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Objektive: Wie du herausfindest, welche Brennweiten du brauchst

Du möchtest eine Festbrennweite kaufen, weisst aber nicht, welche am sinnvollsten ist? Einen guten Hinweis liefern dir die Fotos, die du bereits gemacht hast. Schau nach, welche Brennweiten du am meisten verwendest, wenn du zoomen kannst.

Die Wahl des richtigen Objektivs ist eine Wissenschaft für sich. Ich habe schon mehrfach empfohlen, Festbrennweiten zu kaufen, also Objektive ohne Zoom. Sie sind meist sehr lichtstark, ohne gross, schwer und teuer zu sein. So werden Fotos mit Tiefenwirkung und verschwommenem Hintergrund möglich.

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Doch woher willst du wissen, welche Brennweite(n) du brauchst? Bei Zooms ist es einfach: Mit zwei Zoom-Objektiven wie einem 24-70mm und einem 70-200mm hast du alle gängigen Brennweiten abgedeckt. Anders bei fixen Brennweiten: Brauchst du sowohl 35 mm als auch 50 mm? Wenn nein, welches ist wichtiger?

Grobe Faustregel: Fang mit der Standard-Brennweite an. Das sind 50 mm an einer Vollformatkamera. Bei Kameras mit etwas kleineren APS-C-Sensoren erreichst du den gleichen Bildausschnitt mit 35 mm, und beim noch kleineren Micro-Four-Thirds sind es 25 mm. Für jedes Kamerasystem gibt es mindestens ein günstiges, lichtstarkes und handliches Objektiv mit Standard-Brennweite.

Nach den ersten Erfahrungen merkst du schnell: Manchmal ist der Bildausschnitt zu klein, und du bräuchtest mehr Weitwinkel, also eine kürzere Brennweite. Manchmal müsstest du aber auch näher heranzoomen können. Je nachdem, wie oft du was vermisst, weisst du, in welche Richtung dein nächster Kauf gehen soll.

Du kannst es aber auch anders angehen. Hast du bereits mit einem günstigen Zoom-Objektiv oder einer Kompaktkamera fotografiert? Dann werte deine bisherigen Fotos aus. Du kannst recht einfach nachzählen, welche Brennweiten du wie oft verwendet hast. Das gibt Aufschluss darüber, welcher Bildausschnitt für dich so wichtig ist, dass sich eine Festbrennweite lohnt.

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So wertest du deine Brennweitenstatistik aus

In den Metadaten deiner Fotos ist die tatsächliche Brennweite gespeichert sowie die Brennweite, die der jeweilige Bildausschnitt an einer Vollformatkamera hätte. Letzteres ist der richtige Wert, wenn dich interessiert, welche Blickwinkel du am meisten verwendest.

Unter Windows klickst du deinen Bilderordner an und gibst ins Suchfeld ein:

35mmBrennweite:105

Die Sucheingabe listet dir alle Bilder mit der umgerechneten Brennweite von 105 mm auf. Wichtig ist, dass du die Option «Alle Unterordner» ausgewählt hast. Die tatsächliche Brennweite ist wie gesagt anders, wenn du nicht Vollformat verwendest. Das ist im Screenshot bei den ersten zwei Bildern der Fall.

Unten links im Fenster siehst du das Total der gefundenen Bilder. Nun kannst du vergleichen, indem du verschiedene Werte eingibst. Häufige Brennweiten sind 24, 35, 50, 70, 200 und 300 Millimeter.

Diese Eingabe findet alle Bilder mit 35mm-Brennweiten zwischen 70 und 200 Millimetern:

35mmBrennweite:>70<200

Auch im Bildverwaltungstool Adobe Bridge kannst du nach Kleinbild-Brennweiten suchen. Diesen Dialog rufst du mit Ctrl-F auf.

In Lightroom siehst du die Brennweitenverteilung für jedes einzelne Objektiv. Das finde ich in diesem Zusammenhang sehr nützlich, denn die blosse Gesamtzahl kann dich in die Irre führen. Deine verwendeten Brennweiten sind ja davon abhängig, welche Objektive du wie lange schon benutzt. Angenommen, du hast jahrelang nur mit einem Objektiv fotografiert, ist es wenig erstaunlich, dass du diesen Brennweitenbereich am meisten verwendet hast.

Der Nachteil in Lightroom ist, dass du nur die tatsächliche Brennweite hast und selbst auf die Kleinbild-Brennweite umrechnen musst.

Ein Beispiel: Die Auswertung meiner Fotosammlung

Ich habe die Brennweiten meiner Fotosammlung ausgewertet, um herauszufinden, ob ich damit irgendwelche Erkenntnisse über meine Präferenzen gewinne.

