Nebel im Sternbild Schwan
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Nebel im Sternbild Schütze
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Review

Entdecke was in den Sternen steht! Alles rund um Teleskope!

Sylvia Matitschka
Zürich, am 23.09.2016
Hat dich die Unendlichkeit und die unerforschte Weite des Weltalls schon immer fasziniert? Du möchtest wissen was da draussen ist? Ferne Galaxien, Planeten und die Struktur des Mondes entdecken? Dann ist dies der richtige Guide für dich: Eine Beratung rund um Teleskope.

Der Kauf eines Teleskops ist nicht einfach, besonders wenn es sich um das erste handelt. Die Auswahl an Teleskopen in verschiedensten Formen, Grössen und Preiskategorien ist immens. Ebenso die Vielzahl an Zubehör und Equipment. Dieser Guide soll dich durch den Dschungel an Fachbegriffen und wichtigen Kriterien führen, um dir dieses wunderschöne und spannende Hobby näherzubringen.

1.Fragen rund ums Teleskop

Was kann man mit einem Teleskop beobachten?

Welche Objekte du mit einem Teleskop beobachten kannst, hängt von dessen Qualität und Leistungsfähigkeit ab. Generell sind folgende Bilder möglich: Mit kleinen Teleskopen mit einer Öffnung von weniger als 10cm sind bereits Krater, Strukturen und Details des Mondes, der Sonne (Achtung: Spezialfilter benötigt!) und Planeten (Jupiter, Saturn) sichtbar. Darüber hinaus sind zahlreiche Sternhaufen, Kugelsternhaufen sowie grössere Nebel und Galaxien zu beobachten. Mit einer grösseren Öffnung erkennst du dann sogar kleinere oder weiter entfernte Planeten (Mars, Uranus, Neptun) und Asteroiden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Fernrohr und einem Teleskop?

Im Grunde ist beides das Gleiche. Fernrohre sind oft einfache Linsenteleskope, die für die Naturbeobachtung (Land und Wasser) eingesetzt werden. Für diesen Einsatzzweck werden heute meist Ferngläser oder Spektive verwendet. Teleskope dagegen werden vorrangig für die Beobachtung des Himmels und dessen Objekte benutzt. Sie bestehen meist aus einer komplizierteren Optik, einer stabilen Montierung und einem Stativ.

Wie viel muss man für ein gutes Teleskop investieren?

Wie viel das erste Teleskop kosten sollte, hängt ganz von den individuellen Ansprüchen ab. Unsere Modelle reichen von knapp 60 CHF bis hin zu 1800 CHF. Für Einsteiger und zum Ausprobieren eignen sich Modelle um die 100 CHF. Wer langfristig in das Hobby Astronomie investieren möchte, sollte mindestens das Doppelte ausgeben. Grundsätzlich gilt: Je mehr man für ein Teleskop bezahlt, desto höher ist die optische Qualität und Leistungsfähigkeit, die mechanische Stabilität und die Lebensdauer des Geräts. Bei preiswerten Geräten besteht die Gefahr störender Farbfehler. Diese äussern sich in Form von Farbsäumen um hellere Sterne und am Bildrand.

2. Was du sonst noch wissen musst

Welche Teleskoptypen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Typen:

Linsenteleskope (Refraktoren): Diese weisen die klassische Bauweise eines Teleskops auf. Sie besitzen einen langen, schmalen Tubus (Röhre) und einen direkten Einblick am Ende. Funktionsweise: Eine Glaslinse (Objektiv) sammelt das einfallende Licht in einem Brennpunkt. Das Okular vergrössert das Bild dahinter für das Auge wie eine Lupe.

Spiegelteleskope (Reflektoren): Diese Bauform nach Newton basiert auf Spiegeln und weist einen breiten, aber kurzen Tubus auf, meist mit einem seitlichen Einblick. Funktionsweise: Durch den Spiegel am Ende des Tubus wird das Licht gesammelt und auf einen im Strahlengang angebrachten Umlenkspiegel zurückgeworfen, der die Lichtstrahlen seitlich aus dem Tubus umlenkt. Dort werden sie von einem Okular für das Auge vergrössert.

Was ist die bessere Wahl: ein Linsenteleskop oder ein Spiegelteleskop?

