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Produktwissen

Grillduell: günstig vs. teuer

Bei unseren Holzkohlegrills geht die Preisspanne extrem auseinander. Ich will herausfinden, ob sich der Kauf eines günstigen Grills lohnt, oder ob ich für einen Kugelgrill doch besser mehr Geld in die Hand nehmen sollte.

Die Idee besteht darin, günstig gegen teuer zu vergleichen. Du denkst jetzt sicher, dass dieser Vergleich völlig unnötig ist. Der teure Grill gewinnt ja sowieso. Das mag vielleicht so sein. Ich begebe mich aber ausserdem auf Spurensuche, nach was ich wirklich brauche und was nur unnötiger Luxus ist.

Nun denn. Zum Test habe ich mir zwei verschiedene Holzkohlegrills organisiert. Zum einen den Sunbiance Neptun als günstigere Variante und zum anderen den Weber Master Touch aus dem höheren Preissegment. Beides sind Kugelgrills, welche mit Holzkohle befeuert werden. Das Prinzip des Grillierens ist demnach identisch.

Links der Sunbiance und rechts der Weber.

Neptun 47 (47cm)
CHF 69.–statt vorher 117.–1
Sunbiance Neptun 47 (47cm)
Der preisbewusste Holzkohlegrill überzeugt durch seine Stabilität und heizt kräftig ein.
4

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Master-Touch GBS, Smokey Grey (57cm)
CHF 319.–
Weber Master-Touch GBS, Smokey Grey (57cm)

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Konstruktion

Grösse

In der Grösse unterscheiden sich die beiden Testobjekte ein wenig. Der Sunbiance Neptun ist mit einem Durchmesser von 47 Zentimetern und einer Höhe von 80 Zentimetern etwas kleiner als der Weber Master Touch. Dieser besitzt einen Durchmesser von 57 Zentimetern und hat eine Höhe von 107 Zentimetern.

Da die Dimensionen beim Grill von Weber grösser als bei dem von Sunbiance ausfallen, hat er auch entsprechend mehr Platz auf dem Rost und ein grösseres Fassungsvermögen für die Holzkohle. Obwohl an dieser Stelle gesagt werden muss, dass du niemals die ganze Schale mit Kohle füllen wirst. Ausser du planst einen 24-Stunden-Grillmarathon. 😀

Verwendete Materialien

Der Preisunterschied ist bei den verwendeten Materialien am deutlichsten zu spüren. Zum einen sind die Griffe beim Sunbiance wacklig, während beim Weber alles stabil und satt sitzt. Der teurere Grill der beiden weist zudem eine grössere Wanddicke auf. Dadurch ist er in der Lage, die Wärme besser zu speichern. Dafür kühlt er nach Gebrauch auch langsamer ab. Der Grillrost ist bei beiden Testgeräten aus verchromten Stahl.

Standfestigkeit

Beide getesteten Grills stehen auf drei Beinen, bei denen jeweils zwei davon mit Rädern ausgestattet sind. Ich habe die Standfestigkeit sowohl auf hartem Untergrund wie auch auf weichem Rasen getestet. Beide Testgeräte hatten keine Probleme mit dem Untergrund und standen wackelfest auf dem Boden. Dies finde ich bei einem Grill, welcher mit heisser Kohle befüllt ist, ein Killerkriterium. Ich kann mir kein schlimmeres Szenario vorstellen, als ein umgekippter Grill. Nicht nur wegen des feinen Grillguts, sondern besonders wegen der Brandgefahr.

Zusammenbau

Einen Grill zusammenbauen ist immer eine mühsame Angelegenheit. Glücklicherweise muss dies in den meisten Fällen nur einmal gemacht werden.

Die Bauanleitung von Weber ist übersichtlich mit mehreren Bildern illustriert. Es wird Schritt für Schritt erklärt, was man wo miteinander verbinden muss. Der Zusammenbau dauerte maximal 30 Minuten. Nichts klappert, nichts wackelt, alles sitzt. So muss es sein.

Unübersichtliche Bauanleitung bei Sunbiance.

Der Aufbau des Sunbiance ist da einiges zeitintensiver. Die Schritte werden in der Bauanleitung nicht einzeln erklärt, sondern in gerade mal einem einzigen Bild. Obwohl ich von mir behaupten würde, dass ich handwerklich nicht auf den Kopf gefallen bin, benötigte ich für den Zusammenbau eine ganze Stunde. Die Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben sind alle in einem kleinen Plastiksack verpackt. Das ist nicht wirklich übersichtlich, weshalb man zuerst alle Einzelteile sortieren muss. Zudem konnte ich nicht überall die passende Unterlegscheibe verwenden, da die Schrauben an manchen Stellen zu wenig lang waren. Oder ich hab in dem Durcheinander den Überblick verloren und die falschen Schrauben verwendet.

Grillerlebnis

Das Grillerlebnis ist bei beiden getesteten Grills hoch. Ich persönlich mag Holzkohle lieber als Gas. Für mich gehört die Prozedur mit Feuer machen und Kohle heiss werden lassen einfach zum Grillen dazu. In diesem Punkt konnten mich beide gleichermassen überzeugen. Sie erreichen auch beide die benötigte Temperatur im Inneren der Kugel. Wobei ich glaube, dass der Weber die Hitze besser speichern kann, da seine Ummantelung mehr «Fleisch» besitzt. (Der kam flach.) 😀

Zwei leckere St. Galler Kalbsbratwürste. Halbfertig.

