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Blackroll Recovery Pillow: Ein Kopfkissen unter der Lupe

Was musst du über ein kleines Kopfkissen von Blackroll wissen? Diese Frage hat mir ein paar schlaflose Nächte beschert. Immerhin lag ich beim Grübeln ziemlich bequem auf dem «Recovery Pillow», während mir die Giftpflanze des Jahres 2018 zu Kopf stieg.

Auf einer To-do-Liste schläft es sich schlecht. Seit über zwei Monaten sinke ich abends auf das «Blackroll Recovery Pillow» und mir schiesst durch den Kopf: «Mist, dazu solltest du noch ein Review schreiben!» Keine günstigen Voraussetzungen, um abzuschalten. Aber dafür kann das Kissen ja nichts. Im Gegenteil, es hat mir ziemlich gut getan. Doch fangen wir vorne an.

Jetzt auch noch ein Kopfkissen, ist mein erster Gedanke, als ich es in die Finger bekomme. Ein Kissen von Blackroll. Der Marke, bei der der Name anfangs Programm war, weil sie mit schwarzen Rollen die Fitnesswelt erobert hat. Zumindest im deutschsprachigen Raum ist die «Blackroll» zum Synonym für Faszienrollen geworden. Das Unternehmen hat sich aber nicht auf dem Erfolg ausgeruht, sondern nach und nach ein kleines Imperium rund um die Themen Fitness und Regeneration aufgebaut. Da ist es nur konsequent, den Schlaf einzubeziehen.

Verpackt eine echte Blackroll: In der Reisetasche lässt sich das Kissen leicht mitnehmen.
Der Memory-Schaum entfaltet sich innerhalb von ein paar Sekunden, dann misst das Kissen 50 x 30 x 11 Zentimeter.

Von der Blackroll zum Kissen in 20 Sekunden

Geliefert bekommst du eine echte Blackroll. Das Kissen steckt zusammengerollt in einer federleichten Reisetasche aus schwarzem Stoff. So macht es nicht nur dem Markennamen alle Ehre, sondern passt auch gut ins Gepäck. Sobald du den Klettverschluss an der Tasche löst, entfaltet sich der Memory-Schaum und nach ein paar Sekunden liegt das Kissen in seiner ganzen Grösse vor dir. Es ist 50 Zentimeter breit, 30 Zentimeter lang und 11 Zentimeter hoch. Der graumelierte Bezug mit grünem Rand lässt sich per Reissverschluss öffnen und abziehen. Er ist bei 40 Grad waschbar, der Schaumstoffkern nicht. Obwohl ich ihn gerne waschen würde, denn sein Geruch irritiert mich.

Was riecht hier denn so?

Das Kissen riecht nicht chemisch. Eher... ätherisch. Es muss Absicht sein, der Duft hängt tief im Hightech-Memory-Schaum. Schnell finde ich heraus, was der Grund dafür ist.

«Bei der Herstellung des Schaums werden ca. 30% natürliche Öle zugesetzt, was eine nachhaltigere und umweltschonendere Produktion im Vergleich zu chemischen Standard-Verfahren ermöglicht.»

Irgendwo in diesem Schaumstoffkern mit Belüftungskanälen hängt der Geruch.

Ich bin nicht der Typ, der auf Duftöle steht. Aber wenn es der Umwelt dient, will ich nicht die Nase rümpfen. Und beim Schlafen hat mich der Geruch nicht weiter gestört. Das Blackroll-Kissen ist «made by Centa-Star», einem Bettwarenhersteller aus Stuttgart. Auf dessen Website lerne ich, dass es sich bei der Geruchsquelle um Verenda-Öl handelt. Besser bekannt als Rizinus-Öl. Das kennst du vielleicht als Abführmittel.

Ausserdem wurde der Rizinus 2018 zur «Giftpflanze des Jahres» gewählt und der botanische Name leitet sich vom lateinischen «ricinus» ab, was «Laus, Ungeziefer» bedeutet. Na, herzlichen Glückwunsch! Liege ich auf einem verlausten Giftkissen, das Durchfall verursacht? Natürlich nicht. Giftig sind nur die Samen des Rizinus. Das Kissen erfüllt den Oeko-Tex-Standard 100 Klasse 1 und ist damit absolut unbedenklich. Übrigens: Der Rizinus wird auch «Wunderbaum» genannt, weil er so schnell wächst. Das hört sich doch schon besser an.

