
Produkttest
Der Ecovacs Deebot X11 Omnicyclone putzt über zehn Stunden lang
von Lorenz Keller

Der neue Saugroboter von Ecovacs beschiesst Flecken mit Putzmittel, bevor er sie wegrollert. Auch sonst bietet der Deebot X12 Omnicyclone einige Features, welche die Konkurrenz nicht hat.
In den letzten Jahren gaben Dreame und Roborock auf dem Saugroboter-Markt den Ton an – und stellten Innovationen wie Klettersysteme oft zeitgleich vor. Nun schlägt Ecovacs aus der zweiten Reihe zurück und integriert beim neuen Deebot X12 Omnicyclone Features, die kaum ein anderes Modell hat.
Zuerst fällt das sogenannte Focus-Jet-System ins Auge. Es besteht aus zwei Düsen vorne am Saugroboter, die mit hohem Druck zielgenau Flüssigkeit sprühen können – irgendwo zwischen Feuerwehrauto und Wasserwerfer.
Stark verschmutzte Bereiche wie Küche oder rund um Hundenapf oder Katzenklo können so vorbehandelt werden, eingetrocknete Flecken werden aufgeweicht. Danach putzt der Roboter mit der selbstreinigenden Rolle Schmutz und Flüssigkeit weg. Die Rolle misst 27 Zentimeter. Beim Vorgänger waren es nur 19 Zentimeter.

Damit das System funktioniert, muss der X12 Verschmutzungen zuverlässig erkennen. Ob das mit der neuen Software klappt, muss ein Test zeigen. Ecovacs bietet weitere Möglichkeiten, die Düse zu nutzen. Über die App kann programmiert werden, dass bestimmte Bereiche oder Räume zuerst gesaugt, dann eingeweicht und zuletzt gewischt werden. Die Düsen befeuchten den Boden hier grossflächiger.
Spannend ist das Feature, weil es eine der Schwächen bisheriger Modelle ausmerzen könnte. Aktuelle Saugroboter erkennen starke Verschmutzung oft nicht gut und reinigen alles gleichmässig, statt Flecken mehrmals zu schrubben.
Zwei Features sind bereits aus dem Deebot X11 bekannt – wurden von der Konkurrenz aber noch nicht kopiert. Ecovacs verzichtet in der Basisstation des X12 auf einen Staubbeutel. Stattdessen ist ein Staubbehälter eingebaut, den du auf Knopfdruck löst und dann im Abfall ausleerst – so wie du das von den Akkusaugern kennst.
Auch die Schnellladung hat der Hersteller wieder eingebaut. Jedes Mal, wenn der Roboter an der Basisstation den Staub entleert oder die Mopprolle wäscht, wird er mit Strom versorgt. So soll der X12 1000 Quadratmeter am Stück reinigen können. In drei Minuten lädt er 13 Prozent des Akkus, der genau gleich aufgebaut ist wie bei einem Elektroauto. Allerdings – das hat der Test des Vorgängers gezeigt – gehen diese kurzen Ladepausen auf Kosten der gesamten Reinigungsgeschwindigkeit.

Der X12 Omnicyclone ist bereits bei uns im Shop vorbestellbar – zumindest in der Schweiz. Ausgeliefert wird frühestens Ende Mai.
Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.
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