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Energieeffizienz nachgemessen: Das bringt dir ein Monitor mit dem Label A++

Gedanken zum Stromverbrauch von Monitoren machen sich die wenigsten. Dabei lässt sich mit energieeffizienten Geräten wesentlich Strom sparen – aber auch Geld?

Mit den Energieeffizienzklassen können wir uns ein Bild davon machen, wie energiesparend Geräte sind. Monitore der Klasse A++ sind effizienter als Monitore der Klasse A. Über den konkreten Verbrauch sagt das Label erstmal nichts aus. Deshalb habe ich mir einen Philips-Monitor der Klasse A++ geschnappt, um ihn mit meinem HP-Büromonitor, einem Modell der Klasse A, zu vergleichen.

  • 241B7QGJEB/00 (24", 1920 x 1080 Pixels)
  • 241B7QGJEB/00 (24", 1920 x 1080 Pixels)
  • 241B7QGJEB/00 (24", 1920 x 1080 Pixels)
A++
CHF 246.–
Philips 241B7QGJEB/00 (24", 1920 x 1080 Pixels)
Der umweltfreundliche Monitor wurde für nachhaltige Produktivität entwickelt. Das äusserst energiesparende Design sorgt für Energieeffizienz wie nie zuvor.

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  • Elite E243i (24", 1920 x 1200 Pixels)
  • Elite E243i (24", 1920 x 1200 Pixels)
  • Elite E243i (24", 1920 x 1200 Pixels)
A
Energieeffizienz
A
CHF 289.–
HP Elite E243i (24", 1920 x 1200 Pixels)
24" WUXGA (1920x1200) IPS Panel mit 60Hz im 16:10 Format / 300 cd/m² / 5ms GtG / Pivot-, Höhen-, Dreh-, Neigbar, 100mm Vesa / VGA, HDMI, DisplayPort, USB 3.0 Hub x 2
14

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Der Monitor von Philips hat eine Leistungsaufnahme von 11 W im Gegensatz zu den 26 W des HP-Monitors. Im Standby liegt der HP bei 0.5 W und der Philips bei 0.3 W. Die Bildschirmdiagonale des HP-Modells ist aufgrund des 16:10 Formats mit 60.96 cm etwas grösser als die des Philips mit 60.5. Je grösser das Display, desto grösser ist in der Regel der Stromverbrauch. Der geringe Unterschied hier sollte aber keinen grossen Einfluss haben.

Die Messung

Damit ich weiss, wieviel Strom die Monitore genau verbrauchen, schalte ich ein Energiemessgerät dazwischen. Die Helligkeit stelle ich bei beiden Monitoren aufs Maximum. Ansonsten bleibe ich bei den Werkseinstellungen.

  • Energiemessgerät PM 231 E
  • Energiemessgerät PM 231 E
  • Energiemessgerät PM 231 E
CHF 31.–
Brennenstuhl Energiemessgerät PM 231 E
59

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Mit dem Brennenstuhl messe ich den Stromverbrauch beider Monitore während einer Woche. Nach einem Tag sind beide Monitore mit einem Verbrauch von 0.1 kWh noch gleichauf. Aber bereits nach dem zweiten Tag zieht der HP-Monitor auf 0.2 kWh davon. Da ich die Messung möglichst realitätsnahe machen will, lasse ich die Monitore bei meiner Abwesenheit im Standby. Persönlich schalte ich die Monitore immer ganz aus, das scheint aber nicht Usus. Wenn ich am morgen als einer der ersten ins Büro komme, sind die meisten Monitore im Standby.

Eine Woche bedeutet in meinem Fall übrigens, dass der Monitor vier Tage die Woche je rund achteinhalb Stunden läuft. An drei Tagen brauche ich die Monitore nicht und lasse sie im Standby. Nach einer Woche zeigt der Brennenstuhl beim Philips-Monitor 0.2 kWh an, auf ein Jahr hochgerechnet macht das 10.49 kWh. Beim HP-Monitor sind’s 0.5 kWh und aufs Jahr 26.07 kWh.

Die Rechnung

Jetzt geht’s ans Rechnen. Von unserem Facility Management bringe ich unseren Stromtarif in Erfahrung. Der Hochtarif liegt bei 0.092 Franken pro kWh, der Niedertarif bei 0.048. Der Hochtarif gilt von Montag bis Samstag, von 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Für den Rest der Zeit gilt der Niedertarif. Ich mache es mir für die Rechnung etwas einfacher, und rechne mit durchschnittlichen Kosten von 0.073 Franken pro kWh.

