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«The Division 2»: Nie hat die unendliche Suche nach dem besten Loot mehr Spass gemacht

«The Division» lief nach einem holprigen Start dank konstanter und umfassender Updates zur Topform auf. Der Nachfolger doppelt und trippelt nach. Simon und ich begeben uns auf Beutejagd im Livestream um 20:00 Uhr und du kannst uns begleiten.

Das Rüebli, das dich in «The Division» auf Trab hält, ist die Beute (Loot). Bessere Ausrüstung und bessere Waffen steigern den Schaden, den du austeilst. Damit erledigst du Gegner effizienter und du steckst mehr Schaden ein. Das sorgt dafür, dass du schneller an neuen Loot kommst und das Spiel beginnt wieder von vorne. Der Motivationsloop von «The Division» ist der gleiche wie im Vorgänger. Ubisoft hat das Loot-Shooter-Prinzip aber an jeder erdenklichen Ecke ausgebaut.

Die Story kann dir eigentlich herzlich egal sein. Sie sorgt aber durchaus für eine düstere Endzeitstimmung, darum hier die Kurzfassung: Über Banknoten hat sich ein tödlicher Virus verbreitet, der einen Grossteil der New Yorker Bevölkerung dahingerafft hat. Weil Eindämmungsversuche gescheitert sind, hat sich die Epidemie auf Washington D.C ausgedehnt. Wie immer in solchen Game-Szenarien haben sich innert kürzester Zeit verschiedene, verfeindete Fraktionen gebildet, die um die Vorherrschaft in den verwüsteten Grosstädten kämpfen. Du bist Teil der Spezialeinheit The Division und versuchst, wieder Recht und Ordnung herzustellen.

Mehr von allem

«Tom Clancy’s The Division 2» ist ein co-op-Shooter. Du kannst mit bis zu drei Freunden (in Raids mit bis zu sieben) um die Häuser ziehen. Dort spielt das Spiel seine ganzen Stärken aus. Verschiedene Fertigkeiten wie Drohnen, Geschütztürme oder Schilde lassen sich ausrüsten. Diese wiederum lassen sich mit verschiedenen Spezialisierungen versehen. Eine Drohne kann beispielsweise Bomben auf Gegner regnen oder Verbündete heilen. Das Zusammenspiel der verschiedenen Fertigkeiten ist besonders in den Raids essentiell. Etwas schade finde ich, dass viele die gleichen Spezialisierungen haben (Heilung, Schaden etc.).

Auf dem Weg zur aktuellen Levelobergrenze von 30 stehen dir jede Menge Aufgaben zur Verfügung. Die Hauptquests sind die interessanteste Tätigkeit und führen dich an äusserst abwechslungsreiche Schauplätze. Eindrücklich: Das American History Museum oder das Air & Space Museum, die beide auf realen Museen basieren. Auch sonst gibt es deutlich mehr zu tun als noch im ersten Teil. Zum einen kannst du Siedlungen beim Aufbau helfen, indem du sie mit Ressourcen versorgst oder kleinere Aufgaben für sie erledigst. Auch sonst gibt es in Washington fast an jeder Ecke etwas zu tun. Mal befreist du Geiseln, mal verhinderst du eine Hinrichtung und ein andermal sicherst du dir fetten Loot aus einem Versorgungsabwurf.

Den Loot-Loop perfektioniert

Das Herz des Spiels ist ganz klar der Loot. In regelmässigen Abständen – die garantiert von irgendeinem Game-Psychologen exakt definiert wurden – wirst du mit einem brandneuen, glänzenden Sturmgewehr oder einem neuen Knieschoner belohnt. Vielleicht ist auch mal ein schickes Käppi dabei oder eine neue Farbe für deinen Rucksack. Jetzt im ernst. Vom Design der Beutekisten, mit ihrem orangen Schimmern, zum befriedigenden «zummm»-Sound-Effekt beim Öffnen, bis zur der Regelmässigkeit, in der du etwas findest, hat Ubisoft ganze Arbeit geleistet. So muss ein Loot-Shooter sein.

Auch die Modifikation von Waffen und Ausrüstungen wurde vereinfacht. Du musst nur noch einmalig einen bestimmten Mod craften. Danach ist er für alle kompatiblen Waffen ausrüstbar. Dafür fehlt immer noch eine eindeutige Vergleichsmöglichkeit unter den Waffen. Das stört mich nicht sonderlich. Ich probiere so halt mehr Waffen durch. Ausserdem kannst du einen Schiesstand in deiner Basis freischalten, um neue Waffen zu testen.

