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SportGesundheitInspiration 05

Stairway to heaven: Dein Weg zum Hochgefühl

Ich sitze. Jetzt. Und generell viel zu viel, obwohl ich mich gerne bewege. Darum gehe ich Faulheitsfallen aus dem Weg – und der Lift ist für mich das grösste Gift.

Ich mag Lifte nicht. Weder das Warten davor noch mein Spiegelbild im Neonlicht, den Smalltalk oder das angestrengte Aneinander-vorbei-Starren und die Rempel-Rochaden bei jedem Zwischenhalt. Am meisten stört mich aber die Inaktivität, Teil einer Metallkiste voller Menschen auf Stand-by zu sein. Etwa 180 000 Aufzüge warten hierzulande darauf, uns zu bewegen, und saugen pro Jahr ungefähr die Energieproduktion eines grossen Wasserkraftwerks aus dem Netz.

Einer geht noch rein

Natürlich haben sie ihre Daseinsberechtigung. Wenn es in den 23. Stock geht oder dein neuer Konzertflügel ins Penthouse muss. Und für Menschen mit körperlichen Einschränkungen sowieso. Aber in vielen Fällen lockt der leuchtende Knopf neben dem Lift auch Menschen an, die nur mal schnell zwei Stockwerke höher wollen und denen man ohne weiteres einen Marathon zutrauen würde. Zur Not wird Tetris mit Koffern, Taschen und Personen gespielt. Einer geht noch rein! Dichtestress und Deo-Test inklusive. Laufen? Keine Option. Passt schon. Geht schon. Geht ja gleich los – es sei denn, ein Bein blockiert die Lichtschranke.

Sitz! Brav! Braaaaaav!

Die Erkenntnis, dass mehr Bewegung im Alltag guttut, dürfte dich nicht vor Überraschung vom Stuhl hauen. Wir sind auch kein Volk der Faulenzer – die Mehrheit kommt auf ein gesundes Mass an Bewegung – und doch strapazieren viele ihr Sitzfleisch gehörig, bis zu 15 Stunden am Tag. Esstisch, Tram, Schreibtisch, Esstisch, Konferenztisch, Auto, Esstisch, Sofa oder Sport. Feierabend. Zwischendrin mal aufstehen und gehen scheint nur im Notfall vorgesehen, ansonsten heisst es: Sitz!

Dabei fehlt gerade die Bewegung zwischendurch. Denn 8 Stunden nonstop auf dem Bürostuhl kannst du nicht mal eben am Feierabend wegtrainieren, sondern die Folgen allenfalls mildern. Zu lange Sitzphasen können nicht nur Rücken-, Nacken- oder Kopfschmerzen verursachen, sind auch ein Risikofaktor für chronische Herzerkrankungen, Diabetes oder Krebs. Das BAG füttert dich hier mit weiteren Fakten. Regelmässiges Aufstehen hilft schon, alleine das hat positive Effekte auf den ganzen Körper und die Psyche. Doch am besten gehst du noch einen Schritt weiter. Oder zwei. Oder drei.

Treppen bringen dich und deinen Puls nach oben – das ideale Mini-Training im Alltag.

Treppen können dein Ritalin sein

Wenn du zur Kaste der Büromenschen ohne Stehpult gehörst, ist das nicht immer so einfach. Ich sitze selbst viel vor dem Bildschirm und merke, dass ich trotz guter Vorsätze nach zwei Stunden wie Gollum über der Tastatur hänge. Darum bin ich dankbar für jede Gelegenheit, einen Extraschritt zu machen. Und da kommt die Treppe ins Spiel. Meist ist sie gar nicht weit entfernt vom Lift. Sie leuchtet und blinkt nicht, sagt nicht das nächste Stockwerk an und ist doch ein ziemlich smarter Weg, Energieeffizienzklasse A+++. Funktioniert ganz ähnlich wie der Stepper in deinem Fitnessstudio. Für mich ist nichts besser, um mal kurz den Puls hochzujagen und die Gedanken durchzuschütteln, die hinterher sogar meinst schöner sortiert sind. Ein paar Stockwerke per Treppe können dein Ritalin sein.

Die beste Erfindung, seit es oben und unten gibt

Du kannst hochstürmen wie Rocky. Langsam gehen und auf den Stufen deine Waden dehnen. Ganze Absätze in Sprüngen nehmen. Versuchen, schneller als der Lift zu sein. Ausfallschritte machen und ein paar Kniebeugen einbauen. Ein komplettes Workout integrieren oder für den Empire State Building Run-Up trainieren. Muss aber alles gar nicht sein. Selbst wenn du ganz normal Stufe für Stufe nimmst, entfaltet sich der Zauber. Dein Herz schlägt schneller und du erreichst das nächste Level aus eigener Kraft. Darum: lass den Lift das nächste Mal links liegen. Die Treppe ist schon da.

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Das Glück ist flüchtig, also bleibe ich in Bewegung. Auf dem Bike, am Ball (Grösse und Farbe egal) und bei allem, was der Fantasie zweier Kinder entspringt. Ich liebe es, meinen Spieltrieb auszuleben und Zufällen eine Chance zu geben. Denn wenn der Weg das Ziel ist, dann soll es ein schöner sein.

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