Update 6. April 2019: Wie User Anonymous korrekt anmerkt, habe ich einen Rechenfehler bei den durchschnittlichen Kosten gemacht. Diese belafuen sich auf rund 0.091 Franken pro kWh. Die Daten habe ich entsprechend korrigiert.

In einer Woche belaufen sich die Kosten für den Philips-Monitor auf 0.0182 Franken. In einem Jahr macht das 95 Rappen. Der HP-Monitor schlägt dagegen mit 2.35 Franken jährlich zu Buche. Was beim Verbrauch nach einem grossen Unterschied klingt, schlägt sich finanziell nicht gross nieder. Wie sieht’s aus, wenn ich das auf die Belegschaft von digitec Galaxus am Hauptsitz Zürich und den Shops hochrechne?

Am Hauptsitz und den Shops arbeiten zurzeit 728 Menschen. Mehr oder weniger alle haben zwei Monitore zur Verfügung. Selbstverständlich sind nicht alle wie ich zu 80 Prozent angestellt. Dennoch wähle ich meine Messung als Mittelwert. Auf die 728 Personen macht das 1456 Monitore. Hätten alle den HP-Monitor, beliefen sich die jährlichen Stromkosten für die 38 192.55 kWh auf 3475.50 Franken. Beim Philips wären es mit 1381.65 Franken für die 15 183 kWh 2093.85 Franken weniger.

Nicht fürs Portemonnaie, sondern für die Umwelt

Strom ist verhältnismässig günstig. Es macht für ein Unternehmen der Grösse von digitec Galaxus, das an der Umsatzmarke von 1 Milliarde Franken kratzt, finanziell keinen grossen Unterschied, ob nun ein energieeffizienter Monitor der Klasse A++ oder A gebraucht wird. Ob nun 2093.85 Franken mehr oder weniger, ist ein Tropfen auf dem heissen Stein.

Was finanziell keinen Sinn macht, zahlt sich ökologisch aus. Wenn ich mir überlege, dass in der Schweiz 2018 76.2 Prozent der 5.06 Millionen Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor tätig waren, liesse sich der Stromverbrauch mit meinem Beispiel um 60.3 Millionen kWh senken. Und hier rechne ich mit nur einem Monitor pro Person. Zur Illustration: Gemäss EKZ liegt der jährliche hohe Stromverbrauch eines Vierpersonenhaushalts in einer Wohnung bei 5650 kWh. Mit dem eingesparten Monitor-Strom liessen sich über 10 500 solcher Haushalte während eines Jahres mit Strom versorgen.

Klar, es ist reine Rechenspielerei und exakt sind die Zahlen auch nicht. Dazu müsste ich noch weitere Variablen einfliessen lassen. Dennoch finde ich sie eindrücklich und sie geben einen guten Orientierungspunkt. Zumal die beiden von mir verglichenen Monitore im Preis ähnlich sind. Es lohnt sich energietechnisch, beim Kauf eines neuen Monitors auf die Energieeffizienzklassen zu achten.

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Kevin Hofer, Zürich

  • Editor
Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten ist meine Leidenschaft.

25 Kommentare

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User philipmarconi

Die Strompreise sind wohl nicht ganz repräsentativ ausser der Artikel richtet sich primär an businesskunden da der normale Tarif den viele Privathaushalte nutzen ca. doppelt so hoch ist:
EKZ Mixstrom privat 2019: 0.1788chf/kwh und 0.1249chf/kwh

04.04.2019
User mobileMethana

Ist mir auch aufgefallen. Ich muss mit 20 Rappen rechnen im Hochtarif...

05.04.2019
User ursdaniel

Der kwh h preis stimmt schon,aber was vergessen worden ist die netzkosten so kommt der kw h preis hoch auf ca 22 cent nieder auf 14 cent. Das sagt meine stromrechnung

06.04.2019
User Anonymous

..und wer sich A+++ Geräte kauft, hat evtl. auch nicht den günstigsten Strommix. Dann kann sich das schon auszahlen.

06.04.2019
Antworten
User honestopinion

Grosser Vorteil an Energiesparende Monitore ist, es wird nicht viel Hitze erzeugt. Somit übersteht man den heissen Sommer ohne Klimaanlage besser:-)

04.04.2019
User Anonymous

10-20W Abwärme dürfte in einem normalen Raum nicht relevant sein. Da solltest du eher auf eine dedizierte GPU verzichten, das spart deutlich mehr ^^, mit gamen ist dann halt fertig xD

04.04.2019
User thomas_galliker

Haha genau. Alles was Spass macht ist schlecht für‘s Klima. Ich sperr mich nun in einen dunklen Raum.