Auch die Spieler vs. Spieler Variante Darkzone gibt es auch wieder. Dort finden die nervenaufreibendsten Momente statt. Die Beute, die du dort findest, kannst du nur über einen Helikopter extrahieren, da sie kontaminiert ist. Sobald du den Heli rufst, werden aber auch alle Gegner in der Nähe informiert. Und fast immer wollen sie dir deine Beute abluchsen. Anders als im Vorgänger sind nur noch besonders wertvolle Waffen und Ausrüstungsteile verseucht. Den Rest kannst du ganz normal aus der Zone transportieren.

In der Darkzone triffst du auch wieder auf verschlossene Kisten. Mit dem passenden Schlüssel, der von Gegnern dropt, kannst du sie aufschliessen. Oder – und das ist neu – du knackst einfach das Schloss. Dann wirst du allerdings für kurze Zeit «Rogue». Das bedeutet, die anderen Spieler sehen dich auf der Karte und können ein Kopfgeld für dich kassieren. Mach auf deiner Flucht einfach nicht den gleichen Fehler wie ich und renn zum Ausgang. Solange du Rogue bist, löchern dich die Geschütztürme zur Begrüssung – und zwar nicht mit Fragen, sondern mit Kugeln.

Audiovisuelles Feuerwerk

Das Sounddesign von «The Division 2» ist erstklassig. Konstant wirst du von leicht beunruhigenden Hintergrundgeräuschen oder Musik begleitet. In der Kanalisation oder sonstigen Untergrundlevels wird es oft richtig düster. Die hervorragende «Snow Drop»-Engine zaubert beeindruckende Lichteffekte auf den Bildschirm. Leider fehlen die genialen Schneeeffekte aus dem Vorgänger. Dafür gibt es dichten Nebel und Regenschauer. Der Detailreichtum der Welt ist der schiere Wahnsinn. Jedes Bürogebäude, jede Seitengasse und jede Tiefgarage ist bis ins kleinste Detail modelliert. Ich kann mich kaum sattsehen.

Ohne das Endgame gesehen zu haben, ist mein Eindruck bei Level 20 absolut top. Ubisoft hat deutliche Lehren aus dem ersten Teil gezogen. Fast jeder Aspekt des Spiels wurde überarbeitet und verbessert. Simon und ich geben euch einen kurzen Überblick in unserem Let’s Play, bei dem wir euch besonders intensiv die Wiederbelebungs-Funktion demonstrieren werden – rein zu Testzwecken selbstverständlich.

Mach mit!

Unser Squad hat noch Platz für zwei weitere Agenten. Falls du Bock hast, komm auf unseren Discord-Kanal. Dann können wir dich auf eine Runde einladen.

«The Division 2» ist verfügbar für PC, PS4 und Xbox One. Wir haben die PC-Version gespielt, die uns Ubisoft zur Verfügung gestellt hat.

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Philipp Rüegg, Zürich

  • Senior Editor
Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

2 Kommentare

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User KINGP7N

Division 2 ist wirklich eine Perle und schon jetzt für mich DAS Game 2019!

Es ist toll zu sehen, wie Massive auf die Kritik aus dem ersten Teil reagiert hat und das Game an vielen Orten extremst verbessert hat. Einzig die Levelanpassung beim Aufeinandertreffen von Spielern mit unterschiedlichem Level, funktioniert nicht wirklich optimal. Zwar eindeutig besser als noch im ersten Teil, jedoch immer noch weit entfernt, um von einem "Optimum" zu sprechen. Hier gäbe es bessere Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen. Und das ist einer der Hauptpunkte, denn nicht alle im Freundeskreis kommen gleich schnell voran, oder möchten / können sich gleich viel Zeit für das Game nehmen.

Grafisch (abgesehen von den Cutscenes) absolut Top!

Die Technische Umsetzung ist ebenfalls um Welten besser, als noch bei Teil 1. Alle Grafikeinstellungen auf dem Maximum, komme ich bei 2560x1440 auf ca 90 - 140 FPS. (RTX 2080TI)
Beim ersten Teil konnte man damals mit der aktuellsten / stärksten GPU bei höchsten Einstellungen noch knapp an der 100er Grenze kratzen.

So alles in allem ein Game, das sehr viel Spass macht und wenn Massive genauso viel und tollen Content nachliefert, wie schon im ersten Teil, dann sehe ich hier für die nächsten 2 Jahre eines der besten Games überhaupt!

22.03.2019
User ExcaliburCH

Ich fand schon The Division 1 super und habe es auch recht lange gespielt. Die Fortsetzung schliesst hier nahtlos an. Leider ist meine Ausrüstung noch nicht die Tollste und ich renne immer im Rambo Stil rum. Darum habe ich das Spiel umgetauft. Es heisst bei mir nun 'stirb tausend Tode' :)

27.03.2019