wichtig, um überhaupt Vorhersagen treffen zu können. Ein zusätzliches Hygrometer ist einerseits wertvoll, da die Luftfeuchtigkeit einen Einfluss darauf hat, wie wir die Temperatur wahrnehmen. Andererseits kann es dich vor Schimmel bewahren, wenn ebenfalls die Feuchtigkeit in den Innenräumen gemessen wird. Auch die Windgeschwindigkeit sollte bei hochwertigen Produkten angezeigt werden. All diese Daten machen eine genaue Messung erst möglich. Ausserdem sollte dir jede halbwegs gescheite Station Uhrzeit und Datum anzeigen.

Display

Das Display sollte übersichtlich gestaltet sein, damit du alle Daten einfach ablesen kannst. Aus diesem Grund ist auch eine Hintergrundbeleuchtung ratsam. Umfangreichere Geräte ermöglichen es dir, die Informationen auf dem Bildschirm individuell einzustellen. Eine grafische Animation der Wettervorhersage ist einfacher verständlich und schöner anzusehen als Zahlenkolonnen auf der Basisstation. So greifst du schneller zur richtigen Jacke.

Vernetzung

Ja, auch Wetterstationen können jetzt Daten an dein Handy liefern. So bist du stets über die aktuellen Wetterentwicklungen informiert. Die untenstehenden Geräte haben keine Basisstation. Ob du das willst oder nicht, ist dir selbst überlassen.

Wetterstation
174.–
Netatmo NWS01-EC (Android, iOS, Windows Phone)

Material

Die Verarbeitung der Basisstation wie auch der Sensoren sagt viel über die Qualität des Geräts aus. Klar, in der Box oder auf Bildern ist das schwierig zu erkennen. Spätestens beim Auspacken solltest du auf die Verarbeitung achten. Die Aussensensoren sind Wind und Wetter ausgeliefert und müssen daher langlebig sein.

Reichweite

Im Gegensatz zum Material lässt sich die Reichweite zwischen Basisstation und Sensoren relativ einfach ermitteln, da diese meistens in den Specs des Herstellers zu finden ist. Eine Reichweite von 30 Metern kann schnell knapp werden, da Hindernisse wie Wände, Hecken und Bäume den Empfang beeinträchtigen und die Reichweite dementsprechend nach unten korrigiert werden muss. Besser ist eine Reichweite von mindestens 50 Metern, besser sogar 100 Metern.

Sensoren

Ein Sensor ist relativ wenig, um präzise Daten zu liefern, da nur ein bestimmter Standort abgedeckt wird. Die Chancen stehen gut, dass dieser eher sonnig, schattig oder windgeschützt ist und die Daten verfälscht. Besser sind daher zwei, wenn nicht drei Sensoren. Top-Geräte besitzen sogar bis zu zehn. Wird nur einer mitgeliefert, sollte sich die Wetterstation zumindest um weitere Sensoren erweitern lassen.

Handhabung

Als Laie solltest du darauf achten, dass sich die Wetterstation einfach montieren lässt. Gewisse Geräte bestehen aus so vielen Bauteilen, dass du schnell den Überblick verlierst. Als Faustregel gilt: Je mehr Spielereien, desto komplizierter. Wenn du’s schlicht und einfach magst, dann sind preiswertere (aber dennoch vernünftige) Stationen eher etwas für dich.

Produkte

Wenn du auf diese Kriterien achtest, dann sollte deine Wetterstation was taugen und dich mit verlässlichen Daten füttern. Ob sie teuer und mit allerlei Spielereien oder lieber günstig und übersichtlich sein soll, entscheidest du. Nachfolgend findest du empfehlenswerte Geräte aus beiden Kategorien.

Verlässlich und günstig

Teuer und tadellos

Wetterstation
noch 2noch 2 von 3 Stück
178.–
TFA Nexus (Gerätedisplay)

Sollten alle Stricke reissen oder dir eine digitale Anzeige zu kompliziert sein, dann gibt’s eine simple wie auch bewährte Methode, wie du das Wetter im Auge behältst:

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Carolin Teufelberger
Carolin Teufelberger
Editor, Zürich
Meinen Horizont erweitern: So einfach lässt sich mein Leben zusammenfassen. Ich liebe es, neue Dinge kennenzulernen und zu erlernen. Neue Erfahrungen lauern überall; ob beim Reisen, Lesen, Kochen, Filme schauen oder Heimwerken.

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