04.04.2019
Antworten
User thomas_galliker

Ich setze im Geschäft auf eine andere Stromsparvariante: Ich schalte die Monitore am Nachmittag von 13:00 bis 17:00 aus um Energie zu sparen. Nebenbei schont das auch die Nerven und ich bin viel erholter am Abend.

04.04.2019
User Anonymous

Also arbeitest du am Nachmittag einfach nicht oder besteht dein Job nicht nur aus "Büroarbeit"?

05.04.2019
User charles34

@anonymus: bald ist Ostern, da kannst du anstatt Eier die Ironie suchen gehen.

05.04.2019
Antworten
User Fabio Endrich

Ich kille zuhause die Stromfresser mit WLAN Switches von MyStrom, diese lassen sich auch noch automatisieren, dass die Geräte in den richtigen Situationen laufen oder auf Knopfdruck des Smart Buttons angeschaltet werden.

04.04.2019
User Anonymous

ich nutze auch MyStrom Switches bzw. sonoff bzw. shelly cloud... aber bedenke, dass die auch etwa 0.5-1W verbrunzeln. Ein Monitor ggf. sogar PC damit zu steuern spart also nicht zwingend was.
Aber cool ist halt, dass man den PC auf "on on powerrestore" stellen kann und so easy auch aus der ferne den PC starten kann und dieser nicht mehr 7x24h laufen muss. Nutze ich seit umstieg auf AMD TR, das system braucht idle einfach massiv mehr strom als gleichwertige Intel Systeme, welche für mich mit 20-30W Idle ganz okay waren für den Dauerbetrieb.

04.04.2019
Antworten
User fabrice125

Die Messungenauigkeit in diesem Artikel ist abartig, aber auch egal...

04.04.2019
User Gilgwath

Die wollen uns ja auch etwas verkaufen, nichts nachweisen ;-) Messprotokolle mit Versuchsaufbau, Messreihen, Messfehlerangaben, Graphen und so weiter ist was für Nerds, nicht Kunden. Und Nerds/Bastler sind schon lange nicht mehr die primäre Digitec Zielgruppe.

05.04.2019
Antworten
User KaffeetassenBegutachter

Naja. Dann braucht man morgens und abends 5 Sekunden, um sich nach dem Kippschalter zu bücken. Kostet den Arbeitgeber bereits mehr. Und je länger man nicht an der Kiste hockt, desto grösser die Gefahr, in ein nicht-geschäftsrelevantes Gespräch zu kommen, uiuiui.

Und 20 Jahre später Rücken-OP vom ewigen Bücken, nochmals 10k weg vom Konto.

Dies beweist, dass Kippschalter uns und dem Klima schaden. Und Artikel wie dieser unsere Zeit verschwenden!!! HILFE!!!!

04.04.2019
User Anonymous

xD gute Zusammenfassung... Die finanziellen Verluste für den Arbeitgeber und körperliche Probleme haben jedoch nicht sehr viel mit der Umwelt zu tun. ;):P

05.04.2019
Antworten
User Anonymous

@Kevin Hofer
Der Durchschnittspreis ist ein grosser Rechenfehler.
Hochpreis macht 98% Deiner Kosten aus. Der Durchschnittspreis müsste bei ca. 0.091 CHF/kWh sein.

Das liegt daran weil der grosse Konsum, die 11W, während dem Hochtarif bezogen wird.
Die Niedertarifphase ist so unbedeutend, weil dort nur 0.3W bezogen wird. ca. 33x weniger.

Ich finden den Artikel cool, aber aktualisiere ihn doch mit dem Hinweis vom Rechenfehler.
Schliesslich rüttelt das an Deinem zentralen Fazit, dass es sich finanziell nicht lohne.
Auch auf die anderen User die auf den viel zu tiefen Strompreis hinweisen würde ich eingehen.

Rechenbeispiel: (Montag-Donnerstag)
Hochtarif: 8.5h x 11W x 0.092CHF/kWh = 0.0086020 CHF
Hochtarif: 7.5h x 0.3W x 0.092CHF/kWh = 0.0002070 CHF
Niedertarif: 8h x 0.3W x 0.048CHF/kWh = 0.0001152 CHF

Total Hochtarif: 0.0088090CHF = 0.987%
Total Niedertarif: 0.0001152 CHF = 0.113%
Jetzt kommt der Schnitt dann noch etwas runter wegen den 3 Tagen wo durchgehend Standby ist.
Aber dort wird 33x weniger Strom verbraucht, drum fällt es kaum ins Gewicht.

