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SportHintergrund 07

NFL-Lexikon: Wie funktioniert ein Footballspiel und welche Begriffe musst du kennen?

American Football ist ein sehr komplexer Sport. Die Grundregeln sind jedoch nicht schwierig zu verstehen und kennt man mal ein oder zwei Begriffe, ergibt sich der Rest von selbst. Hier findest du eine Übersicht, was du wissen musst, um am Super Bowl den Überblick zu bewahren.

Wie funktioniert eigentlich das Spiel?

Ein Spiel in der NFL dauert vier Quarter à je 15 Minuten. Inklusive der Halbzeitpause, Timeouts, Spielunterbrechungen, etc. dauert ein Footballspiel jedoch schnell mal drei bis vier Stunden. Das Spielfeld ist genau 100 Yards (ca. 91m) lang. Es stehen sich immer 11 Spieler der Offense von Mannschaft X, 11 Spielern der Defense von Mannschaft Y gegenüber. Das Ziel der Offense ist es, den Ball in die gegnerische Endzone zu bringen. Die Defense der anderen Mannschaft versucht, sie daran zu hindern.

Die Offense hat vier Versuche (Downs), um 10 Yards vorwärtszukommen. Sie können dafür entweder mit dem Ball laufen oder ihn werfen (und wieder fangen). Schaffen sie es, haben sie erneut vier Versuche. Gelingt es der offensiven Mannschaft nicht, in diesen vier Versuchen die 10 Yard Raumgewinn zu erzielen, erhält die gegnerische Mannschaft den Ball.

Gelingt der offensiven Mannschaft ein Touchdown, erhalten sie dafür sechs Punkte. Einen Extrapunkt gibt es, wenn sie danach den Ball zwischen die Goal Posts kicken können. Wenn die offensive Mannschaft meint, sie kriegen kein Touchdown hin, haben sie die Möglichkeit ein Field Goal zu erzielen. Dabei müssen sie ebenfalls den Ball durch die beiden Pfosten am Ende des Spielfeldes kicken. Dafür erhalten sie drei Punkte.

Welche Spielerpositionen gibt es?

Grundsätzlich lässt sich eine Mannschaft in zwei Gruppen unterteilen. Die Offense und die Defense. Jeder Spieler dieser Gruppen hat unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen, damit die Mannschaft punkten kann.

Offense:

Quarterback: Der Quarterback ist der Kapitän der Mannschaft. Er bestimmt, welcher Spielzug gespielt wird. Entscheidet er sich für einen Pass, wirft er den Ball zu einem Wide Receiver. Macht er ein Laufspiel, gibt er den Ball einem Running Back ab oder läuft selber.

Wide Receiver: Er fängt bei einem Pass den Ball und versucht in die Endzone zu gelangen.

Running Back: Der Running Back durchbricht mit dem Ball in der Hand die Verteidigung und versucht wie der Wide Receiver in die Endzone zu gelangen.

Fullback: Die Aufgabe des Fullback ist es, den Running Back zu schützen und ihm den Weg durch die Verteidigung freizumachen.

Offensive Line: Die Spieler der Angriffslinie blockieren den Weg der Defensive Line. Sie verschaffen dem Quarterback dadurch Zeit zum Werfen oder öffnen eine Lücke für den Running Back.

Center: Der Center ist derjenige, der am Anfang des Spielzuges den Ball unter seinen Beinen hindurch zum Quarterback wirft (Snap). Danach hilft er der Offensive Line bei ihren Aufgaben.

Defense:

Defensive Line: Die Verteidigungslinie versucht den Quarterback beim Pass unter Druck zu setzen oder gar zu Fall zu bringen (Sack). Des weiteren versuchen sie den gegnerischen Ballträger zu stoppen.

Linebacker: Sie sind die zweite Linie der Verteidigung. Gleich wie die Defensive Line versuchen sie den Ballträger zu stoppen. Sie greifen jedoch auch aktiv in den gegnerischen Pass ein und versuchen, den Ball abzufangen (Interception).

Cornerback: Die Cornerback befinden sich an den Aussenseiten des Spielfeldes und konzentrieren sich auf die Wide Receiver.

Safeties: Safeties sind die letzte Instanz der Verteidigung. Ihre Aufgabe ist es, tiefe Pässe abzufangen und den Ballträger zu Fall zu bringen.

Welche Fachbegriffe muss man kennen?

Im American Football gibt es etliche Fachbegriffe, welche oft von den Moderatoren verwendet werden. Um dabei nicht ganz im Ungewissen zu sein, habe ich euch ein kleines NFL-Lexikon erstellt.

Audible: Von einem Audible spricht man, wenn der Quarterback kurz vor dem Snap den Spielzug noch einmal ändert.

Backfield: Im Backfield befinden sich jene offensive Spieler, die hinter der Line of Scrimmage stehen. Dies sind meist der Quarterback, der Running Back und der Fullback.

Blind Side: Ist ein Quarterback Rechtshänder, befindet sich seine Blind Side links. Das ist die Seite, bei der er den Gegner nicht kommen sieht, weil er mit dem Rücken zu ihm steht.

