Einfach mal verspielt sein: Design Biennale Zürich
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Einfach mal verspielt sein: Design Biennale Zürich

Pia Seidel
Zürich, am 30.08.2019
Dieses Wochenende findet die zweite Edition der Design Biennale Zürich statt. Bis zum 1. September kannst du an unterschiedlichen Standorten spielerisch Design mit allen Sinnen erfahren.

Ein Besuch der Design Biennale Zürich lohnt sich an diesem Wochenende. Anders als die meisten Messen ist sie keine Verkaufsplattform, bei der du am Ende mit einem Produkt nach Hause gehen musst. Hier darfst du einfach spielen und dich inspirieren lassen. Gemeinsam mit der Fotografin Stephanie Tresch konnte ich mir bereits einen ersten Überblick über alle drei Hauptstandorte verschaffen.

Creative Lab

Die Gruppenausstellung «Creative Lab» in der «Werkstadt Zürich» punktet mit Vielseitigkeit.
Die Gruppenausstellung «Creative Lab» in der «Werkstadt Zürich» punktet mit Vielseitigkeit.

Am Standort «Creative Lab» findest du keine typischen Ausstellungsaufseher, sondern Designschaffende und Forschungsteams, die dir ihre Projekte persönlich näher bringen. Sie animieren dich, ihre Designprozesse zu erleben und ihre analogen sowie digitalen Spiele auszuprobieren.

Der holländische Gastdesigner Tim Even mit einer seiner «Pressure Vases» in der Hand.
Der holländische Gastdesigner Tim Even mit einer seiner «Pressure Vases» in der Hand.
Als Baumaterial für Tims Möbelkollektion «Recyling Reject» dienen Abfälle, die auch in einer Papier-Recycling-Industrie übrig bleiben.
Als Baumaterial für Tims Möbelkollektion «Recyling Reject» dienen Abfälle, die auch in einer Papier-Recycling-Industrie übrig bleiben.

Du triffst auch kein oberflächiges Design an: Die ausgestellten Projekte bewegen sich in den Bereichen Game-, Textil- und Möbel-Design sowie in der Szenografie.

«Moniac» von Daniel de Bruin ist vom «Monetary National Income Analogue Computer» aus den Vierzigern inspiriert.
«Moniac» von Daniel de Bruin ist vom «Monetary National Income Analogue Computer» aus den Vierzigern inspiriert.
Mit der analogen Installation kannst du das Finanzsystem auf den Kopf stellen.
Mit der analogen Installation kannst du das Finanzsystem auf den Kopf stellen.

Beim Spielen kommst du mit anderen Besuchern ins Gespräch. Denn in einer neuen, digitalen Interpretation des bekannten Spiels «Cadavre Exquis» aus den Zwanzigern braucht es deine sowie die Zeichnung eines Gegenübers.

Weil ein Blatt Papier die Zeichner einschränkt, hat Doron Hitsch das Spiel «Cadavre Exquis» digitalisiert.
Weil ein Blatt Papier die Zeichner einschränkt, hat Doron Hitsch das Spiel «Cadavre Exquis» digitalisiert.
«Mish Mash» ermöglicht eine riesige Zeichnung vieler verschiedener Nutzer.
«Mish Mash» ermöglicht eine riesige Zeichnung vieler verschiedener Nutzer.

Swiss Game Design Lounge

Im Museum für Gestaltung widmest du dich voll und ganz der Spielerei. Egal, ob mit Joysticks oder dem Finger, jedes einzelne Game lädt in einer gemütlichen Wohnlandschaft zum Verweilen ein.

Zeitgenössische Videospiele kuratiert von der Design Biennale Zürich im Museum für Gestaltung.
Zeitgenössische Videospiele kuratiert von der Design Biennale Zürich im Museum für Gestaltung.
Die ausgestellten Videospiele sind nicht nur für Hardcore-Gamer, sondern auch für Ästheten.
Die ausgestellten Videospiele sind nicht nur für Hardcore-Gamer, sondern auch für Ästheten.

Du kannst deine Geschicklichkeit testen oder aber mit besonders ästhetischen Videospielen die Zeit entschleunigen. Spiele wie «Oko» oder «Kaleidoscope» von Nadya Suvorova kreieren Bilder, die du auf dich wirken lassen möchtest.

Etwas fürs Auge: «Kaleidoscope» von Nadya Suvorova.
Etwas fürs Auge: «Kaleidoscope» von Nadya Suvorova.
Beim Spiel «Shave» von Sonja Böckler rasierst du nicht etwa Körperteile. Hier enthaarst du Luftballons und mehr.
Beim Spiel «Shave» von Sonja Böckler rasierst du nicht etwa Körperteile. Hier enthaarst du Luftballons und mehr.

Design Parcours

An frischer Luft soll es an der Design Biennale auch nicht fehlen: Im Alten Botanischen Garten gibt es den etwas anderen Vita Parcours, bei dem du nur ins Schwitzen kommst, wenn du ein Tanzbär bist. Denn beim Projekt «Bounden» von Adriaan de Jongh schwingst du zu zweit und mittels Smartphone Game die Hüfte.

Die Übungen, die sich Sarah Infanger überlegt hat, brauchen deine Vorstellungs-, nicht Körperkraft.
Die Übungen, die sich Sarah Infanger überlegt hat, brauchen deine Vorstellungs-, nicht Körperkraft.
«Fragments of Sound» von Toru Wada verändert die Geräuschkulisse um dich herum.
«Fragments of Sound» von Toru Wada verändert die Geräuschkulisse um dich herum.

Die sieben Stationen auf dem Design Parcours lassen dich dank kreativer Übungen vergessen, dass du dich mitten in der Stadt befindest. Projekte wie «Praktische Übungen» von Sarah Infanger testen deine Wahrnehmung auf dem Weg durch den Garten. Aber bevor ich zu viel verrate – schau's dir selber an. Alle wichtigen Infos findest du auf der offiziellen Homepage der Design Biennale Zürich.

Atelier Landolt Pfister gibt dir ein Warm Up bei der Station «Blue Box», die sich in der Kasematte unterhalb des Alten Botanischen Gartens befindet.
Atelier Landolt Pfister gibt dir ein Warm Up bei der Station «Blue Box», die sich in der Kasematte unterhalb des Alten Botanischen Gartens befindet.

Begleite mich auf meinem persönlichen Rundgang durch die Ausstellungen und folge meinem Autorenprofil. Dort erfährst du in den kommenden Wochen, welche Exponate mich zum Spielen angeregt oder inspiriert haben.

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Pia Seidel
Pia Seidel
Teamleader Editorial Galaxus, Zürich
Als Design Cheerleader gehe ich aufmerksam durch die Welt und konsumiere Kunst, Design und Mode wie Süssigkeiten. Besonders liebe ich es auf Reisen in die Magie neuer Orte einzutauchen sowie Trends auf Messen oder den Strassen aufzuspüren. Im Alltag erfreue ich mich an der Gestaltung meiner eigenen vier Wände und Podcasts.

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