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Wenn Hardware soft wird #5

Immer wieder begegne ich verwunderlichen Dingen in unserem Sortiment. Zuletzt Telefonhörern, die via Bluetooth oder Kabel mit einem Smartphone verbunden werden. Komisch, eigentlich dachte ich, dass Hörer passé sind. Wollen wir wieder «an der Strippe» hängen?

Wenn ein Gestalter möchte, dass man sein Produkt intuitiv benutzen kann, muss er die Umwelt, in der es zur Anwendung kommen soll, genau beobachten. So kann er die Chancen und Hürden des Designs im Alltag kalkulieren und Benutzerfreundlichkeit anstreben. Weil Peripherie-Hersteller wie Native Union neue Telefonhörer-Docks im Retrolook auf den Markt bringen, frage ich mich, ob Designer wohl bemerkt haben, dass uns Menschen im alltäglichen Umgang mit Smartphones etwas fehlt.

Was macht den Reiz alter Telefone aus?

Das Telefon hat uns neue Wege der Kommunikation ermöglicht. Es spricht unseren Tastsinn an – besonders wenn eine Strippe im Spiel ist – und es ist chic. Als Objekt steht es für sich und stellt im Fall von den Native Union Telefonhörern mit einer weichen Form und Oberfläche einen Kontrast zur virtuellen Welt dar. Als Millennial erinnern mich die Hörer an die Neunziger. Auf die Generation Z wirken sie wahrscheinlich bereits exotisch.

Seit ich von zuhause ausgezogen bin, habe ich kein Telefon mehr. Das liegt zum einen daran, dass ich zuerst in einer WG gelebt habe, in der niemand auf einen Festnetzanschluss Wert gelegt hat und zum anderen daran, dass ein Mobiltelefon samt Videofunktion und Apps wie Skype, mir mehr Möglichkeiten zum Kommunizieren bietet. Jetzt, wo ich allein lebe, starte ich einen Versuch und lege mir den Bluetooth-Hörer «Pop Phone Curve» von Native Union zu, um mir meine Frage, ob mit Telefonhörer alles besser war, zu beantworten. Vielleicht fehlt mir etwas, von dem ich nichts weiss?

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Native Union Pop Phone Curve
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Haptik-Revival

Gadgets sind für mich schön, wenn ihre Form ihre Technik versteckt. Das gelingt diesem Telefonhörer. Er ist so pur gehalten, dass es als Skulptur durchgehen könnte. Lediglich die Station samt Ladekabel lässt darauf schliessen, was das Objekt kann.

Beim ersten Kontakt mit dem Telefonhörer kommt in mir ein Gefühl von Vertrautheit auf. Im Vergleich zu meinem unhandlichen Smartphone, empfinde ich den Hörer griffig, leicht und die Handhabung intuitiv. Es geht nicht lang und schwups: Ich klemme mir den Hörer in meinen Nacken und laufe damit wie in alten Zeiten durch die Wohnung. Auch die Tonqualität ist um Einiges besser. Am meisten Freude bereiten mir die Tasten zum Auflegen und Annehmen von Anrufen. Ich mag, dass die Knöpfe mir Feedback geben und meine Erwartungen erfüllt werden. Dieses Handset ermöglicht mir darüber hinaus mit Programmen wie Skype zu telefonieren. Und das Beste: Ich komme nicht in Versuchung, parallel andere Apps zu bedienen, weil mein Smartphone woanders liegt.

Weniger Multitasking

Bisher wollte ich kein Festnetz besitzen, weil das in meinem Millennial-Kopf mit Festsitzen gleichgestellt war. Jetzt muss ich zugeben, dass die Unbeweglichkeit mit «Pop Phone Curve» mich beruhigt. Das, was mir oft beim Telefonieren fehlt, ist das Bewusstsein für mein Gegenüber. Ich kann zwar zwischen Tür und Angel und überall auf Reisen telefonieren, führe aber längst nicht so intensive Gespräche, wie wenn ich mit jemandem zuhause spreche. Ich erinnere mich daran, dass ich als Teenager stundenlang mit Freunden und Familie in den eigenen vier Wänden am Telefon gesprochen habe. Kein einfahrendes Tram, kein klirrendes Geschirr in einem Café oder laute Passagiere im Zug konnten stören. Vielleicht liegt's an der in mir aufkommenden Nostalgie, aber eigentlich ist es okay, nicht immer mobil zu sein.

Gegenbewegung zum technischen Fortschritt

Der Trend bewusst auf Mobilität zu verzichten geht weiter, als Telefonhörer-Docks: Heute werden unsmarte Mobiltelefone, sogenannte Feature- oder Dumbphones wieder aufgelegt: Das Bananen Handy «Nokia 811» ist ein Beispiel dafür. Es ahmt das Original aus dem Jahre 1996 nach. Die neue Version besitzt zusätzliche Eigenschaften wie eine 2 Megapixel Kamera, eine 4G-Funktionalität oder eine Ladung von bis zu 25 Tagen bei Standby-Zeit.

