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Ring Video Doorbell: Die Klingel mit Augen und Ohren im Test

Eine Türklingel mit integrierter Kamera, verbunden mit dem Smartphone: So kannst du auch ausser Haus mit deinen Besuchern quatschen. Ich hab's ausprobiert und kurzzeitig fast die Nerven verloren.

Es klingelt an der Tür. Meistens mache ich auf. Manchmal auch nicht. Sei’s drum, weil ich unter der Dusche stehe, noch im Pischi bin oder einfach keine Lust auf Smalltalk hab. Bin ich erst gar nicht zu Hause, krieg ich das alles gar nicht mit. Bis jetzt habe ich ehrlich gesagt keinen Gedanken daran verschwendet, ob jemand in meiner Abwesenheit vor der Tür steht. Ausser natürlich, ich erwarte ein Päckchen von Galaxus. 😉 Jedenfalls, empfand ich diesem Thema gegenüber viel Gleichgültigkeit. Bis Category Marketing Managerin Fabienne Müller fragte, ob ich smarte Türklingeln ausprobieren wolle. Was? Wer braucht denn sowas? Und was kann das Teil überhaupt? Es gibt nur einen Weg, dies herauszufinden.

  • Video Doorbell 1 - venetian bronze (App, WLAN, Kabellos, Kabel)
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Ich teste also die Ring Video Doorbell 1 und die Ring Video Doorbell Pro. Die beiden sind zwar nicht die allerneusten Klingeln, dafür aber in der Bestsellerliste weit vorne. Ich teste aber nicht zu Hause, sondern bei meinen Eltern. Denn die intelligente Türklingel macht nur an Einfamilienhäusern Sinn. An Wohnblöcken lassen sie sich nur schlecht anbringen. Auf den ersten Blick gibt es nur einen Unterschied zwischen den beiden Klingeln: Die Box der Pro Version ist grösser. Auf den zweiten Blick wird klar, dass die Ring Pro fest mit der Türklingel-Verkabelung installiert werden muss, die «normale» Version aber nicht.

Die Ring Doorbell 1 ...
... und die Ring Doorbell Pro

Mein Stimmungsbarometer nähert sich dem Gefrierpunkt

Ich beginne mit der günstigeren und kleineren Version. Erst muss ich die Klingel per USB aufladen, denn sonst passiert gar nichts. Danach braucht’s natürlich noch eine App. Und hier beginnt mein Leidensweg. Ich öffne die App, gebe die erwünschten Nutzerdaten ein und siehe da, mein Standort wird nicht gefunden. Manuell kann ich ihn auch nicht eingeben und überspringen geht schon gar nicht. Irgendetwas scheint mit meinen Google-Play-Diensten nicht zu stimmen, sagt mir zumindest die App. Auch nach gefühlt tausend Einstellungsänderungen stimmt immer noch etwas nicht. Die einzige Möglichkeit ist, die Google-Play-Dienste zu deaktivieren und somit alle gespeicherten Daten zu löschen. Endlich funktioniert’s. Mein Hoch hält aber nicht lange an. Ich muss meine neue Klingel mit dem WLAN verbinden. Und schon wieder hakt es. «Verbindung konnte nicht hergestellt werden». Aha. Mein Handy und Laptop sind innerhalb weniger Sekunden im Netz, der Türklingel reicht der volle Empfang aber nicht. Besonders schön: Die App fragt mich, in welcher Form das Lämpchen auf der Klingel leuchtet. Es blinkt blau. Gibt’s aber in der App-Auswahl nicht. Perfekt. Geduld ist nicht meine Stärke. Und dieses Teil scheint sich einen Spass draus zu machen. Ich sitze seit einer Stunde hier und hab noch nicht einmal geklingelt! Als ich beinahe auf dem Router sitze, verbindet sich die Klingel endlich. Juhui, ich kann montieren!

Nachdem endlich alles gekoppelt ist, funktioniert die App super.

Die Montage lässt hoffen

In meinem Test wird mit Teppichklebeband montiert. Da es keine dauerhafte Installation ist, wollte meine Familie nicht unbedingt Löcher in der Fassade, was ich nachvollziehen kann. Ich kann dir aber sagen, dass die Montage mit Bohrmaschine wahrscheinlich keine Probleme bereiten wird. Die Klingel hängt klebt also an der Tür und endlich kann ich meinen Finger auf den Knopf bewegen. Und siehe da, sie gibt klingelnde Geräusche von sich und auch mein Smartphone vibriert. «Jemand ist an Ihrer Haustür.» Stimmt. In diesem Fall ich selbst. Ich gehe in Haus, lasse meinen Vater vor der Tür stehen und öffne die App über die Push-Nachricht und nehme den «Anruf» entgegen. Die Video- und Audioqualität ist echt gut. Leicht verzögert nehme ich jedes Wort glasklar wahr und auch vor der Tür werde ich gehört. Ist alles gesagt, schliesse ich die App wieder. Rein kommt der Besucher übrigens nicht. Du kannst aber zum Beispiel dem Pöstler sagen, dass er das Paket vor die Tür legen soll.

Die Bildqualität der Fisheye-Kamera kann sich sehen lassen.

Erwünschte und unerwünschte Besucher im Blick

Die Pro Version muss wie gesagt mit der Verkabelung deiner Türklingel verbunden werden. Dazu die alte Klingel abschrauben, die zwei Drähte mit der neuen Ring Doorbell Pro verbinden und festschrauben. In meinem Fall muss wieder auf Klebeband zurückgegriffen werden. Ein Lichtschalter oberhalb der Klingel macht eine Montage unmöglich.

