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Ich hab’s nicht totgekriegt – das Rog Strix Scar II im Langzeitstresstest

In meinem Review habe ich das Asus Rog Strix Scar II für die Hitzeentwicklung kritisiert. Ich habe es deshalb einem Langzeitstresstest unterzogen. Das Notebook hat den Test nicht nur überstanden, auch die Systemstabilität hat mich überzeugt.

Entschuldige bitte, liebes Asus Rog Strix Scar II, ich habe dir Unrecht getan. Über 200 Stunden habe ich dich mit Fur Mark und HeavyLoad gestresst und du lebst immer noch. Ich finde dich zwar nach wie vor hässlich, aber deine inneren Werte überzeugen. Und sie sind es, die zählen.

Rog Strix Scar II: Leistung satt zu fairem Preis
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Rog Strix Scar II: Leistung satt zu fairem Preis

So stresse ich das hässliche Entlein

Für den Stresstest lasse ich zwei Programme gleichzeitig laufen. Heavyload mit den Testmethoden «Prozessor auslasten», «Arbeitsspeicher reservieren» und «GPU auslasten» sowie Fur Mark mit Standard-Einstellungen in 1080p. So werden die Komponenten ans Limit gepusht.

Zuerst lasse ich die zwei Programme während vier Stunden laufen, stelle das Notebook zum Abkühlen ab und starte den Stresstest für weitere vier Stunden. Das Ganze mache ich 50 Mal, was eine Laufzeit von total 200 Stunden ergibt. Vier Stunden halte ich für eine realistische Dauer, die das Scar II jeweils läuft. Klar, Heavyload und Furmark – in der Redaktion aufgrund der tollen Animation liebevoll «Katzenanus» getauft – lasten das Teil stärker aus, als es manche Games tun. So ist sichergestellt, dass das Scar II auch unter härtesten Gaming-Anforderungen nicht schlapp macht.

Nein, das ist nicht Saurons Auge, sondern ein Katzenanus, äh, sorry, Fur Mark.

Nach den 50 Durchläufen mache ich die Benchmarks Fire Strike und Time Spy. So kann ich überprüfen, ob sich seit dem Review die Leistung geändert hat.

Danach geht es mit dem Langzeitstresstest weiter. Das hässliche Entlein muss fünf volle Tage unter Dauerlast durchhalten. Im Anschluss stehen nochmal Fire Strike und Time Spy an.

Vier gewinnt

Erstaunlich, was das Scar II leistet. Während den 50 Tests stürzt es kein einziges Mal ab. Die Temperatur der CPU liegt zwischen 85 und 92 Grad Celsius. Die der GPU zwischen 84 und 90. Einmal habe ich ein Artefakt, das verschwindet nach dem Neustart aber wieder. Ansonsten kann ich nichts Nennenswertes berichten. Das Teil läuft stabil und Rauchzeichen gebe ich keine.

Nach dem Stresstest geht’s ans Benchmarken. Die Resultate lassen mich aufhorchen. In Time Spy erzielt das Scar 7195 Punkte. Das sind 243 Punkte mehr als beim letzten Mal. Auch im Fire Strike erzielt das Notebook einen höheren Score, und zwar 16 735 im Vergleich zu 16 279. Ich frage mich, wie das zustande kommt, und wende mich an Kollege Philipp Rüegg, ob er eine Idee hat.

Die hat er und auch gleich eine Erklärung dafür. Er hat das Notebook zwischendurch für seine «digitec plays» gebraucht und die Treiber aktualisiert. Danke Philipp, dass du mein Testresultat manipulierst. Egal: Als Zwischenfazit lässt sich festhalten, dass das Scar II stabil läuft und die hohe Intensität der Nutzung die Leistung nicht schmälert.

Fünf Tage und Nächte – denke ich zumindest

Jetzt geht’s ans Eingemachte. 120 Stunden am Stück soll das Scar II laufen. Hoffentlich fackle ich nicht unseren Firmensitz ab. Obwohl, mittlerweile bin ich so überzeugt von der Leistung, dass ich mir keine grossen Sorgen mache. Ich wäre nicht erstaunt, wenn das Notebook fünf Tage durchlaufen würde.

So laut säuselt das Scar II vor sich hin.

Den Test starte ich am Montagmorgen. Als ich am Abend nach Hause gehe, läuft noch alles einwandfrei. Da ich nur 80 Prozent arbeite und jeden Dienstag frei habe, kann ich den Testverlauf leider nicht durchgehend beobachten. Als ich am Mittwoch ins Büro komme, finde ich das Scar II in zugeklapptem Zustand. Wer zum Teufel hat das Teil ausgeschaltet?

Jetzt muss ich von vorne beginnen. Genervt versuche ich, Fur Mark erneut zu starten. Ich erhalte die Fehlermeldung, dass die Grafikkarte nicht den Anforderungen genügt. Ein Blick in den Geräte-Manager fördert Fehler 43 bei der RTX 2070 zutage. Ich aktualisiere den Treiber und starte Windows neu. Jetzt ist Fehler 43 verschwunden und ich kann den Test neu starten.

Da haben meine Stresstests das Scar II doch zum Absturz gebracht und ein Problem mit dem Treiber provoziert. Etwas enttäuscht bin ich jetzt schon. Ich hätte tatsächlich gedacht, dass es durchhält. Egal, vielleicht klappt’s beim zweiten Mal. Jeder verdient eine zweite Chance.

