Nikon bringt spiegellose APS-C-Kamera Z50 und superlichtstarkes Objektiv
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Nikon bringt spiegellose APS-C-Kamera Z50 und superlichtstarkes Objektiv

David Lee
Zürich, am 10.10.2019
Für sein spiegelloses Z-Bajonett launcht Nikon nun die Nikon Z50, eine eher kleine Kamera im APS-C-Format, zusammen mit zwei passenden Objektiven. Auch das mit grossem Trara angekündigte Z-Objektiv mit Lichtstärke f/0.95 ist jetzt lanciert.

Die Nikon Z50 ist die erste spiegellose APS-C-Kamera von Nikon. Das heisst, sie hat keinen Vollformatsensor wie die beiden ersten Z-Kameras Z6 und Z7, sondern einen kleineren Sensor. Die Objektive der Z-Serie passen trotzdem ohne Adapter, der Bildausschnitt ist einfach kleiner (Crop-Faktor 1.5). Nikon bringt aber zum Start der Z50 auch zwei Objektive speziell für das kleinere Sensorformat.

Eckdaten der Nikon Z50

  • Sensor mit knapp 21 Megapixeln, vermutlich von der D500
  • Schnelle Serienbildfunktion mit 11 Fotos pro Sekunde mit nachgeführtem AF/AE
  • Autofokus: Augen-AF, 90 Prozent Bildabdeckung, funktioniert bis -4EV
  • Um 180 Grad (nach unten) ausklappbarer Touchscreen mit 1,04 MP
  • Elektronischer Sucher mit 2,36 MP, laut Nikon verzögerungsfrei
  • 4K-Videos bei max. 30 fps, Zeitlupenaufnahmen in Full HD, beides ohne Crop

Die Kamera ist zusammen mit den DX-Objektiven voraussichtlich ab Mitte November lieferbar. Es wird verschiedene Kits geben.

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1499.–-100.– Rabatt
Nikon Z 50 Kit Inkl. FTZ Adapter (16 - 50 mm, 20.90MP, 11FPS, WLAN)
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Nikon Z 50 Double Zoom Kit (16 - 50 mm, 20.90MP, 11FPS, WLAN)
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1299.–
Nikon Z 50 Kit (16 - 50 mm, 20.90MP, 11FPS, WLAN)

Die Objektive

Nikon geht im spiegellosen System genau gleich vor wie zuvor bei den Spiegelreflexkameras. Es gibt Vollformatobjektive (im Nikon-Jargon FX) und APS-C-Objektive (DX). Da das Bajonett dasselbe ist, lassen sich Vollformatobjektive an APS-C-Kameras anschliessen (mit kleinerem Bildausschnitt). Auch das Umgekehrte ist theoretisch möglich, aber wenig sinnvoll, da die DX-Objektive nicht den ganzen Sensor der Vollformatkamera auslichten.

Die beiden ersten vorgestellten DX-Objektive fürs Z-Format haben einen Brennweitenbereich von 16-50 beziehungsweise 50 bis 250 mm. Das entspricht dem Ausschnitt von 24-75 respektive 75-375 mm bei einer Vollformatkamera. Nikon deckt so mit nur zwei Kameras den ganzen üblicherweise verwendeten Brennweitenbereich ab.

Das 16-50mm-Objektiv ist sehr kompakt, wodurch die geringen Abmessungen der Kamera auch wirklich zum Tragen kommen. Mit einer Naheinstellgrenze von nur 20 cm ist es auch im Makrobereich einsetzbar. Das 50-250mm-Objektiv hat eine Naheinstellgrenze von 0.5 Metern. Preislich liegen sie in einem der Kamera angepassten Bereich. Beide sind relativ leicht (135 beziehungsweise 405 Gramm). Was im Moment fehlt, ist ein DX-Objektiv mit hoher Lichtstärke. Dafür muss der Adapter für die SLR-Objektive verwendet werden. Die Z-DX-Objektive haben eine Lichtstärke von f/3.5-6.3 beziehungsweise f/4.5-6.3.

Das Nikkor Z 1:0,95/58 mm S Noct

Nikon musste sich etwas beweisen: Nämlich, dass ihr Z-Bajonett durch den grossen Durchmesser mehr Potenzial für lichtstarke Spitzenobjektive hat. Darum wurde gleich bei der Lancierung des spiegellosen Z-Systems das superlichtstarke Objektiv mit f/0.95 und Brennweite 58mm angekündigt. Jetzt ist es fertig, Anfang November kommt es auf den Markt.

Das Objektiv ist nicht nur lichtstark, sondern laut Nikon bereits bei Offenblende maximal scharf. Um Reflexionen, Streulicht und Geisterbilder zu vermeiden, wurde so ziemlich jede noch so teure Vergütung angewendet. Das Objektiv soll besonders gut für die Nacht- und Astrofotografie geeignet sein. An Bedienelementen fehlt es ebenfalls nicht, neben der Fn-Taste hat es sogar ein kleines OLED-Display.

Das nur für eine sehr kleine Zielgruppe konzipierte Objektiv hat ein Gewicht von 2 Kilogramm und einen empfohlenen Verkaufspreis von 10 499 Franken.

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10 499.–
Nikon NIKKOR Z 58mm f/0.95 S Noct.

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David Lee
David Lee
Senior Editor, Zürich
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

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