Blind Side Hit: Das ist ein Tackle oder Sack auf der Blind Side des Quarterbacks.

Blitz: Ein Verteidigungsspielzug, bei dem die Defense auf den Quarterback zustürmt.

Clipping: Illegaler Block unter der Gürtellinie in den Rücken. Als Strafe erhält das gefoulte Team 15 Yard Raumgewinn.

Complete Pass: Einen gefangenen und gehaltenen Pass.

Conversion: Die angreifende Mannschaft hat nach dem Touchdown die Möglichkeit, anstelle des Kicks zum Extrapunkt einen zusätzlichen Spielzug zu absolvieren. Dabei muss ihnen zwei Yards vor der Endzone ein erneuter Touchdown gelingen. Sie erhalten dafür zwei Punkte.

Down: Bei einem Down spricht man von einem Angriffsversuch. Die Offense hat vier Versuche um 10 Yard Raumgewinn zu erzielen. Das vierte Down wird meistens gekickt, um ein Field Goal oder einen Punt zu erlangen.

Drive: Alle Spielzüge zusammen, bis der Gegner den Ball erhält.

Encroachment: Ein defensiver Spieler bewegt sich zu früh in die neutrale Zone und berührt einen Gegenspieler vor dem Snap. Strafe: fünf Yard Raumverlust und das Down wird wiederholt.

Endzone: Die Endzonen befinden sich an beiden Enden des Spielfeldes. In dieser Zone muss der Ball getragen oder gefangen werden, um einen Touchdown zu erzielen.

Extrapoint: Nach einem Touchdown kann die angreifende Mannschaft einen Extrapunkt erzielen, indem sie von der 15-Yard-Linie einen Kick zwischen die Goalpfosten schiessen.

Face Mask: Gitter des Helmes. Es ist erlaubt, an das Gitter zu greifen, jedoch nicht zuzugreifen. Dies führt zu einer 15-Yard-Strafe.

Fair Catch: Ein Zeichen vor dem Fangen eines Punt. Damit signalisiert der Spieler, dass er nicht in den Angriff geht, sondern stehen bleibt. Er darf deshalb von der gegnerischen Mannschaft nicht attackiert werden.

Fair-Catch-Kick: Nach einem Fair Catch hat das angreifende Team die Möglichkeit, ein Field Goal zu kicken.

False Start: Vertikale Bewegung der Defensive Line. Es darf sich lediglich der Man in Motion bewegen, um bei der gegnerischen Mannschaft für Verwirrung zu sorgen.

Field Goal: Kick durch die Torpfosten. Die Mannschaft erhält dafür drei Punkte.

First Down: Erster der vier Angriffsversuchen, um 10 Yard Raumgewinn zu erzielen.

Flag: Bei einem Foul wirft ein Schiedsrichter ein gelbes Tuch auf das Spielfeld.

Fumble: Wenn der Ballträger den Ball fallen lässt und ein Spieler der gegnerischen Mannschaft den Ball aufnimmt, spricht man von einem Fumble.

Hail Mary: Der letzte Versuch kurz vor Spielende mit einem langen Pass in die Endzone, um zu punkten. Ist meist nicht wirklich erfolgsversprechend.

Handoff: Übergabe des Balls ohne ihn zu werfen.

Hitch and Pitch: Dies ist ein Spielzug, bei dem der Quarterback den Ball zu seinem Wide Receiver wirft. Dieser gibt danach mit einem kurzen Pass oder Handoff den Ball sofort zu einem anderen Spieler ab.

Holding: Spieler, welche nicht in Ballbesitz sind, dürfen nicht gehalten werden. Holding ist ein Foul und wird mit einer Strafe belangt.

Huddle: Bei einem Huddle sammeln sich die Spieler der Offense. Der Quarterback gibt hier den nächsten Spielzug bekannt.

Inbound: Sagt aus, dass sich der Spieler noch im Spielfeld befindet.

Incomplete Pass: Einen Pass des Quarterbacks, der von dem Receiver nicht gefangen wird. Im Vergleich zu einer Interception bleibt hier jedoch der Ball bei der angreifenden Mannschaft. Sie verlieren jedoch ein Down.

Intentional Grounding: Wenn sich der Quarterback noch in der Pocket befindet und den Ball in eine Richtung wirft, in der weit und breit kein Spieler ist, spricht man von Intentional Grounding. Es ist ein Foul und wird mit 10 Yard Raumverlust und dem Abzug eines Downs bestraft.

Interception: Wenn die gegnerische Mannschaft den Ball aus der Luft abfängt, ist es eine Interception. Das Angriffsrecht geht dadurch zur anderen Mannschaft über.

Interference: Eine nicht zulässige Behinderung eines Receivers oder Kickers.

Kickoff: Anstoss des Balles aus dem Plastikständer (Tee).

Kick Return: Wenn die Verteidigung nach dem Kickoff keinen Fair Catch anzeigt, sondern mit dem Ball nach vorne stürmt.

