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OutdoorReview 113

Unterwegs mit der Eiskönigin: Was kann die Kühlbox für 866 Franken?

Das erste Mal läuft es mir mit Blick auf den Preis kalt den Rücken herunter. 866 Franken für eine Kühlbox? Die Dometic CoolFreeze CFX 40W ist im High-End-Segment angesiedelt und mich interessiert, ob sich so eine Investition rentiert.

Eine Wuchtbrumme ist sie, die Königin der Kühlboxen, bekannt aus Kollege Patrick Bardellis Standardwerk Campingferien von F bis Z. Gut 23 Kilo bringt sie mitsamt dem Papppalast auf die Waage, in dem sie geliefert wird. 18,5 Kilo davon entfallen auf die Box. Während ich das teure Teil die Treppe raufschleppe, klingt der Marketingspruch auf der Verpackung noch wie Hohn – «mobile living made easy». Ich bin gespannt, ob sie mir in den nächsten Tagen tatsächlich das Leben erleichtert.

Die Königin verlangt nach Strom

Als ich die Box aus dem Karton gewuchtet habe und sie endlich ausgepackt vor mir steht, macht sie den soliden Eindruck, der bei ihrem Preis Pflicht ist. Nichts knarzt, nichts knackt, alles fühlt sich hochwertig an und der Deckel schliesst mit einem satten Klick. Schön und gut, aber was kann sie noch, das so eine stolze Summe rechtfertigen würde? Den Klimawandel aufhalten? Eher nicht, denn die Königin verlangt nach Strom, auch wenn sie mit Energieeffizienz A++ im Konsum bescheiden bleibt. Mit im Karton finden sich zwei Kabel. Eines mit Schuko-Stecker und beiliegendem CH-Adapter (100-240 V AC), ein zweites für den Zigarettenanzünder im Auto (12/24 V DC). Bekommt sie, wonach sie verlangt, kann die Dometic CoolFreeze nicht nur schnöde kühlen, sondern bis zu -22 Grad gefrieren.

Der Innenraum ist zweigeteilt: Neben dem herausnehmbaren und abtrennbaren Korb gibt es noch ein flacheres Fach, unter dem die Technik steckt.

Kühlbox-Gedanken

Ich stecke sie ein und wecke sie per Knopfdruck aus dem Dornröschenschlaf. Das Display steht bei 24 Grad, ich setze die Zieltemperatur auf -22 und habe Zeit, mir über meine bisherige Kühlkarriere Gedanken zu machen. Die ersten schönen Erinnerungen bescherte mir ein orangefarbenes 70er-Jahre-Relikt, das meiner Mutter auf Ferienfahrten den Fussraum nahm und aus dem sich alle paar Stunden etwas Süsses erquengeln liess. Irgendwann bekam das treue Teil in Italien Brandblasen am Deckel. Später ging es dann eher um kaltes Bier, und ich fiel mehr als einmal auf billige Dosen in noch billigeren Kühltaschen herein. Inzwischen bin ich bei einem grundsoliden Modell gelandet, das gut für einen Tagesausflug mit Familie taugt.

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Kassensturz-Testsieger! Gut isolierende Kühlbox mit PU Isolierung für Tagesausflug oder Strand. Die harte Außenschale und die stabilen Griffe machen diese Box zum zuverlässigen Begleiter, wenn gute Kühlung aber keine Extremleistungen gefragt sind.
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Für Nachmittage in der Badi oder am See kommt bei mir ein kleiner Rucksack wie dieser mit. Die Getränke bleiben darin lange genug kühl und die Würste kommen ohnehin schnell auf den Grill.

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Nun also mein Einstieg in die Welt der aktiven Kühlung. Neben den Modellen, die Strom aus dem Netz oder der Autobatterie benötigen, gibt es auch noch Alleskönner, die fernab von Steckdosen gasbetrieben weiterkühlen wie die Dometic Combicool ACX40 G.

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Mit dieser Absorberkühlbox bist Du bei der Wahl des Picknickorts völlig unabhängig. Die Energieversorgung ist überall gewährleistet.

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Von 24 auf -11 Grad in gut 30 Minuten

Am oberen Ende der Kühlkette thront aber die Eiskönigin, die nun leise in meiner Wohnung brummt und nach einer guten halben Stunde schon -11 Grad anzeigt. Nach einer Stunde sind es dann frostige -19 Grad. Ich bin überrascht, wie schnell das ging, aber sie hat ja auch, was sie braucht. Strom, einen ebenen und trockenen Abstellplatz und etwas Luft um sich herum. Sie ist eine Kompressor-Kühlbox und wer so doll kühlt, muss schliesslich Wärme loswerden können. Der Geräuschpegel im Betrieb hält sich in Grenzen und stört mich nicht. Ein kleines LED-Licht neben dem dimmbaren Display mit der Temperaturanzeige signalisiert, ob der Kompressor gerade läuft (grün) oder aus ist (orange).

Mit 38 Litern Stauraum passt ordentlich was rein, der grosse Korb im Inneren lässt sich herausnehmen und abtrennen, beim Öffnen des Deckels macht sie brav Licht. Sie ist ein Toploader-Kühlschrank im Outdoor-Look, der auch gefrieren kann. Und das zügig. Ihr Revier ist das zur Zweitwohnung ausgebaute Vorzelt am Wohnwagen, das Boot, der Campingbus Marke Eigenbau oder der Wochenendtrip in die Berghütte.

