Elektrische Zahnbürsten: Finde die passende Reinigungstechnologie
Kaufratgeber

Elektrische Zahnbürsten: Finde die passende Reinigungstechnologie

Natalie Hemengül
Zürich, am 16.09.2019
Bei gleichbleibender Putzzeit reinigen elektrische Modelle effektiver als herkömmliche Handzahnbürsten. Das sehe selbst ich als bekennende E-Bürsten-Gegnerin ein. Falls du gerade auf der Suche nach einer bist, solltest du über folgende Technologie-Unterschiede Bescheid wissen.

Wer sich eine elektrische Zahnbürste kaufen will, tut mir leid. Mittlerweile ist die Suche nach dem passenden Modell fast schon so kompliziert, wie die nach einem neuen Laptop. Um dir die Auswahl zu vereinfachen, hier die drei gängigsten Reinigungstechnologien im Überblick.

Oszillierend-rotierend

Oszillierend-rotierende Zahnbürsten werden auch Rotationsbürsten genannt. Durch einen Motor bewegen sich ihre Bürsten halbkreisförmig hin und her und pulsieren gleichzeitig. So erzeugt dieses Modell eine höhere Bewegungsgeschwindigkeit als eine Handzahnbürste. Am besten setzt du sie parallel zu deinem Zahn auf, um Plaque und Verschmutzungen mit den vibrierenden Bewegungen zu entfernen. Diese werden durch die rotierende Bewegung in Richtung des Zahnes automatisch abtransportiert. Du brauchst das Gerät also lediglich von allen Seiten auf deinen Zahn zu halten. Den Rest erledigt die Zahnbürste.

Da die Bürste typischerweise klein und rund ist, lässt sich immer nur ein Zahn nach dem anderen in Angriff nehmen. Das kann mühsam sein und verlangt Geduld sowie Präzision. Zudem solltest du darauf achten, nicht zu viel Druck mit der Bürste auf Zähne und Zahnfleisch auszuüben. Deshalb sind immer mehr Modelle mit einer sogenannten Andruckkontrolle ausgestattet. Diese warnt dich mit einem roten Licht davor, falls du zu fest aufdrücken solltest. Dennoch nutzen sich die Köpfe hier schneller ab, als bei einer Schall- oder Ultraschall-Zahnbürste, weshalb du die Kosten für den Wechsel mit einrechnen solltest. Rotationsbürsten kannst du als Einsteigermodelle sehen, die dir eine verbesserte Alternative zur Handzahnbürste bieten.

Zu allen oszillierend-rotierenden Zahnbürsten

Schalltechnologie

Zahnbürsten mit der Schalltechnologie versetzen einen länglichen Bürstenkopf in Schwingung. Die Borsten rotieren also nicht. Dadurch erzielt sie je nach Modell eine Frequenz von bis zu 62000 Bewegungen pro Minute und reinigt durch ihre Form im Vergleich zur Rotationsbürste eine grössere Fläche aufs Mal. Die Schallbewegung löst zwar Plaque, die Aufwärtsbewegung in Richtung Zahn musst du jedoch manuell durchführen, damit diese abtransportiert wird. Die Zahnbürste setzt du ähnlich wie bei der Handzahnbürste in einem 45 Grad Winkel an den Zähnen an. Vorsicht: Auch hier kann zu festes Aufdrücken den Zahnschmelz beschädigen. Alles in allem benötigt diese Technologie aber weniger Druck als eine Rotationsbürste, wodurch die Reinigung schonender ausfällt.

Zu allen Schall-Zahnbürsten

Ultraschall

Ultraschall-Modelle sind in der Regel teurer und arbeiten im Vergleich zum Schall- oder Rotationsprinzip nicht mechanisch. Das heisst: Anstelle von Reibung setzen sie auf die Übertragung von Schwingungen (bis zu 1,6 Millionen in der Sekunde), die über Magnetimpulse erzeugt werden. Mithilfe einer speziellen Zahnpasta, die zuvor auf die Zähne aufgetragen wird, werden so Schaumbläschen gebildet, die beim Zerplatzen Schmutz und Plaque von deinen Zähnen entfernen. Weil dieses Vorgehen besonders schonend ist, eignet sich diese Technologie für Leute mit sehr empfindlichem Zahnfleisch. Ausserdem hat Ultraschall eine antibakterielle Wirkung. Auch hier arbeitest du dich von Zahn zu Zahn. Du brauchst die Zahnbürste dabei lediglich für je etwa zehn Sekunden auf deinen Zahn zu legen.

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Natalie Hemengül
Natalie Hemengül
Editor, Zürich
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.

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