Zweite Chance

Beim zweiten Mal zwingen Fur Mark und Heavyload das Scar II erneut in die Knie. Nach schätzungsweise elf Stunden ist Schluss. Kollege Martin Jud ist zum Absturzzeitpunkt noch im Büro. Er sieht eine Fehlermeldung, kann sie aber nicht mehr lesen, bevor das Display schwarz wird. Das Scar II hat auch seine zweite Chance vergeigt.

Ich will herausfinden, was den Absturz verursacht hat. Dazu öffne ich die Ereignisanzeige von Windows 10. Hier protokolliert das Betriebssystem Abstürze, Fehlermeldungen und Warnungen. Den Absturz registriert Windows interessanterweise nicht. Das letzte protokollierte Ereignis am 3. April um 17:25:13 ist eine Information zur Qualitätssicherungsüberprüfung. Gehe ich etwas weiter zurück, stelle ich fest, dass die Ereignisanzeige ab ungefähr Viertel vor fünf gehäuft Fehler und Warnungen anzeigt, etwa 50 an der Zahl. Diese betreffen vor allem das vergebliche Ausführen von Appikationen oder dass nicht genügend virtueller Speicher zur Verfügung steht.

Da haben Heavyload und Fur Mark das Scar II tatsächlich in die Knie gezwungen. Ich schaue mir in der Ereignisanzeige an, ob ich ein ähnliches Muster bei meinem ersten Test finde. Tatsächlich haben sich um den angenommenen Absturzzeitpunkt auch hier die Fehlermeldungen und Warnungen gehäuft. Nicht im selben Ausmass wie beim zweiten Test, aber dennoch erkenne ich ein Muster.

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Nochmal Benchmarken

Dieses Muster lässt mich erahnen, dass ich die fünf Tage und fünf Nächte Dauerstresstest vergessen kann. Das wird das Scar II nicht schaffen. Das System ist irgendwann überfordert und fährt von selbst runter. Im Grunde genommen ein guter Selbstschutzmechanismus, aber schade für meinen Test.

Trotz gescheitertem Test mache ich erneut die Benchmarks. Vielleicht hat die Hardware vor dem Absturz gelitten. Ich werde eines Besseren belehrt. Im Time Spy erzielt das Scar II 7213 Punkte und im Fire Strike 16 876. Das sind wieder höhere Scores als beim letzten Mal. Ich musste nach dem Absturz den Treiber neu installieren und zwar eine neuere Version als zuvor. Ich mache das Treiberupdate für die besseren Resultate verantwortlich.

Das Scar II schafft das

Gesamthaft habe ich das Scar etwas über 220 Stunden den Stresstests ausgesetzt. Gerne hätte ich 100 Stunden mit dem Langzeitstresstest draufgesetzt. Es hätte mich gefreut, wenn das Scar II die fünf Tage und fünf Nächte durchgehalten hätte. Mittlerweile ist es mir ans Herz gewachsen, vor allem wegen Fur Mark aka Katzenanus, der mich die vergangenen Wochen stets begleitet hat.

Es ist zwar schade, dass es mit den 120 Stunden am Stück nicht geklappt hat, aber ich werte den Testausgang dennoch als Erfolg. Das Ziel von Heavyload und Fur Mark ist es, das System so stark zu stressen, dass es abstürzt. Dass dieser Absturz erst nach über elf Stunden kommt, ist nicht selbstverständlich. Viele der Notebooks, die wir hier auf der digitec-Redaktion getestet haben, schafften es nicht so lang.

Die hohen Temperaturen haben die Leistung des Gerätes nicht geschmälert. Klar, 220 Stunden sind keine Ewigkeit. Als aktiver Gamer wirst du das Scar II schnell so lange nutzen. Dennoch gibt der Stresstest einen guten Anhaltspunkt. In all den Teststunden konnte ich mit dem Scar II keine Rauchzeichen geben. Die Wahrscheinlichkeit, dass das in weiteren 200, 400 oder 1000 Stunden der Fall sein wird, ist sehr gering. Hinzu kommt, dass ich bei meinem Review und nach den Stresstests beim Gamen kein Thermal Throttling feststellen konnte. Auch nicht bei 90 Grad Celsius.

Trotz hoher Temperaturen keine Spur von Thermal Throttling.

Ich nehme meine Kritik am Scar II zurück: Magst du laute Lüfter und spielst mit dem Gamer-Notebook nicht auf den Oberschenkeln, läuft das Scar II trotz hoher Temperaturen sehr stabil – und für viele hundert Stunden.

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Kevin Hofer, Zürich

  • Editor
Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten ist meine Leidenschaft.

5 Kommentare

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User Ceberus

Sorry aber bei dem Preis hat eine normale HDD nix mehr zu suchen.

05.04.2019
User Hugoboss

ja für meine Naturfilme braucht es die extragrosse HDD.

05.04.2019
Antworten
User Anonymous

8h Real Bench reicht absolut für zum Stresstesten. Dann kurz noch Prime95 für 10 min um die Stabilität sicher zu stellen und das wars dann. AIDA 64 Extreme ist auch dolle, aber overkill imo.

06.04.2019
User DaddyACA

"Da ich nur 80 Prozent arbeite"
Also ich arbeite zu 100% wenn ich bei meiner 80% Anstellung am Arbeitsplatz bin!

Wenn man Teilzeitarbeit endlich nicht schlecht redet, wird es für alle besser!

14.04.2019
User roqueriz0r

Eigentlich sollte ein Laptop das aushalten, oder? Das würde sogar ein 200CHF dinges durchmachen ^^'

07.04.2019