Lagebesprechung

Eine Längsseite des Kissens ist gerade, die drei übrigen Seiten sind leicht konkav. In der Mitte hat es eine Mulde, die Rückseite ist eben. So ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, das Kissen unter den Kopf zu schieben. Liegst du auf dem Rücken, findet dein Kopf in der Mulde Platz und die Halswirbelsäule wird unterstützt. Schläfst du auf der Seite, füllt es den Bereich zwischen Hals, Schultern und Kopf gut aus. In der Bauchlage habe ich mir das relativ hohe Kissen etwas unangenehm vorgestellt, wurde aber positiv überrascht. Es ist weicher, als ich erwartet hätte. Der Memory-Schaum passt sich gut an, sogar diese Position empfinde ich als bequem.

Unter dem Bezug versteckt sich auf einer Seite eine Mulde.

Im Einsatz: Was hat es mir gebracht?

Anfangs dachte ich: «Gut, probierst du das Ding mal zwei Wochen aus und nimmst es danach vielleicht als Reisekissen.» Inzwischen schlafe ich nur noch darauf. Das kleine Recovery Pillow hat meinem grossen Daunenkissen locker den Rang abgelaufen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen fühle ich mich darauf grundsätzlich wohl. Der Bezug ist angenehm weich. Er besteht aus 60 Prozent Polyester und 40 Prozent Viskose und ist nach dem Waschen schnell wieder trocken. Der Kern passt sich gut an und das Kissen bleibt schön kühl. Ich schwitze nicht.

Hinzu kommt, dass ich schon länger darüber nachgedacht habe, mir ein Seitenschläferkissen anzuschaffen. So würde ich gerne schlafen, lag bisher aber nie bequem genug, um die Position zu halten. Entweder schliefen mir die Arme ein, weil ich sie unter mein Kissen geschoben hatte, um den Kopf zu stützen. Oder ich bekam Nackenschmerzen. Auf dem Recovery Pillow ist das besser geworden. Ich kann bequem auf der Seite liegen, wälze mich weniger herum und wache seltener auf.

Wofür ist das Kopfkissen überhaupt da?

Ein Kissen ist eine Art Einlegesohle für eine Matratze, die nicht richtig passt. Das behaupte nicht ich, sondern Nick Littlehales, der es als «Sport Sleep Coach» weit gebracht hat. Er optimiert die Schlafgewohnheiten von Stars wie Cristiano Ronaldo und für ihn gibt es nur eine empfehlenswerte Schlafposition: auf der Seite. Wenn du so liegst und deine Wirbelsäule eine horizontale Linie bildet, sollte der Abstand zwischen Kopf und Matratze nicht mehr als sechs Zentimeter betragen. Diesen Abstand muss das Kissen ausfüllen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Bei mir macht das Recovery Pillow diesen Job gut. Und da laut Blackroll knapp 60 Prozent der Menschen Seitenschläfer sind, unterstelle ich mal, dass die Bedürfnisse dieser Mehrheit bei der Entwicklung speziell berücksichtigt wurden.

So machst du mehr aus <strong>deiner Nacht</strong>
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Ein Kissen auf Reisen: Solltest du es mitnehmen?

Hast du «dein» Kissen gefunden, ist es durchaus sinnvoll, es auch mit auf Reisen zu nehmen. Denn es ist wahrscheinlich, dass die Matratze im Hotel nicht richtig passt. Während Spezialisten wie Littlehales ihren Athleten ganze «Sleep Kits» zusammenstellen und rund um den Globus schicken, hast du so zumindest ein persönliches Teil dabei, das helfen kann eine gute Schlafposition zu finden. Ich habe in den vergangenen Monaten einige Hotelkissen aus den Betten geschmissen und den kleinen Zusatzaufwand nicht bereut. Das ungefähr 800 Gramm schwere Recovery Pillow lässt sich problemlos ein- und ausrollen und die Transporttasche ist atmungsaktiv. Auch wenn du es kurz nach dem Aufwachen schon zusammenrollst, springt es dir beim nächsten Auspacken nicht muffig entgegen. Meines riecht zumindest noch immer leicht nach den natürlichen Ölen.

Leichtes Gepäck: Bei mir kommt das Kissen wann immer möglich mit.

Fazit: Genau mein Ding

Blackroll macht Produkte mit sportlichem Anstrich, die «made in Germany» und gut vermarktet sind. Zum Kissen bekommst du ein kleines «Sleep Manual», auch online gibt es weitere Tipps. Das Gesamtpaket zieht. Mir ist das Drumherum ziemlich egal. Ich schlafe einfach besser auf dem Recovery Pillow. Es ist relativ weich und kompakt, trotzdem unterstützt es den Kopf gut. Für mich passt das. Und das Beste: Ab sofort ist es für mich keine To-do-Liste aus Memory-Schaum mehr, sondern nur noch mein Kissen. Was das für dich bedeutet? Schwer zu sagen. Jeder Mensch ist anders und beim Schlaf spielen viele Faktoren eine Rolle. Aber die Kundenbewertungen zeigen, dass ich mit meinen positiven Erfahrungen nicht alleine bin.

