Du bist nicht mit dem Internet verbunden.
Galaxus Logo
Reportage Wohlbefinden311

Habe ich schon einmal gelebt?

Meine lichtempfindlichen Augen schielen auf das Smartphone-Display. Drei Stunden scheinen vergangen zu sein, seit ich mich auf eine Reise in ein früheres Leben begeben habe. Um genau zu sein 2 Stunden, 48 Minuten und 53 Sekunden.

Etwas mulmig ist mir schon bei dem Gedanken, dass ich mich gerade in der Wohnung einer fremden Person befinde. Aber als Coach für ganzheitliche Fitness weiss Martina Laager, wie sie eine vertraute Atmosphäre schafft, in der ich mich sogleich entspanne. Martina ist gelernte Pharma-Assistentin und bietet gemeinsam mit ihrem Mann Alex seit zehn Jahren sogenannte Rückführungstherapien an. Dabei unternimmt man eine Art mentale Reise in die Jugend, die Kindheit oder gar in ein vergangenes Leben. Das Ziel dabei? Antworten finden. Antworten auf Fragen, die einen nicht mehr loslassen. «Wie weit sich jemand in die Vergangenheit zurückführen lässt, hängt davon ab, welche Glaubenssätze diese Person hat», erklärt Martina mir. Ich zum Beispiel glaube an die Wiedergeburt, weswegen ich diese Erfahrung machen möchte – auch wenn der Grossteil meines Umfeldes die Augen verdreht, wenn ich das Thema anschneide.

Lass uns reden

Martina führt mich an einen weissen Palettentisch, wo unser Vorgespräch stattfinden soll. Mein Blick fällt auf die grosse Glaskaraffe, auf deren Boden sich die Blume des Lebens abzeichnet. Ein Ornament, das mir bereits beim Besuch des Life Coachs Brigitte Jenni ins Auge gesprungen ist. Martina schenkt uns zwei Gläser Wasser ein und fragt mich direkt, wie ich mich fühle. Glücklich, ausgelassen und zufrieden, so meine Antwort. Sie möchte von mir wissen, ob mir irgendwelche körperlichen Symptome aufgefallen sind, bevor ich herkam. Das sei etwas, das häufiger vorkommen könne. Ich werde hellhörig. War da nicht dieser stechende Schmerz in meiner rechten Schulter, der mich während der letzten Meter auf dem Weg zu ihr geplagt hat? Er kam aus dem Nichts und verschwand just in dem Augenblick, als Martina mir die Türe öffnete und mich mit einem Strahlen empfing. Zufall?

Bei Martina fühle ich mich sofort wohl.

Gemeinsam gehen wir einen vorgefertigten Fragebogen durch. Sie erkundigt sich nach wichtigen Personen in meinem Leben, mir bekannten Verhaltensmustern, Gefühlen, körperlichen Beschwerden, Zukunftswünschen und dem Schlimmsten, das mir meiner Meinung nach passieren könnte. Auf diese Weise lernt sie mich besser kennen und wir formulieren gemeinsam die Fragen, auf die ich Antworten suche: Bin ich gewissen Personen bereits früher begegnet? Wie sah mein Leben damals aus und wie bin ich gestorben? Das sind nur jene, die ich bereit bin, öffentlich preiszugeben. Insgesamt komme ich auf acht Fragen.

Martina klärt mich darüber auf, dass das Ganze ohne Hypnose stattfindet. Ich bin bei vollem Bewusstsein und kann jederzeit darüber entscheiden, ob ich aufhören möchte. Sie nimmt dabei lediglich die Rolle meiner Begleiterin ein. Ich frage sie, ob das bei allen klappt. «Es gibt Leute, die überhaupt nicht in eine Rückführung hineinfinden und blockiert sind. Mir persönlich ist das zwar noch nie passiert, vorkommen kann es aber.» Eine Rückführung sei auch nicht für jeden das Richtige. Ich soll es als ein Werkzeugen zur Selbsthilfe betrachten. Als eine Art Instrument, das mir in jeder Lebenslage helfen kann, eine dringende Frage zu beantworten oder etwas besser zu verstehen.

Bevor es losgeht, bittet Martina mich, mein Handy auf Flugmodus zu stellen und das gesamte Geschehen mit der Memo-Funktion meines Handys aufzunehmen. Auf diese Weise kann ich es mir zeitnah, am besten innerhalb von 72 Stunden nach der Rückführung, nochmals anhören. Auch Metalle wie Piercings entferne ich zugunsten des Energieflusses. Dann lege ich mich rücklings auf eine Liege. Meinen Kopf platziere ich auf dem Kissen, während meine Kniekehlen von einem Polsterelement gestützt werden. Auf meinen Augen ruht ein Tuch. Damit ich in mein Bewusstsein gelange, weist mich Martina nach einer Atemübung an, Schritt für Schritt mithilfe meines Vorstellungsvermögens meine einzelnen Gliedmassen «auszuschalten». Jetzt sind da nur noch meine Gedanken.

Wo bin ich? Und noch wichtiger, wer bin ich?