Spielplatz Kühlbox: So robust wie sie ist, ist der Jeep das passende Fahrzeug.

Die App zur Box

Die Dometic CoolFreeze CFX 40W ist auch noch smart. Oder sie will es zumindest sein. Denn, tatsächlich, es gibt eine App zur Box. Ich lade sie runter, aktiviere das WLAN und verbinde mich mit meiner Kühlbox. Ich kann mit der App:

  • Die Kühltemperatur sehen und einstellen
  • Den Batterieschutz verstellen
  • Die Anzeige zwischen Grad und Fahrenheit umschalten
  • Den Temperaturalarm aktivieren
  • Das WLAN umbenennen und das Passwort ändern, damit niemand meine Kühlbox hackt
  • Die Kühlbox ausschalten

Hingehen und etwas rausnehmen muss ich allerdings immer noch selber, ein Butler-Service ist leider nicht inbegriffen. Drum: Kein Fortschritt für mich, kein Fortschritt für die Menschheit. Da erscheint mir der ebenfalls vorhandene USB-Anschluss zum Handy aufladen noch sinnvoller.

Per Schieberegler lässt sich in der App die Zieltemperatur einstellen.

Der Praxistest

Alles Spielerei, was zählt ist der Praxistest: ein Wochenende in den Bergen. Vier Erwachsene und vier Kinder wollen verpflegt sein. Ich packe die Box an den sehr soliden Klappgriffen und wuchte sie ins Auto. Das Kabel ist gerade lang genug, um sie im Kofferraum der Familienkutsche über den Zigarettenanzünder an der Mittelkonsole mit Strom zu versorgen. Ansonsten hätte ich ein Problem gehabt, denn ein anderer Stellplatz kommt bei den Dimensionen und dem Gewicht der Dometic nicht in Frage. Unterwegs erwähne ich die Möglichkeit, die Kühltemperatur während der Fahrt jederzeit per App regulieren zu können und ernte keine Begeisterungsstürme.

Beim Einkauf eskaliert die Lage

Ich frage mich schon, ob ich die Dometic CoolFreeze CFX 40W völlig umsonst mitgeschleppt habe und mit der handlichen Normalo-Variante nicht besser bedient gewesen wäre, aber dann, beim Einkauf, eskaliert die Lage. Während ich meinen zweijährigen Sohn davon abzubringen versuche, sich direkt hinter dem Eingang heulend auf dem Boden zu wälzen, nimmt der Einkauf ohne mich seinen Lauf. Dies noch, das noch, davon lieber gleich zwei – im Nu ist der Wagen voll und die grosse Box im Kofferraum kommt mir auf einmal ganz klein vor. Doch sie schluckt gerade so alles, was gut gekühlt werden muss, und ich bin froh um ihre Power. Das Ding hat Leistungsreserven und lässt mich nicht im Stich.

Das Ende des Eismärchens

In der kühlschranklosen Berghütte angekommen, findet die Dometic CoolFreeze CFX 40W ihren Platz direkt neben der Tür und tut, was eine Kühlbox eben tut. Wir haben jederzeit alles griffbereit, die Kinder können sich selbst bedienen und wenn mal was kühler werden soll, dauert es in der Regel nur ein paar Minuten, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Wäre es meine Hütte, hätte die Box hier ein neues Zuhause gefunden. Und falls ich mir mal einen Campingbus ausbaue, ist das Teil eine ernsthafte Option. Doch vorerst gebe ich die Königin der Kühlboxen schweren Herzens wieder ab, bevor mir die Bank das Konto einfriert.

Fazit

Ja, sie ist teuer. Aber mit der Dometic CoolFreeze CFX 40W musst du auch keine Kompromisse machen. Sie kühlt schnell und effizient. Sie hat Reserven und wird auch bei grosser Hitze keinerlei Probleme bekommen. Sie hat einen dreistufigen Batteriewächter, der vor zu tiefer Entladung schützt, wenn die Box an einer Batterie betrieben wird. Sie ist hochwertig verarbeitet und vermittelt den Eindruck, dass man viele Jahre gut damit bedient ist. Das ist mir lieber, als wenn irgendein günstiger Klotz nach ein oder zwei Jahren im Keller verendet. Für mich hat die Dometic ihren hohen Preis gerechtfertigt.

  • CoolFreeze CFX 40W (38l)
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CHF 882.–
Dometic CoolFreeze CFX 40W (38l)
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Das Glück ist flüchtig, also bleibe ich in Bewegung. Auf dem Bike, am Ball (Grösse und Farbe egal) und bei allem, was der Fantasie zweier Kinder entspringt. Ich liebe es, meinen Spieltrieb auszuleben und Zufällen eine Chance zu geben. Denn wenn der Weg das Ziel ist, dann soll es ein schöner sein.

1 Kommentar

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User nicole_3339

Eine gute Kühlbox lohnt sich einfach. Habe die Box (21l) in meinem Camper Bus. Gespiesen durch eine reguläre Autobatterie (12V). Ist diese voll kann ich damit dir Box über drei Tage in Betrieb halten - Temperatur 5 Grad. Ich bin mega happy mit der Leistung und dem tiefen Energieverbrauch.

26.06.2018
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