Beide Typen haben ihre Vor- und Nachteile. Linsenteleskope sind optimal für die Mond- und Planetenbeobachtung geeignet. Sie bilden in der Regel einen besseren Kontrast ab. Der Nachteil ist der höhere Preis, die Grösse und das Gewicht. Zudem können Farbfehler auftreten. Bei Spiegelteleskopen weisen bereits die Einstiegsmodelle oft eine grössere Öffnung (= Objektivdurchmesser) auf und sind daher ideal für die sogenannten Deep-Sky-Objekte wie Galaxien, Nebel oder Sternhaufen. Das geringere Gewicht, dank ihrer kurzen Bauweise, ist ein weiterer Vorteil. Negativ hervorzuheben ist das mögliche Streulicht.

Welche Teleskop-Eigenschaften sind beim Kauf zu berücksichtigen?

Brennweite/Öffnung: Eine möglichst grosse Öffnung/Blende des Objektivs ist der wichtigste Faktor. Der Durchmesser und damit die Lichtstärke des Objektivs – und nicht die Vergrösserung! – entscheidet, welche Objekte im Weltraum detailliert beobachtet werden können. Mit Zunahme der gesammelten Lichtmenge wächst bei grösserer Öffnung auch das Auflösungsvermögen des Teleskops sowie die maximal verwendbare Vergrösserung.

Montierung: Eine stabile Montierung ist ebenso bedeutend wie die Optik. Durch die starken Vergrösserungen werden Erschütterungen viel schneller sichtbar. Es wird zwischen parallaktischer und azimutaler Montierung unterschieden. Parallaktisch bedeutet, dass die Montierung am Himmelsnordpol ausgerichtet wird und man durch das Nachführen einer Achse verhindert, dass sich die Objekte durch die Erddrehung automatisch aus dem Sichtfeld bewegen. Bei azimutalen Montierungen erfolgt das Nachführen über zwei Achsen, wie z.B. bei einer für Einsteiger sehr gut geeigneten und preisgünstigeren Dobson-Montierung.

Grösse und Gewicht: Je nach Einsatzbereich und Beobachtungsplatz muss auch die Transportmöglichkeit in die Überlegungen miteinbezogen werden. Teleskope ab 30cm Spiegeldurchmesser und oder 120cm Länge sind unhandlich und schwer.

Zubehörempfehlung für den Einstieg:

• 3-4 Okulare für unterschiedliche Vergrösserungen • Verschiedene Filter zum Ausblenden gewisser Licht- und Farbbereiche: Mondfilter (um Blendung zu verhindern), Sonnenfilter, Farbfilter, Nebelfilter • Literatur: Wasserfeste, drehbare Sternkarte • App: Celestron

3. Kaufempfehlungen

Einsteiger

Dieses Teleskop bietet das optimale Preis-/Leistungsverhältnis inklusiven tollen Extras.

• Sehr schönes und gut verarbeitetes Einsteigerteleskop • Ungewöhnlich scharfe und kontrastreiche Abbildung • Dank dem Leuchtpunktsucher werden die Ziele schneller und einfacher gefunden • Sowohl für Natur- und Erdbeobachtung geeignet • In wenigen Minuten aufgebaut

Fortgeschrittene

Das Dörr Delta 20 ist perfekt für Sternengucker, die das Teleskop mit auf Reisen nehmen möchten.

  • Kurzes Teleskop
  • Hohe Brennweite
  • EQ 1-Äquatorial-Montierung
  • Ausgleichgewicht und flexible Nachführwellen
  • Sucherfernrohr
  • 2 grosse 11/4 Zoll Okulare inkl. 2 Barlowlinse und Mondfilter

Profis

Mit diesem Profiteleskop lassen sich die Oberflächen des Mondes detailliert erkennen. Den Orion Nebel oder die Wolkenbänder des Jupiters können damit auch erspäht werden.

  • für Naturbeobachtung, Nebel & Galaxien, Mond & Planeten
  • kurze Bauweise für leichten Transport
  • Öffnung von 114-130mm
  • Dein perfektes Allround-Gerät

Zu allen Teleskopen

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Sylvia Matitschka
Sylvia Matitschka
Product Manager, Zürich

Sport ist für mich Leidenschaft, Freude und Krafttanken zugleich. In meiner Freizeit findet man mich vor allem draussen am Trainieren, auf dem Tennisplatz, mit dem Board auf der Piste oder in den Wellen am Surfen. Als Produktmanagerin für den Bereich Outdoor kann ich meine Begeisterung für die Sportwelt somit auch im Job voll ausleben.


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