Im Unterschied zu kommenden 5G-Smartphones, wird das Retromodell nicht etwa für seine 4G gehypt, sondern für seine ergonomische Gestalt und die Tatsache, dass du damit tagelang offline sein kannst. Es eigne sich laut Nokia für Wochenenden, an denen du dich entspannen möchtest. Ich traue Nokia sowie Native Union zu, dass diese Vermutung auf Beobachtungen basiert. Designer scheinen erkannt zu haben, dass Menschen wieder ganz ohne Wifi- und mobile Daten in ihrem Alltag oder in ihren Ferien auskommen wollen.

Zugegeben, habe auch ich den Hang dazu, auf Reisen weitestgehend offline zu sein. Aber so ganz kann ich nicht ohne. Zuhause würde mir ab jetzt auch etwas fehlen, wenn ich keinen Bluetooth-Telefonhörer mehr hätte. Auch weil er für Gesprächsstoff mit Gästen sorgt: «Ist das noch ein altes Telefon aus dem Brocki?» – wurde ich letztens gefragt. «So ähnlich», antwortete ich. «Es ist ein Neues und von Galaxus.» 😉

Die Retromodelle mit Strippe oder Bluetooth-Funktion

Pop Phone Retro
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Pia Seidel, Zürich

  • Teamleader Loki
Als Design-Cheerleader gehe ich aufmerksam durch die Welt und konsumiere Kunst, Design und Mode wie Süssigkeiten. Besonders liebe ich es auf Reisen in die Magie neuer Orte einzutauchen sowie Trends auf Messen oder den Strassen aufzuspüren. Im Alltag erfreue ich mich an der Gestaltung meiner eigenen vier Wände und Podcasts. Zum entspannen jogge ich entlang der bezaubernden Zürcher Limmat – Wasser ist einfach das Grösste für mich.

3 Kommentare

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User Anonymous

Guten Tag
Vielen Dank für den Artikel, interessant. Ich wäre noch für ein paar praxisnahe Tipps dankbar:
1) Wie genau findet die Bluetooth Kopplung statt? Zwischen Dockingstation und iPhone, oder zwischen Hörer und iPhone?
Ich erhoffe mir eine Ablösung des Festnetzes. Wenn man jedoch mehrere Stockwerke hat erweist sich Bluetooth doch als sehr ungenügend. Sofern der Hörer mit dem iPhone gekoppelt ist muss man lediglich beides mitnehmen und kann tatsächlich in der Wohnung umherlaufen, egal in welchem Stock man sich befindet. Wenn eine Kopplung mit der Station stattfindet, ist das doch sehr unpraktisch alles mitzunehmen.
2) Wie wird die Kopplung durchgeführt, sobald das Natel in der Nähe ist? Bei den meisten Bluetooth Geräten muss man ja irgend eine Taste drücken, damit die Kopplung durchgeführt wird
3) Gemäss Produktbeschreibung bei Galaxus "hr iPhone haben Sie dabei immer fest im Blick im Spezialdock und können sich so während des Telefonats noch Notizen machen": Die Aussage verstehe ich nicht und finde auch kein Foto dazu. Im Spezialdock? Es ist doch eine Bluetooth Verbindung?
Freundliche Grüsse

03.01.2019
User Pia Seidel

Vielen Dank, das freut mich zu hören! Ich lebe ich einer Wohnung und kann daher leider nicht einschätzen, wie die Verbindung bei mehreren Stockwerken funktioniert. Alles andere beantworte ich gerne:
1. Du kannst den «MM03»-Bluetooth-Hörer direkt mit dem Smartphone koppeln.
2. Um die Verbindung einzurichten, hält man die Taste in der Mitte des Hörers lang gedrückt, bis ein Ton zu hören ist und die eingebauten LED-Lichter abwechselnd blau und rot leuchten. Dann erscheint das Gerät auf der Bluetooth-Geräteliste vom Smartphone. Man wird nach einem Passwort gefragt, das in der Bedienungsanleitung zu finden ist – et voilà. Dann leuchtet es erneut auf und die Verbindung steht. Zwei Geräte können synchronisiert werden, getestet habe ich das aber noch nicht.
3. Die Formulierung scheint fehlerhaft zu sein, ich habe das soeben weitergeleitet. Ich denke, dass damit die mitgelieferte Silikonunterlage gemeint ist. Sie «verankert» das Smartphone, wenn man es parallel zum Browsen verwenden möchte.

04.01.2019
User Anonymous

Vielen Dank für die Antworten...

04.01.2019
Antworten