06.04.2019
User Anonymous

Ooops, Schreibfehler im Rechenbeispiel:
Hochtarif 98.7%
Niedertarif 1.13%

06.04.2019
User Kevin Hofer

Hi Anonymous
Meric für deinen Kommentar. Ich füge die korrigierten Daten an.

08.04.2019
User Anonymous

Hi @Kevin Hofer,
danke für den Artikel und die Anpassung. Ich habe mir den Strommesser aus Deinem Artikel gekauft und bei mir zu Hause die Rechung auch gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass Du beim Strompreis vermutlich die Netznutzung vergessen hast. Die Netznutzung ist an die Menge vom Strom gekoppelt.
Jede eingesparte kWh spart den Strompreis und den Netznutzungspreis.
Als Heimkunde macht die Netznutzung bei mir 10Rp./kWh aus. Bei Geschäftskunden ca. 4Rp./kWh zusätzlich zum Strompreis.

11.04.2019
Antworten
User patricksteam

Was nicht berücksichtigt wird, ist der Stromverbrauch bei der Herstellung. Ich kann nicht sagen wie das bei Monitoren aussieht, bei Elektroautos wird das aber gerne vernachlässigt.
Zudem sagt die Effizienzangabe wie erwähnt nichts über den direkten Verbrauch, sondern halt nur über die Effizienz aus. Ein Kühlschrank mit baugleichem Kühlaggregat ist zum Beispiel effizienter wenn er ein Fach mehr hat, als wenn er etwas kleiner ist. Brauche ich aber den grösseren Kühlschrank nicht, verbrauche in unnötig Energie, was letztendlich schlecht für die Umwelt wäre. Also bessere Effizienz ist demzufolge nicht automatisch besser für die Umwelt...

05.04.2019
User Anonymous

Das wird noch zu wenig beachtet. Evtl. braucht ein A+++ Gerät eine Komponente die in der Herstellung sehr intensiv ist. Trotzdem ist es richtig auf A+++ zu setzen. Die Betrachtungen zur Grauen Energie werden später folgen. So baut sich das Bewusstsein auf und erst am Schluss zeigt sich der Nutzen klar. So ist und war das bei allen Dingen. Nichts ist von Anfang an perfekt.

06.04.2019
Antworten
User Anonymous

Mehrere Fehler. Ich nehme mal an die Stromkosten sind wirklich nur Stromkosten ohne Netztransfer etc... Ich würde das mal prüfen, schliesslich summiert sich das ganze.

Nebenbei sind diese Teile wie Brennstuhl ÜBERHAUPT nicht geeignet um getaktete Netzteile zu messen. Ich hatte da schon Netzteile, welche scheinbar gar keinen Strom gebraucht hatten wenn die Netzteile nicht gut korrigiert sind (was in der Regel bei höherpreisigen AT-Netzteilen welche viel Strom brauchen der Fall ist. Ob das bei Kleinverbrauchern auch so ist darf stark bezweifelt werden). Wenn man solche Sachen messen will, dann nimmt man ein TrueRMS Strommessgerät. Alles andere ist höchstens eine Schätzung und schon Netzteile unterschiedlicher Hersteller miteinander zu Vergleichen grober Unfug. Wer misst, misst Mist wie unser Dozent zu sagen pflegte.

06.04.2019
User Anonymous

Da muss ich dir widersprechen, das Brennstuhlmessgäert ist relativ genau. Natürlich nicht auf den letzten milliwatt, jedoch dürfte das kaum entscheidend sein und auch bei klein lasten <3W dürfte es nicht extremste genau sein. Aber es berücksichtigt CosPhi und liefert plausible werte. Heutige uCs sind mehr als genug schnell um eben auch getaktete Netzteile zu messen.
Frühere Messgeräte warn aber in der Tat nur für Ohmsche lasten wie eine Glühbirne oder Heizofen geeignet, da sie schlicht zu langsam waren.

07.04.2019
User michaelstolz

Das Brennenstuhl ist anscheinend wirklich nicht so schlecht:
topten.ch/sites/default/fil...
Das sehr gute GlobalTronics GT-PM-04 ist leider nicht mehr erhältlich: topten.ch/sites/default/fil...
Guter Ratgeber zum Thema:
topten.ch/private/adviser/r...

25.04.2019
Antworten