Meine Reise beginnt. Ich soll mir ein Haus vorstellen. Vor meinem inneren Auge fügt sich das Bild eines alten, steinigen Gebäudes zusammen. Martina fragt mit sanfter Stimme nach einem Lift. Nein, hier ist definitiv kein Lift. Also suche ich nach einer Treppe. «In welchen Stock möchtest du gehen?», fragt sie mich. Wie aus der Pistole geschossen antworte ich mit «zwei». Ich bin überrascht und frage mich sogleich, woher ich das so genau weiss. Die Zahl hat sich ganz deutlich vor meinem inneren Auge abgezeichnet, keine Frage. Aber liegt das nicht einfach daran, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt in diesem Leben ebenfalls im zweiten Stock wohne?

Ich merke schnell, dass die Antworten nicht immer so eindeutig, ja manchmal sogar nicht ausfindig zu machen sind. «Jeder sieht und spürt nur das, wozu er auch bereit ist», beruhigt mich Martina. In der ersten halben Stunde scheine ich irgendwo in einem altertümlichen Setting herumzuirren und lande erst in einer Küche, dann in einem fremden Zimmer. Ich bin ganz alleine, sehe mich um. Und dann schockiere ich mich selbst. Als mich Martina nach meinen Gefühlen fragt, die ich an diesem Ort wahrnehme, kullern die ersten Tränen über meine Wangen. Was zum Teufel ist los mit mir? Eben ging es mir doch noch prima. Ich kann mir den Gefühlsausbruch nicht erklären und er ist mir sehr unangenehm. «Das passiert schon mal, lass dich einfach auf das Gefühl ein», sagt Martina.

Es folgen verschiedene Szenenwechsel und Bildfragmente. Immer wieder soll ich mein «höheres Ich» darum bitten, mich an die für mich wichtigen Schauplätze zu bringen. Damit meint Martina die Person, die mich innerlich durch das Ganze führt. Das gelingt mir aber nicht immer. Manchmal sind es bloss Bilder, die sich wie aus dem Nichts vor meinen geschlossenen Augen auftun, manchmal bewegte Szenen oder nur Gefühle. Und manchmal ist da nichts. Ständig kreist in meinem Kopf die Frage: Bilde ich mir alles nur ein? Entspringt das alles hier nur meinem Wunschdenken? Schliesse ich aufgrund der Gegenwart vielleicht auf die Vergangenheit, anstatt es umgekehrt zu tun?

Hier gefällt's mir. Laagers sind dennoch auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten für ihr Angebot.
Martina hat ein Flair für Hawaii, das zeigt sich auch in der Deko.

Zeitlos

Ich verliere jegliches Zeitgefühl. Ich spüre, dass sich mein Nacken versteift, was ein Zeichen dafür sein muss, dass ich schon länger daliege, als gedacht. Konzentriert zu bleiben, fällt mir von Sekunde zu Sekunde schwerer. Am meisten Mühe bereitet mir der Schlussteil. In ihm analysiere ich die Personen, die ich in meinem Kopfkino angetroffen habe, um herauszufinden, ob sie entscheidende Schlüsselfiguren sind. Dazu stelle ich mir selbst symbolisch einen Schutzengel zur Seite, den ich, weil er «nichts taugt», einmal gegen einen Ersatzspieler eintauschen muss. Obwohl ich an solche Engels-Begleiter glaube, fällt es mir schwer, die Angelegenheit in diesem Moment ernst zu nehmen. Hinzu kommt, dass ich mental völlig an meine Grenzen gestossen bin. Ich beantworte Martinas Fragen immer häufiger mit einem «Kann ich nicht sagen». Dann ist es vorbei.

Langsam richte ich mich auf. Mein Schädel brummt. Als meine lichtempfindlichen Augen auf das Smartphone-Display schielen, kann ich es kaum fassen: Drei Stunden scheinen vergangen zu sein. Um genau zu sein zwei Stunden, 48 Minuten und 53 Sekunden. Unfassbar, zumal ich die Zeit auf der Liege etwa auf eine Stunde geschätzt hätte. Nun wird mir auch klar, weshalb ich mir für diese Erfahrung fünf Stunden Zeit nehmen sollte. Eine Stunde Vorgespräch, zwei bis drei Stunden Rückführung, gefolgt von einer Stunde Nachbereitung. Dazu gehört, das «Gesehene» mithilfe von Martinas Notizen mit meinem heutigen Leben zu verknüpfen, um Antworten auf die anfangs gestellten Fragen zu finden. Anschliessend erhalte ich von ihr eine Reiki-Behandlung, die ihre Wurzeln in der tibetischen Heilkunst hat. Diese soll energetisierend wirken und dafür sorgen, dass ich wieder Kraft tanke. Indem sie mich fein berührt und ihre Hände über gewisse Körperpartien hält, begleitet sie mich in die Tiefenentspannung.

Martina geht nach der Rückführung ihre Notizen mit mir durch.

Hokuspokus?

