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Inspiration

Jolanda lernt kochen. Ein Selbstversuch, Teil 3

Was auf dem Papier ganz gut klingt, muss sich heute am Herd bewähren. Nach langer Planung am grünen Tisch gebe ich heute mein Debüt in der Küche. Ich habe mir ein Probekochen der Hors d’Oeuvre (Vorspeise) und des Poisson (Fischgang) vorgenommen.

Heute gibt es gefüllte Champignons mit Kräuterpaste und Fischgratin mit Ratatouille-Rosen. Mein heutiger Partner in Crime: Meine beste Freundin, die zwar Gemüse hasst, aber gut basteln kann. Während Ersteres beim Testessen eher negativ ins Gewicht fallen dürfte, ist Letzteres hoffentlich ein Vorteil, denn wie ich den Rezepten entnehme, braucht man heute eine geschickte Hand. Wenn alles gelingt, erwartet uns ein gemüsereiches Festmahl, wobei mit den liebevoll aufgewickelten Ratatouille-Rosen auch was fürs Auge mit dabei sein sollte.

Das Abenteuer beginnt mit einem Grosseinkauf. Wow, da muss man einiges nach Hause schleppen – und wir kochen heute gerade mal zwei Gänge. Für den Achtgänger im Dezember werde ich dann wohl den Einkaufs-SUV brauchen. Zurück in der Wohnung wartet die erste koordinatorische Challenge auf uns: Sowohl Pilze als auch Fisch und Ratatouille müssen letztlich in den Backofen. Dies aber bei unterschiedlichen Temperaturen und für unterschiedliche Zeitspannen. Für den optimalen Trainingseffekt kochen wir unter Wettkampfbedingungen und bereiten die Gänge gleichzeitig zu. Wie manövriere ich also die drei Backschalen aneinander vorbei, wo doch gerade mal knapp zwei Platz in meinem Ofen finden? Ich entscheide mich nach alter Gewohnheit fürs Improvisieren. Das heisst, ich stelle die Durchschnittstemperatur ein und verlängere oder verkürze die Backdauern über den Daumen gepeilt entsprechend. Die Berechnungen ergeben, dass Pilze und Fisch gemeinsam in den Ofen dürfen. Nach zehn Minuten Backzeit kann ich die Pilze gegen das Ratatouille tauschen. So sollte es klappen.

Ordnung ist das halbe Leben – auch beim Kochen.

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Wir starten mit den Pilzen, oder vielmehr mit der Kräuterpaste, die dann in die Pilze gefüllt werden sollte. Da muss jede Menge geschnippelt werden. Mit einem Multifunktionsschneidbrett behält auch die ungeübte Köchin den Überblick. Was fertig geschnitten ist, kann leicht in den Schubladen zwischengelagert werden. Alle Zutaten zusammen mixen und fertig ist die Kräuterpaste! Nur: Wie Paste sieht der Schüsselinhalt nicht wirklich aus, sondern eher wie ein improvisierter Gemüsesalat – und wie soll der in die Pilze passen? Erstes Zwischenfazit: Wenn das Rezept «sehr fein würfeln» sagt, dann meint es «sehr fein würfeln». Mit Ach und Krach stopfen wir unseren Salat in die winzigen Pilzöffnungen. Für die Optik gibt’s hier schon einmal den ersten Abzug.

Die überfüllten Pilze. Deshalb sollte man sich ans Rezept halten.

Nach diesem ersten Dämpfer beschliessen wir, bei den Ratatouille-Rosen alles besser zu machen und halten uns strikt ans Rezept. In aufwendiger Handarbeit schneiden wir Zucchetti und Auberginen in dünnste Streifen, wickeln sie um Tomatenscheiben und drücken sie in die Backform. Das sieht doch ganz nett aus. Zweites Zwischenfazit: Sich ans Rezept zu halten, macht durchaus Sinn! Und Bastelerfahrung ist beim Kochen definitiv von Vorteil.

Sieht ganz nett aus – zumindest vor dem Backen.

Am meisten Respekt habe ich vor dem Fischgratin. Ausser in Form von Fischstäbchen hat noch kein Fisch den Weg in meine Küche gefunden. Zwar verspricht das Rezept, es könne nichts schiefgehen, aber hiess es das nicht auch im Pilzrezept? Tatsächlich ist die Zubereitung aber überraschend einfach: Tomatensauce in die Backform geben, Fischfilets aufrollen, mit einer Mischung aus Oliven, Kapern und Mandelblättchen zudecken – ab in den Ofen. So einfach geht das! Mit meiner neuen Backform geht es sogar noch einfacher. Dank grosser Griffe lässt sie sich auch mit Backhandschuhen sicher anpacken. Während Ratatouille und Fischgratin noch im Ofen schmoren, geht es nun den Pilzen an den Kragen. Die taugen zwar nicht für den Betty-Bossi-Prospekt, doch mit einem Glas Pinot Grigio können wir uns die kleinen Kerle einigermassen schön trinken. Geschmacklich sind sie ganz in Ordnung. Mit etwas sorgfältigerer Schneidarbeit könnte man definitiv noch mehr dazu beitragen, die feinen Geschmackskomponenten mit dem aromatischen Wein zu verbinden.

Fisch in der Backform.

Der Fisch hingegen ist der Musterknabe unseres Küchenoutputs: Einfach zuzubereiten, sieht schön aus, ist superlecker. Kaum zu glauben, dass etwas so Einfaches so gut sein kann. Zusammen mit einem Glas fruchtigen Estibals Minervois schmeckt er sogar noch besser. Es lohnt sich also durchaus, die alte «Fisch nur mit Weisswein»-Regel über Bord zu werfen. Zusammen mit den Ratatouille-Rosen ergibt es – mindestens geschmacklich – eine durchaus gelungene Kombination. Dass an der Optik noch gearbeitet werden muss, ist offensichtlich. Die Rosen sind zu gross geraten. Das führt nicht nur bei Gemüsehassern zum Gemüseoverkill, sondern sieht auch nicht besonders elegant aus.

Mein Fazit zu diesem ersten Experiment: Kochen kann durchaus Spass machen. Allerdings fehlt mir noch die Übung, um die verschiedenen Menükomponenten richtig zu koordinieren. Und es gibt einen Grund, weshalb man nach Rezept kocht, wenn man ein bestimmtes Ergebnis erzielen will. Wer lesen kann, ist auch beim Kochen klar im Vorteil. Und dann ist da die Sache mit der Optik – da ist noch viel Luft nach oben. Das Basteln mit Zucchetti-Schalen und Tomatenscheiben muss bis zum Finale im Dezember noch ausgiebig trainiert werden.

Beim nächsten Mal gibt’s aber vorerst was für gröbere Hände: Ich koche Schweinefilet und Suppe.

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Jolanda Hunziker

Ich gehe den Dingen gern auf den Grund, dies durchaus auch mal mit Taucherbrille und Schnorchel. Die Natur ist mein Zuhause, unabhängig von Regen, Temperatur oder Tageszeit. Ich bin gern auf Achse, manchmal auch bewusst neben der Spur.

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