Die Nominierten für das «Spiel des Jahres 2019» sind hier
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Die Nominierten für das «Spiel des Jahres 2019» sind hier

Simon Balissat
Zürich, am 22.05.2019
Das «Spiel des Jahres» ist der Oscar für Brettspiele. Klassiker wie «Siedler von Catan» oder «Carcassonne» haben den Preis schon abgeräumt. Jetzt sind die Nominierungen 2019 bekannt.
Bildquelle: Flügelschlag, Stonemaier Games

In drei Kategorien nominiert der Verein «Spiel des Jahres» die besten Brettspielneuheiten. Am 22. Juli gibt die Jury die Gewinner in Berlin bekannt. Egal welches Spiel gewinnt, bei allen Nominierten kannst du zugreifen. Wichtig ist vor allem die Hauptrubrik «Spiel des Jahres» . Deswegen habe ich dort jeweils eine Begründung der Jury hinzugefügt.

Spiel des Jahres

Der Hauptpreis. Diese Spiele sind leicht verständlich. Du kannst sie mit Personen ab einem Alter von acht Jahren spielen. Auffallend bei den Nominierten ist, dass sie bereits bekannte Spielprinzipien lediglich weiterentwickeln. Sie erfinden das Rad nicht neu, sie machen es aber unterhaltsamer.

Just One: Ein kommunikatives Ratespiel in der Gruppe.

Das sagt die Jury:

Just One ist insbesondere durch seine Einfachheit genial. Es sticht dadurch hervor, dass es einen ungemeinen Sog entwickelt: Wer es in der Öffentlichkeit spielt, wird schnell Schaulustige anziehen, die am liebsten gleich mitspielen wollen. Und das machen diese dann oft auch, denn die Einstiegshürde ist so niedrig, dass jeder sie problemlos überwinden kann. Ein Geistesblitz kommunikativer Spielfreude, der in jeder Runde einschlägt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

L.A.M.A.: Ein Kartenspiel und Kürzel für «Lege Alle Minuspunkte Ab».

Das sagt die Jury:

Spielern aller Zielgruppen entlockt das schnelle Kartenspiel immer wieder Emotionen und es schenkt ihnen so schlichtweg eine gute Zeit. Mit diesen Eigenschaften hat L.a.m.a. das Potenzial zum Klassiker.

Werwörter: Ein Wort-Spiel mit geheimen Rollen

Das sagt die Jury:

Das bekannte Werwölfe-Spielprinzip mit geheimen Charakterrollen fasziniert seit vielen Jahren. In Werwörter hat Autor Ted Alspach es nun kongenial verknüpft mit einem Ratespiel. Dass hier manche Spieler zur Vertuschung ihrer Identität scheinbar ahnungslos nach der Lösung fragen müssen, die sie längst kennen, klingt auf den ersten Blick absurd, erweist sich aber als fabelhafter Kniff. Phänomenal, wie viel Spielspaß in fünf Minuten möglich sein kann.

Kinder- und Kennerspiel des Jahres

Fabulantica ist als «Kinderspiel des Jahres» nomniert und spielt in einer Märchenwelt. Es ist kurz gesagt, ein erweitertes «Memory». Bei Go Gecko Go probieren Kinder und Erwachsene ihre Tierchen auf einem Fluss ins Ziel zu schieben. Dabei ist Würfelglück, Taktik und Teamplay gefragt. Geschick braucht es bei Tal der Wikinger. Dort kegelst du Fässer in der Mitte des Spielfeldes um und sammelst Münzen. Das Spiel kombiniert Geschick mit taktischem Denken und das auf einem wunderschön gestalteten Spielbrett.

Für Spielefreaks ist das «Kennerspiel des Jahres». Bei Carpe Diem entwickelst du auf einem abstrakten Spielfeld ein Stadtviertel im antiken Rom. Detective ist ein Brettspiel-Krimi, bei dem es fünf Fälle zu lösen gilt und das Höchstspannung verspricht. Flügelschlag schliesslich kombiniert Vogelkunde mit einem Brettspiel: Wir versuchen Vögel in ihre Lebensräume zu locken.

Neben den Nominierten gibt es noch Empfehlungslisten zu jeder Kategorie. Das sind Spiele, die es knapp nicht zur Nomination geschafft haben. Wer die begehrten Preise abräumt, entscheidet sich am 22. Juli in Berlin.

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Simon Balissat
Simon Balissat
Senior Editor, Zürich
Als ich vor über 15 Jahren das Hotel Mama verlassen habe, musste ich plötzlich selber für mich kochen. Aus der Not wurde eine Tugend und seither kann ich nicht mehr leben, ohne den Kochlöffel zu schwingen. Ich bin ein regelrechter Food-Junkie, der von Junk-Food bis Sterneküche alles einsaugt. Wortwörtlich: Ich esse nämlich viel zu schnell.

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