Ich habe bis zum heutigen Tag, eine Woche nach meiner Rückführung, noch keine eindeutige Meinung zum Ganzen. Sehr untypisch für mich. Das liegt vermutlich daran, dass ich mir die Erfahrung ganz anders ausgemalt habe. Ich dachte, ich würde alles klar vor mir sehen. Wie eine Art Film, der sich vor meinem inneren Auge abspielt. Dass mir viel Eigenarbeit, Energie und Konzentration abverlangt wird, habe ich nicht erwartet. Auch das Wechselspiel aus Selbstzweifel und -vertrauen ist ermüdend. Während ich im einen Moment noch überzeugt bin, dass ich auf dem richtigen Weg bin, gerät mein Glaube in der nächsten Minute schon ins Wanken. Dann schiebe ich alles auf meine blühende Fantasie. Und sobald ich gar nichts wahrnehmen kann, mache ich mir unwillkürlich Druck.

Was meine Fragen anbelangt: Alle konnte ich nicht klären, aber einige. Zwischenzeitlich schien mich meine mentale Reise gar in zwei unterschiedliche Leben zu führen. Im Grunde würde ich die Erfahrung als einen von aussen geleiteten Monolog beschreiben, der mir feine Zusammenhänge und Parallelen zwischen dem, was ich in der Sitzung erfahren habe und meinem jetzigen Leben, aufgezeigt hat. Martina hat mich dazu gebracht, Themen, die mein Unterbewusstsein wohl schon länger beschäftigen, auszugraben und mit Bildern, Szenen und Gefühlen in einen Zusammenhang zu bringen. Dadurch habe ich mir ein paar Verknüpfungen wortwörtlich vor Augen geführt. Ich kann mir gut vorstellen, in ein paar Jahren erneut einen Versuch zu wagen. Bis dahin wird mich das eine oder andere, das ich gesehen habe, noch eine Weile verfolgen...

  • Rückführungs Erlebnis in Zürich (5h, Zürich)
  • Rückführungs Erlebnis in Zürich (5h, Zürich)
  • Rückführungs Erlebnis in Zürich (5h, Zürich)
CHF 280.–
Rückführungs Erlebnis in Zürich (5h, Zürich)
Möchtest du mehr verstehen in deinem Leben? Die Lösung ist ein gezielter Zugang zum Unterbewusstsein. Eine Rückführung ermöglicht dir auf alle Fragen eine Antwort zu erhalten. Eine Rückführung hilft uns Vergangenes aufzudecken und zu verarbeiten. Freiraum für Neues wird geschaffen. Der Gutschein ist für 1 Person gültig!

Verfügbarkeit

Postversand

  • ca. 2 – 4 Tage
    > 5 Stück versandbereit ab externem Lager

Abholen

  • Eine Abholung dieses Produktes ist leider nicht möglich.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Details anzeigen

Mit einem Klick auf das schwarze «Autor folgen»-Knöpfchen neben meinem Profil bist du auch bei meinem nächsten Abenteuer dabei. 🤗

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

<strong>Nie wieder Schmerztabletten?</strong> Wir haben das neue Gadget gegen Regelschmerzen getestet
ReviewGesundheit

Nie wieder Schmerztabletten? Wir haben das neue Gadget gegen Regelschmerzen getestet

<strong>Hoch die (Mens-)Tassen:</strong> 4 Frauen teilen ihre Erfahrungen
ProduktvorstellungGesundheit

Hoch die (Mens-)Tassen: 4 Frauen teilen ihre Erfahrungen

Profi-Tipps für mehr Gelassenheit im Alltag
KnowhowWohlbefinden

Profi-Tipps für mehr Gelassenheit im Alltag

Avatar

Natalie Hemengül, Zürich

  • Editor
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.

3 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen
Es gelten die Community-Bedingungen.

User Anonymous

Was für ein "Lifestyle-Erlebnis".
Bitzeli Hawaii-Feeling, bitzeli New-Wave-Esoterik, bitzeli Tibet, bitzeli Wasser aus Einmachgläsern saufen - Chapeau, wer mit einem solchen willkürlichen Potpurri von "lässigen" Trends anderen, ebenfalls leicht verwirrten und orientierungslosen Geistern, das Geld aus der Tasche ziehen kann, hats wohl geschafft.

Ich bin der Meinung, dass solche Esoterik- Diarrhö absolut keine Plattform verdient.

24.04.2019
User ursdaniel

Mike shiva der neue galaxus partner lol

24.04.2019
User ultima73

Urteilt nicht über Dinge von denen ihr keine Ahnung habt.
Spott und Häme waren schon immer natürliche Reaktionen auf Dinge, die der eigene Verstand nicht bereit ist zu erfassen. Und was der Verstand nicht erfassen kann, macht Angst.
Also lächelt nur weiter eure Unsicherheit und eure Ängste weg, ist eure Entscheidung, aber begegnet anderen Menschen bitte mit der selben Toleranz, die ihr von anderen euch gegenüber erwartet.
Seid einfach so freundlich und respektiert andere Ansichten, denn andere respektieren eure ja auch.

15.05.2019