Bei meiner Kompaktkamera Sony RX100 III beträgt der Zoombereich 24 bis 70 mm, bezogen aufs Vollformat. Ich habe damit 2426 Fotos geschossen. Davon weisen 1096, also 45 Prozent, die minimale Brennweite von 24 mm auf. 437 hatten die maximale Brennweite von 70 mm. Der Rest verteilt sich auf 111 weitere Brennweiten, von denen keine mehr als 20 Fotos aufweist.

Das deckt sich mit meiner Erfahrung. Für Landschaftsaufnahmen und Gebäude finde ich Weitwinkel toll. Ebenfalls interessant ist der maximale Zoom. Wenn ich zu weit weg bin, zoome ich bis an den Anschlag. Die Brennweiten zwischen 24 und 70 mm sind seltener interessant.

Weitwinkel, hier 24 mm, wirkt in den Bergen meist am dramatischsten

Mit meinem Nikon-Objektiv, das von 16-85 mm reicht (Kleinbild: 24-128 mm), zeigt sich ein ähnliches Bild. Von diesem Objektiv habe ich 2050 Fotos gespeichert. Davon haben 743 oder 36 Prozent die kleinste Brennweite, 353 die grösste. Es ist ein APS-C-Objektiv – im Vollformat würde der Bildausschnitt ebenfalls bei 24 mm beginnen.

Beim Tele-Zoom 55-200 mm sieht es etwas anders aus: Von 1253 Fotos hatten 264 die kleinste Brennweite und 562 die grösste. Irgendwie klar: Wenn schon Tele, dann richtig. Darum ersetzte ich dieses Objektiv nach einiger Zeit durch ein ganz ähnliches, das bis 300 mm reicht.

Etwas überraschend habe ich hier die kleinste Brennweite öfter verwendet als die grösste (205 und 178 Fotos, insgesamt 624).

Auch dieses Tele habe ich ersetzt, es war mir zu langsam. Mit dem 70-300 mm habe ich bislang 791 Fotos gemacht, davon nur 46 mit der kleinsten Brennweite und 551 (70 Prozent) mit der grössten.

Ich sehe zwei mögliche Erklärungen dafür:

  1. Meine Verwendung von 55 mm (82,5 mm) ist deutlich höher als die von 70 mm (105 mm Vollformat).
  2. Das 70-300 schraube ich nur an, wenn ich ganz klar auf Tele eingestellt bin, während ich ein 55-300mm auch «einfach mal so» drauf lasse.

Hier das ganze in Tabellenform.

Ich besitze zwei Festbrennweiten: 35 und 50 mm. An meiner APS-C-Kamera entsprechen diese dem Bildausschnitt von 50 beziehungsweise 75 mm. Mit anderen Worten, das Standard-Objektiv ist das mit 35 mm, nicht das mit 50 mm.

Das erstaunt mich, ich hätte darauf gewettet, dass ich das 50-mm-Glas häufiger verwende. Es ist mein Lieblingsobjektiv, aber offenbar hat das eher sentimentale als praktische Gründe.

Fazit: Mehr Standard und Weitwinkel als gedacht

Ich fotografiere nicht so, wie ich es mir einbilde. Das allein ist schon eine interessante Erkenntnis. Ich schiesse mehr Weitwinkel-Fotos als ich gedacht hätte. Und ich schiesse mehr Fotos mit Standard-Blickwinkel als im leichten Tele, obwohl ich den Standard-Ausschnitt im Vergleich zum leichten Tele eher langweilig finde.

Zu einem neuen Kauf führt diese Erkenntnis nicht. Ich fühle mich mit derzeitigen Objektivsammlung ohnehin nicht limitiert. Doch es ist nun klar, dass ich von einem teuren 85-mm-Porträtobjektiv im Moment die Finger lasse. Ich würde es zu wenig benützen.

Was bringt dir die Auswertung deiner eigenen Fotosammlung? Irgendwelche Erkenntnisse gewonnen?

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David Lee, Zürich

  • Senior Editor
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

3 Kommentare

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User mova

Mit Primes macht man die besseren Bilder, hat aber viel mehr Material dabei. Zusätzlich kann es beim Objektiv Wechsel im Tschungel oder sandigen Gegenden schnell schmutzig werden drinnen. Ich habe daher ein Immerdrauf Zoom gekauft. Macht das Leben einfacher.
Auf Wanderungen ein Ultraweitwinkelzoom -> schöne Bilder!

08.07.2019
User Janser0

Nicht nur im Tschungel oder sandigen Gegenden sondern bei fast allen Situationen kann Staub auf den Sensor gelangen welcher der grösste Gegner eines Fotografen ist.

09.07.2019
Antworten
User sipho102

Habe dasselbe gemacht als ich mein letztes Objektiv gekauft habe.
Hatte dafür ein Powershell Script gebastelt das mir die Daten zusammensucht und war auch erstaunt wie oft ich Weitwinkel verwende.
@David Lee: Wenn du Interesse für das script hast dafür melde dich.

09.07.2019