Lateralpass: Ein Rückwärts- oder Seitwärtspass. Vorwärtspässe dürfen pro Spielzug nur einmal gemacht werden und müssen hinter der Line of Scrimmage geworfen werden.

Line of Scrimmage: Linie, auf welcher nach einem Down der nächste Spielzug beginnt.

Man in Motion: Um für Verwirrung zu sorgen, darf der Man in Motion sich vor dem Spielzug parallel zur Line of Scrimmage bewegen.

No Huddle: Unter Zeitdruck verzichtet der Quarterback manchmal auf den Huddle, um mehr Zeit für den Spielzug zu haben.

Offside: Die Offense ist im Abseits, wenn sich vor dem Spielzug ein Spieler bewegt (False Start). Die Defense ist im Abseits, wenn sich vor dem Spielzug ein Spieler in die neutrale Zone bewegt. In beiden Fällen wird das Offside mit fünf Yard Raumverlust bestraft.

Onside Kick: Kurzer Kick, um schnell wieder in Ballbesitz zu gelangen.

Out of Bounds: Ausserhalb des Spielfeldes. Läuft der Ballträger Out of Bounds, wird die Zeit angehalten.

Passroute: Ein einstudierter Spielzug, in welche Richtung der Spieler rennt.

Pick Six: Wenn der Defense nach einer Interception einen Touchdown gelingt, spricht man von einem Pick Six.

Play Action: Es wird ein Laufspiel angedeutet, jedoch ein Passspiel ausgeführt.

Pocket: Der Bereich, in dem die Offensive-Line-Spieler den Quarterback von einem Sack schützen.

PUP-Liste: Eine Liste, auf der die verletzten Spieler stehen. PUP = physically unable to perform.

Punt: Kick aus der Hand. Wird meist nach dem dritten Down gemacht, um entweder mehr Raumgewinn zu erzielen oder ein Field Goal zu versuchen. Danach ist meist die gegnerische Mannschaft im Ballbesitz.

Pylon: Kleines orangenes Schaumstoffhütchen auf beiden Seiten der Endzone.

Quarterback-Sneak: Wenn sich der Quarterback nicht für einen Pass oder Handoff entscheidet, sondern selbst nach vorne läuft.

Roughing: Angriff auf den Quarterback oder Kicker nachdem er den Ball bereits abgegeben hat. Wird mit einem First Down und einer 15-Yard-Strafe geahndet.

Sack: Wenn die Defense den Quarterback vor dem Pass zu Boden bringt.

Scramble: Ausweichmanöver des Quarterbacks, um einem Sack zu entgehen.

Screen Pass: Antäuschen eines langen Passes, der jedoch kurz ausfällt.

Slide: Der Ballträger rutscht mit den Füssen nach vorne zu Boden. Er darf dabei nicht attackiert werden.

Snap: Beginn des Spielzuges. Der Center wirft den Ball unter seinen Füssen zum Quarterback oder einem anderen Mitspieler.

Spike: Direkt nach dem Snap wirft der Quarterback den Ball zu Boden, um die Uhr anzuhalten. Wird nicht als Intentional Grounding bezeichnet. Die Offense verliert jedoch ein Down.

Stiff Arm: Der Stiff Arm ist der Arm des Ballträgers, welchen er ausstreckt, um ein Tackle zu verhindern.

Tackle: Die Defense hält den Ballträger fest oder bringt ihn zu Boden.

Taunting: Bei Taunting spricht man von einem unsportlichen Verhalten. Sei es eine Beleidigung oder das provokative Wegwerfen des Balles. Kann eine 15-Yard-Strafe mit sich ziehen.

Three and out: Wenn nach vier Versuchen kein neues First Down erreicht wird.

Time out: Pro Mannschaft dürfen drei Auszeiten in jeder Hälfte des Spiels genommen werden.

Touchback: Wenn beim Kickoff der Ball in oder über die Endzone fliegt, startet der neue Spielzug automatisch an der 25-Yard-Linie.

Touchdown: Wenn die Offense den Ball in die Endzone trägt oder ihn darin fängt, erzielen sie einen Touchdown. Er wird mit sechs Punkten belohnt.

Tripping: Illegales Beinstellen, was eine 10-Yard-Strafe nach sich zieht.

Two Minute Warning: Zwei Minuten vor Ende jeder Halbzeit gibt der Schiedsrichter die Two Minute Warning bekannt.

Two Point Conversion: Nach einem Touchdown kann sich die Offense anstelle des Extrapunkt-Kicks für die Two Point Conversion entscheiden. Dabei haben sie die Möglichkeit von der 2-Yard-Linie einen erneuten Touchdown zu versuchen. Gelingt es ihnen erhalten sie zwei Punkte.

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Auf dem Motorrad geniesse ich meine Freiheit, beim Angeln wecke ich meinen Jagdinstinkt und hinter der Kamera lasse ich meiner Kreativität freien Lauf. Bezahlt werde ich dafür, von früh bis spät mit Spielwaren Humbug zu betreiben.

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