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Beauty + KörperpflegeReview 713

Die Foreo ISSA 2 im Test: Was taugt die elektrische Zahnbürste aus Silikon?

Von elektrischen Zahnbürsten halte ich nicht viel. Trotzdem habe ich Foreos «ISSA 2» Modell eine Chance gegeben. Ob ich bekehrt wurde?

Die Sache ist die: Ich hasse elektrische Zahnbürsten. Auch wenn sie faktisch gesehen die effektivere Alternative zur Handzahnbürste sind, werde ich einfach nicht warm mit ihnen. Das führe ich nach ausführlicher Selbstbeobachtung auf drei wesentliche Gründe zurück:

  • ISSA 2
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CHF 199.–
FOREO ISSA 2

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1) Sie sie sind zu digitalisiert. Wenn ich meine Zähne putze, möchte ich mich nicht erst noch durch eine lange Bedienungsanleitung lesen, Apps auf meinem Handy installieren oder mir von einer weckerähnlichen Uhr diktieren lassen, wie lange, mit welcher Intensität und wieviel Druck ich meine Beisserchen zu reinigen habe. Irgendwo hört's halt auch bei mir auf. Zudem fehlt mir im Spiegelschränkchen auch schlichtweg der nötige Platz für Ladestation & Co.

2) Die Vibrationen (auch auf der tiefsten Stufe) ballern mir das Hirn weg. Nach jeder Anwendung (und ich habe schon einige Modelle getestet) habe ich das Gefühl, dass ich mir eine Gehirnerschütterung zugezogen habe.

3) Die kleinen Runden Köpfe fühlen sich einfach falsch und viel zu klein an. Man kommt zwar damit überall hin (1:0 für die elektrische Zahnbürste), jedoch entfällt die harte Armarbeit und somit bei mir auch das saubere Gefühl.

Bilder: Foreo

Was halte ich hier eigentlich in der Hand?

Foreos ISSA 2 Schallzahnbürste scheint auf den ersten Blick einige meiner Kritik-Punkte nicht zu erfüllen. Darum habe ich mich erst überhaupt an sie rangetraut: Eine dezente, digitale Putz-Diktatur und ein Design, das mir eine intuitive Bedienung ermöglicht sowie eine etwas aussergewöhnliche Form, fernab vom klischeehaften, runden Kopf. Tatsächlich kann man den Zahnbürstenkopf wie eine reguläre Zahnbürste benutzen. Das Ganze erinnert mich etwas an einen Alien (aber nach einer internen Umfrage, scheinbar nur mich). Purer Zufall, dass Foreo neu auch eine neue Gesichtsmaske namens UFO rausgebracht hat? Ich denke nicht. Aber wir schweifen ab. Zurück zum wasserfesten Zahnbeglücker ISSA 2.

Die Sonic Zahnbürste verbindet laut eigenen Angaben «ausdauernde PBT-Polymer-Bürsten mit ultraweichem Silikon» und soll nach nur einmal voll Aufladen 365 Tage halten, bei zweimal zwei Minuten täglich. Im Vergleich zu anderen elektrischen Zahnbürsten unterscheidet sie sich laut Foreo im Wesentlichen durch die folgenden zwei Attribute:

  • Das Silikon soll antibakteriell wirken, was wiederum dazu führt, dass das Kopfteil lediglich alle sechs Monate ausgewechselt werden muss. Gleichzeitig sorgt es automatisch dafür, dass nicht allzu viel Druck auf den Zähnen und dem Zahnfleisch lastet.

  • Das Kopfteil ist so flexibel, dass es überall rankommt, also auch an Wangen, Zunge und Gaumen.

Zudem entfällt die Ladestation dank praktischem USB-Ladekabel. Es gibt einen Ein- und Ausschaltknopf, genauso wie ein Plus- und Minus-Knopf, um aus den 16 Intensitäts-Stufen, diejenige auszusuchen, die zu deinen Präferenzen passt. Zudem pausiert alle 30 Sekunden das Pulsieren und gibt einem so an, den Quadranten (Kieferviertel) zu wechseln. Heisst, jeden Viertel sollte man 30 Sekunden lang putzen, womit wir bei insgesamt zwei Minuten wären. Das Ablaufen dieser wird dir durch drei schnelle Pulsierungen und das Aufflackern eines roten Lichts angezeigt.

Auf den Zahn gefühlt

Bevors mit dem Testen losgehen kann, muss das Gerät aufgeladen werden. Das Kleine Loch hinten aka die Buchse fürs Ladekabel habe ich erst nach mehreren Anläufen freilegen können. Jemand mit grösseren Händen könnte mehr Mühe damit haben, die Silikonlasche aufzubekommen. Nach nur einer Stunde Ladezeit ist es dann so weit.