  • Recovery Pillow
  • Recovery Pillow
  • Recovery Pillow
CHF 109.–
BLACKROLL Recovery Pillow
Schlaf als Regeneration für Sportler. Ergonomisches Kissen für zu Hause und unterwegs. 100% in Deutschland und nach Oeko-Tex Standard 100 hergestellt.
12

Verfügbarkeit

  • Unbekannt

Alle Angaben ohne Gewähr.

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Michael Restin, Zürich

  • Editor
Das Glück ist flüchtig, also bleibe ich in Bewegung. Auf dem Bike, am Ball (Grösse und Farbe egal) und bei allem, was der Fantasie zweier Kinder entspringt. Ich liebe es, meinen Spieltrieb auszuleben und Zufällen eine Chance zu geben. Denn wenn der Weg das Ziel ist, dann soll es ein schöner sein.

16 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen
Es gelten die Community-Bedingungen.

User Anonymous

Habe seit 2007 Schlafstörungen und schon einiges ausprobiert. Hol mir das Ding heute in der Berner Filiale ab und werde in ein paar Wochen gerne einen Erfahrungsbericht in die Produktebewertung schreiben...

24.04.2019
User Michael Restin

Ich hoffe, es bringt was und bin gespannt auf deine Erfahrungen damit.

24.04.2019
Antworten
User jukeboxx

Gibt es extra Bezüge zum kaufen? Wäre super.

24.04.2019
User Michael Restin

Soweit ich weiss, gibt es bislang leider keine extra Bezüge.

24.04.2019
User Sandro.C

Braucht man auch nicht unbedingt - der Bezug ist sehr dünn und trocknet relativ schnell.

10.05.2019
Antworten
User ichibansenshi

Dieser Review liest sich eher wie ein bezahlter Werbebeitrag. Na ja.

24.04.2019
User Anonymous

Ist das nicht legitim? Galaxus verdient sein Geld mit dem Verkauf von Ware!? Warum dafür keine Werbung machen?

26.04.2019
User ichibansenshi

Doch, doch. Ich habe nichts gegen Werbung, aber bitte nicht unter dem Deckmantel eines Reviews. Das ist nicht die Definition. Wenn ich ein Testbericht lese, will ich darauf vertrauen können, dass die Ware objektiv getestet wurde. Persönliche Meinungen können gerne mit einfliessen, aber dieser Review liest sich zu sehr wie ein Werbetext welcher in der PR Abteilung von Blackroll entstanden ist und somit als "Review" nicht brauchbar, eigentlich ist es sogar täuschung und vermutlich ein Fall für die Lauterkeitskommission.

26.04.2019
User Waebi

gibt auch zu sagen, dass die meisten Reviews recht objektiv klingen, und auch schlechte oft publiziert werden.

27.04.2019
User Anonymous

Ichibansen digitec galaxus stand schon einige male in der kritik der hersteller und produzenten, dass sie die produkte zu ehrlich bewerten. Ich denke wenn ein produkt wirklich gut ist, dann kann man das auch so schreiben in der kunst wie es micheal tut. Habe viele reviews gelesen, die knallhart ehrlich sind und die produkte nicht immer gut dahstehen lassen. Hab bisschen vertrauen und bei einem kissen für 108.- darf man auch was erwarten. Für mich durchaus plausible der review.

18.05.2019
Antworten
User manuel.braun86

Das Kissen besteht gemäss Beschreibung im Bericht aus Viskose und Polyester. Kann man zu 100% davon ausgehen dass kein Latex verwendet wurde?

25.04.2019
User Waebi

zumindest auf der Webseite blackroll.ch/produkte/recov... sagen sie explizit "latex-frei".

27.04.2019
Antworten
User 999pat999

Tja, jetzt fehlt noch eine kleinere Version als Reisekissen!

26.04.2019
User jukeboxx

Reisekissen sind fragwürdig. Im schlimmsten Fall holt man sich so Bettwanzen nach Hause oder schleift sie von Hotel zu Hotel.

Oder lässt sich das Kissen bei 60° waschen? Dann wäre es ok.

28.04.2019
User 999pat999

Ich dachte bei „Reisekissen“ eher an ein Kissen für die Reise, also Flugzeug, Bus, Bahn...

29.04.2019
Antworten
User CorinneB.

Probiert es mal mit einem Hirsenkissen. Dies hat genau dieselben Eigenschaften, besteht aber aus natürlichen Materialien, was beim schlafen zu empfehlen ist.
Ich bin (auch) Seitenschläferin und schlafe seit mind. 15 Jahren nur noch mit einem Hirsenkissen (auf einem Schafwoll-Kopfkissen).

28.04.2019