Die Klingel ist halbpatzig dran und wieder muss ich das Ding mit dem WLAN verbinden. Mir schwant Böses. Immerhin ist die Klingel nicht mal mehr im Haus und ich kann sie auch nicht einfach reinnehmen. Doch, dieses Mal geht alles glatt. Ein, zwei Minuten und alles ist verbunden. Hier scheint, zumindest in meinem Test, der grosse Unterschied zu liegen. Drück ich auf die Klingel, ertönt wieder der gleiche Ton aus dem Gehäuse wie schon bei der Version 1. Dieses Mal wird aber zusätzlich die normale Türklingel betätigt. Würde übrigens bei der abgespeckten Klingel auch funktionieren, denn auch sie kann mit der Hausklingel verbunden werden. Der Rest funktioniert wie gewohnt. Bild- und tontechnisch nehme ich keine Unterschiede war. Einziger Vorteil bei einem grösseren Haus ist der Chimer. Auch der kleine Lautsprecher muss mit dem WLAN gekoppelt werden und kann danach irgendwo im Haus in eine Steckdose gesteckt werden. Beim Klingeln ertönt nun auch aus ihm das Klingelsignal. So hörst du die Klingel auch in den oberen Stockwerken.

Die Doorbell Pro wird hinten verkabelt
und hängt dann sehr ästhetisch am Eingang.

Beide Ring Doorbells haben eine Bewegungsmelder-Funktion. Ist diese aktiviert, wirst du auf dem Handy über Bewegungen vor deiner Haustür informiert. So wirst du neben erwünschten auch über unerwünschte Besucher informiert. Das funktioniert bei mir einwandfrei. Jede Bewegung wird mir auf dem Sperrbildschirm angezeigt. Öffne ich die Nachricht, kann ich die gespeicherte Bewegungssequenz schauen. Diese Funktion ist allerdings nur im ersten Monat umsonst. Danach werden dir jährlich mindestens 30 Euro berappt. Ohne den Zusatzdienst kannst du dich lediglich live in die Geschehnisse einschalten.

Wichtig: Dieser Aufkleber informiert deine Besucher, dass sie gerade gefilmt werden.

Fazit

Mein Urteil ist durchwachsen. Die erste Klingel hat mich an den Rand eines Nervenzusammenbruchs gebracht, was ein klarer Minuspunkt ist. Fairerweise muss ich aber sagen, dass dies nicht per se bei jedem der Fall sein muss. Bei mir hat die Kopplung scheisse funktioniert, bei dir vielleicht super. Die Klingeln an sich funktionierten aber tadellos und erfüllen klar ihren Zweck. Die Video- wie auch Audioqualität ist durchweg gut und Pushnachrichten werden konsequent auf dem Smartphone angezeigt. Wer wissen will, was vor der eigenen Haustür abgeht, dem werden die Ring Doorbell 1 wie auch die Doorbell Pro gefallen.

Für mich war es zwar gut, das Ganze einmal auszuprobieren, aber persönlich würde ich mir die smarten Klingeln nicht kaufen. Nicht nur, weil ich in einer Wohnung lebe und sie dort eh nichts wert wär, sondern auch, weil ich die ganze Spielerei nicht brauche. Die Sichtung der ganzen gespeicherten Sequenzen würde mich nur paranoid werden lassen. Hinter jeder Bewegungsmeldung steckt dann auf einmal ein Einbrecher, auch wenn es in den meisten Fällen wohl eher Nachbars Katze ist. Und sowieso: Was interessiert es mich, wer vor meinem Haus durchlatscht oder wer mich besuchen will, wenn ich nicht zu Hause bin? Das Wissen drum ändert an der Lage nichts. Vielleicht würde ein Türöffner im Packungsumfang den Mehrwert bieten, den ich vermisse. Ausserdem finde ich es in Ordnung, auch mal Dinge zu verpassen. Es ist sogar wünschenswert für meinen Seelenfrieden. An der Redewendung «Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss» ist eben schon was dran. Und wer mich wirklich unbedingt sehen will, der kann anrufen.

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Carolin Teufelberger, Zürich

  • Junior Editor
Meinen Horizont erweitern: So einfach lässt sich mein Leben zusammenfassen. Ich liebe es, neue Dinge kennenzulernen und zu erlernen. Neue Erfahrungen lauern überall; ob beim Reisen, Lesen, Kochen, Filme schauen oder Heimwerken.

2 Kommentare

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Es gelten die Community-Bedingungen.

User quentinsane

Ich finde auch das es nicht immer sinnvoll ist eine solche Klingel zu installieren. Allerdings für Hausbesitzer, oder für Eltern, kann es hilfreich sein zu wissen wann die Kinder nach Hause kommen oder wann der Pöstler etwas abgelegt hat. Es ist also immer abzuschätzen was man vor der Türe erwartet.

21.06.2018
User Carolin Teufelberger

Da geb ich dir recht. Nur weil die Ring Video Doorbell für mich persönlich keinen Sinn macht, muss das nicht für andere gelten. Wer die eigene Haustür im Auge behalten will, sei es wegen Kindern, Päckli oder weil das Haus oft leer steht, dem bringt die Klingel sicher gewisse Vorteile. Liegt, wie meistens, im Auge des Betrachters.

21.06.2018
Antworten