Der Geschmack und das Ergebnis des Grillguts sind bei beiden Testgeräten gleich. Bei diesem Punkt kommt es lediglich auf dein Können an und weniger auf den Grill selbst. Ich wage mal zu behaupten, dass egal was für einen Grill du kaufst und egal wie teuer er ist, 90 Prozent aller Grillrezepte machbar sind.

Preis-Leistung

Der Preis des Sunbiance Neptun ist unschlagbar tief. So tief, dass man fast stutzig wird. Dafür bietet er einiges. Du kriegst mit ihm einem vollwertigen Holzkohle-Kugelgrill, der auf fast jedem Balkon Platz findet. Er besitzt eine Emaillierung, welche in diesem Preissegment nirgends zu finden ist. Seine Verarbeitung ist zwar nicht die Beste und er besitzt auch nicht so viele tolle Extras wie der Weber, tut aber, wofür er gedacht ist. Er grilliert. Was will man noch mehr?

Ascheauffangbehälter beim Weber Master Touch.

Der Weber Master Touch ist mehr als viermal so teuer wie der Sunbiance Neptun. Für einen solchen stolzen Preis muss ein Grill einiges bieten können. Was leistet er also extra? Als Erstes fällt auf, dass die verwendeten Materialien von besserer Qualität sind. Zudem bietet der Grill von Weber gewisse Annehmlichkeiten, auf die du beim Sunbiance verzichten musst. Zum einen ist am unteren Teil des Kugelgrills eine Halterung installiert, in welcher man den Deckel des Grills einrasten kann. Somit muss der Deckel nicht in der Hand gehalten oder auf den Boden gestellt werden. Weiter sind die Luftregler besser konzipiert und können dadurch präziser eingestellt werden. Ein durchaus entscheidender Vorteil gegenüber dem Sunbiance bietet der Weber mit seinem Aschetopf am unteren Teil des Grills. Dieser sammelt die verbrannte Asche und kann nach Gebrauch geleert werden. Der Sunbiance hat lediglich eine Art Auffangteller. Nichtsdestotrotz musst du beim Weber Master Touch sicherlich auch einen nicht kleinen Betrag für die Marke bezahlen. Weber besitzt einen guten Ruf und verlangt entsprechend eine hohe Marge.

Fazit

Es gibt Pros und Kontras bei beiden getesteten Grills. Ich rate dir, vor dem Kauf eines Grills auf dein Budget und deine Bedürfnisse zu achten. Mit dem Sunbiance Neptun bekommst du einen guten und günstigen Kugelgrill, welcher für praktisch alle möglichen Rezepte gewappnet ist. Der Grill von Weber ist klar besser verarbeitet und vermutlich auch langlebiger. Nicht ohne Grund bietet dir Weber eine Garantie von zehn Jahren an. Seine Anschaffungskosten sind jedoch deutlich höher und er benötigt mehr Stauraum als das günstigere Testgerät.

Für mich persönlich wäre eine Mischung aus dem Sunbiance und dem Weber der perfekte Grill. Nicht zu gross, nicht zu teuer und trotzdem gut verarbeitet. Müsste ich mich aber zwischen einem von beiden entscheiden, würde ich den Weber Master Touch nehmen. Er besitzt eine bessere Qualität, ist meiner Meinung nach langlebiger und hat gewisse Extras, die ich beim Sunbiance vermisst habe.

Zum gesamten Holzkohlegrill-Sortiment

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User

Ramon Schneider

Als Multimedia-Produzent interessiert mich alles, was mit Medien zu tun hat. Alles! Egal ob Film, Foto, Ton, Grafik oder Text. Des Weiteren bin ich seriensüchtig, Musik affin und unternehmungslustig. Bei schönem Wetter liebe ich es draussen zu sein, der Zivilisation zu entfliehen und bei einem gemütlichen Lagerfeuer die Natur zu geniessen.

3 Kommentare

User Romanovic81

Also eine Bratwurst kriegt wohl jeder Grill hin ;-) aussagekräftiger wäre vermutlich ein etwas anspruchsvolleres Grillgut gewesen, wo man am Ende wirklich unterschiede ausmachen kann. Eine Bratwurst ist halt eine Bratwurst...

25.07.2017
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User Anonymous

Der Test ist für nichts - eine Bratwurst (Kalbs sowieso) bekommt man immer hin. Egal auf Billig, Teuer, Gas, Elektro, Feuerstelle. Geht sogar im Backofengrill. Da merkt man nicht mal gross einen geschmacklichen Unterschied. Anders sieht es aber aus, wenn man ein richtig gutes Stück Fleisch auf den Grill legt. Wenn man zB Spar-Ribs nach der 3-2-1 Methode macht muss der Grill über 6 Stunden eine konstante Temperatur halten. Und das wird mit einem Billigteil ohne anständige Luftregelung unmöglich.

05.08.2017
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User MisterMike

Nun ja, Luftregelung kostet in der Herstellung nicht viel, es muss bei einem billigen Produkt nicht unbedingt mangeln. Für mich wäre interessant, wenn in einem Test gezeigt würde, ob die bessere Verarbeitung von teuren Grills auch zu längerer Haltbarkeit führt. Die grosse Hitze schadet dem Metall, den Schrauben und Nieten sehr und begünstigt Rostbildung und andere Zerfallserscheinungen.

05.08.2017
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