Aufladen schwer gemacht: Die kleine Buchse freizulegen, gestaltet sich
... ganz schön knifflig.

Im Anleitungs-Video von Foreo, das ich mir vor der ersten Anwendung reinziehe, wird die Zahnbürste nicht angefeuchtet. Ich kann aber nicht ohne, also halte ich meinen Bürstenkopf mitsamt Zahnpasta kurz unters fliessende Wasser. Sobald ich sie einschalte, tanzt und spritzt alles umher. Daher empfehle ich dir, das Teil erst anzumachen, wenn der Bürstenkopf bereits in deiner Mundhöhle verschwunden ist. Aufgrund der speziellen Form des Handstücks ist es aber gar nicht so einfach, den An-Knopf zu ertasten. Die Stärke zu verstellen hingegen geht super easy und ist selbsterklärend, jedoch sehr laut und auch hier habe ich das Gefühl, mir platzt der Schädel. Die Flache Kopf-Form ist perfekt für die Backenräume, da flach. Bei meinem kleinen Mund komme ich dafür schlechter an die Innenseite der Zähne ran. Dafür ist das Design dann doch wieder zu breit. Zudem bekomme ich während dem Putzen aufgrund der dicken Silikon-Borsten, im Vergleich zu einer Handzahnbürste, nicht das Gefühl, dass meine Zahnzwischenräume sauber werden. Das macht mich schier wahnsinnig.

Gib es zu, der Bürstenkopf sieht etwas alienmässig aus, oder?
Nicht so ganz der Bringer: die feinen Lamellen auf der Rückseite für Gaumen, Wangen und Zunge.

Für Gaumen und Zunge ist die Rückseite des Zahnbürstenkopfs gedacht. Dieser ist mit feinen lamellenartigen Erhöhungen ausgestattet, die in der Praxis absolut nix taugen. Deshalb habe ich es mit der Vorderseite probiert. Gaumen reinigen geht damit nicht so gut, da die Zahnbürste zwar flexibel, jedoch aber entgegen des Gaumens gebogen ist. Will ich also da oben arbeiten, müsste ich sehr viel Druck anwenden, um die Bürste flach an den Gaumen zu drücken. Bei der Reinigung der Zunge ist aber das Gegenteil der Fall: Die Form der Bürste passt perfekt an die meiner Zungenwölbung. Was mir nach jeder Anwendung negativ aufgefallen ist: Der Bürstenkopf hat sich bei jeder Anwendung langsam vom Handstück abgelöst und ist etwas hochgerutscht.

Zeit für ein Fazit

Nach einer Woche Vibration in meinem Mund bin ich froh, wieder zu meiner geliebten Handzahnbürste zurückkehren zu dürfen. Nach jeweils zwei Minuten Schall-Geputze hatte ich ein ähnlich sauberes Gefühl, wie durch die gute alte Handarbeit. Da ich also gefühlsmässig auf fast dasselbe Ergebnis komme, entscheide ich mich lieber für den preiswerten Klassiker, der mit weniger Lärm und Gehirnerschütterung punktet und obendrauf in meinen Augen auch ohne biegsames Silikon die flexiblere Alternative zur ISSA 2 ist. Als elektrischen Zungenschaber könnte ich mir das Teil schon eher im regelmässigen Gebrauch vorstellen. Was elektrische Zahnbürsten anbelangt war das vorerst mein letztes Experiment. Und wer weiss, vielleicht gibt es irgendwann doch noch ein Modell, das mich nicht gleich in die Flucht schlägt...

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Natalie Hemengül, Zürich

  • Editor
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.

7 Kommentare

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Es gelten die Community-Bedingungen.

User reinhold86

Wie wäres mit nem Test der Amabrush (amabrush.com/) :)

29.08.2018
User boskicthebrain

Ein kurzes Video wäre cool ;)

31.08.2018
User rompeprop

Mmmmhhhh ja. Für die zahnzwischenräume ist das teil doch völlig unbrauchbar. So was kommt mir nicht ins haus, ähhhh mund...

29.08.2018
User voodoo13

Doch! Ultraschall-Zahnbürsten reinigen nachweislich besser in den Zahnzwischenräumen. Jedoch sollte man dennoch nicht auf Zahnseide verzichten.

31.08.2018
User EMkaEL

@Voodoo13
das ist aber eine schallzahnbürste.

31.08.2018
User EMkaEL

Ultraschall gibts hier:
ultraschallbad.ch/Zahnreini...

31.08.2018
User voodoo13

@EMkaEL Mein Fehler. Jedoch reinigen auch Schallzahnbürsten besser in den Zahnzwischenräumen als eine herkömmliche Zahnbürste.

03.09.2018
Antworten