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GesundheitNews & Trends 017

Blut rettet Leben. Erst wenn‘s fehlt, fällt‘s auf.

Neue Spender helfen mit, dass die Blutgruppen 0, A, B und AB auch in Zukunft nicht fehlen. Wir unterstützen Blutspende SRK Schweiz. Und du?

Am 14. Juni ist Weltblutspendetag: Wir beteiligen uns an der internationalen Kampagne der Blutspende SRK Schweiz «Missing Type».

0, A, B und AB sind unsere vier Hauptblutgruppen. Wenn die Blutgruppen im Notfall fehlen, wird es kritisch. «Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf»: Unter diesem Motto führt die Blutspende SRK Schweiz auch in diesem Jahr eine Sensibilisierungs-Kampagne für die Blutspende durch. Die Kampagne dankt allen Blutspendern, die dafür sorgen, dass das Blut nicht fehlt, wenn es gebraucht wird. Damit es auch in den Sommermonaten zu keinen Versorgungslücken kommt, werden laufend Blutspender/innen benötigt.

Jeder von uns kann in die Situation kommen, auf eine Blutspende angewiesen zu sein. Unsere Mitarbeiterin Alex erzählt im Interview ihre persönliche Geschichte und warum sie dankbar ist, dass es Menschen gibt, die Blut spenden können und wollen.

«Ohne Spenderblut würde ich heute nicht hier sitzen»
GesundheitPortrait

«Ohne Spenderblut würde ich heute nicht hier sitzen»

Wenn du selbst gerne helfen möchtest, kannst du unter folgendem Link einen Termin für die Blutspende vereinbaren.

Und interessante Fakten und Zahlen zum Thema gibt's gleich hier:

Facts and Figures

Quelle: Blutspende SRK Schweiz

Woraus besteht Blut eigentlich?

49.5% Wasser

42.8% rote Blutkörperchen

4.40% Proteine

2.14% Blutplättchen

1.09% Fett, Zucker, Kochsalz

0.07% weisse Blutkörperchen

Ein durchschnittlich schwerer, gesunder Erwachsener hat ungefähr ein Blutvolumen von acht Prozent seines Körpergewichts. Ein zirka 70 Kilogramm schwerer Mensch hat also etwa fünf bis sechs Liter Blut. Diese Angaben sind allerdings auch abhängig von Alter und Geschlecht.

Blutgruppenverteilung und Rhesusfaktor

Blutgruppen sind erbliche Merkmale (Antigene) auf den roten Blutkörperchen, die in Blutgruppensystemen zusammengefasst werden. Jeder Mensch gehört einer der Blutgruppen A, B, AB oder 0 (null) an.

In der Schweiz kommt die Blutgruppe A am häufigsten vor. Nicht überall auf der Welt sind die Blutgruppen aber gleich verteilt wie in der Schweiz. So findet man bei den indigenen Völkern Nord- und Südamerikas fast ausschliesslich die Blutgruppe 0, bei den Bewohnern Zentralasiens und Nordindiens sowie der umliegenden Länder vorwiegend die Blutgruppe B.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Rhesusfaktor. 85 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind Rhesus-positiv. In ihrem Blut findet sich das Antigen D (Protein). Bei den übrigen 15 Prozent fehlt das Antigen D, deshalb sind sie Rhesus-negativ.

Seltene Blutgruppen

Die Blutgruppen aus dem AB0-System sind den meisten Menschen bekannt. Es gibt aber über 300 weitere Blutgruppen und jedes Jahr werden neue entdeckt. Patienten, die wegen einer chronischen Erkrankung häufig Blutprodukte erhalten müssen, können gegen gewisse Blutgruppen aus dem Spenderblut Antikörper entwickeln. Bei einer Transfusion ohne weitere Abklärungen würde es bei diesen Patienten zu lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen. Damit sie mit Blut versorgt werden können, braucht es passende Spender. Diese werden auf nationaler und internationaler Ebene aufgeboten, wozu oft grosse Anstrengungen nötig sind. Aus diesem Grund gibt es eine Datenbank mit Spendern sehr seltener Blutgruppen (Rare Donor File).

Wem hilft meine Blutgruppe?

Kommen bei einer Transfusion unverträgliche Antigene und Antikörper zusammen, wird der Empfänger geschädigt. Der Körper bekämpft Eindringlinge und Fremdkörper umgehend. Deshalb darf die Blutgruppe eines Spenders vom Körper des Patienten nicht als «fremd» wahrgenommen werden. Die Blutgruppe A verfügt beispielsweise über das Merkmal A, jedoch nicht über das Merkmal B. Das Merkmal B ist ihr also fremd, weshalb sie die Blutgruppen B und AB auch als andersartig erkennt und bekämpft. Der Patient mit Blutgruppe A kann deshalb nur Spenden der Blutgruppe A und der Blutgruppe 0 erhalten. Bei der Blutgruppe 0 sind keine Merkmale vorhanden und sie löst deshalb bei keiner der anderen Blutgruppen eine Abwehrreaktion aus. Ebenfalls entscheidend ist der Rhesusfaktor: Rhesus-negative Menschen vertragen kein Blut von Rhesus-positiven Menschen.

Bei der Bluttransfusion müssen also unbedingt die Blutgruppen, aber auch der Rhesusfaktor von Spender und Empfänger beachtet werden.

Blutversorgung – heute und morgen

Dank Tausenden von Spenderinnen und Spendern ist die Blutversorgung in der Schweiz normalerweise gewährleistet. Trotzdem kommt es manchmal zu Engpässen, so unter anderem während den Sommerferien. Viele Spender sind abwesend. Hinzu kommt, dass Blutpräparate ein Verfallsdatum haben.

Die Beschaffung dieses wertvollen Heilmittels muss darum sorgfältig geplant und auf den Bedarf abgestimmt werden. Das ist keine leichte Aufgabe: Nicht jede Blutgruppe wird zu jeder Zeit und in jeder Region gleich stark benötigt. Nicht überall sind gleich viele Blutspender vorhanden. Deshalb kann es vorkommen, dass Spenderinnen und Spender aufgrund ihrer Blutgruppe zu einer gewissen Zeit im Jahr besonders dringend oder weniger dringend benötigt werden.

Junge Blutspender sichern die Zukunft

In den letzten Jahren ging der Blutbedarf der Spitäler zurück, dies aufgrund des immer bewussteren und zurückhaltenderen Umganges mit dem wertvollen Fremdblut. Diese Entwicklung ist positiv zu werten. Gleichzeitig zeigen aber Studien, dass der Blutverbrauch schon in wenigen Jahren wieder zunehmen könnte. Dies liegt unter anderem daran, dass die Menschen in der Schweiz immer älter werden. Die demografische Alterung ist für die Versorgung mit Blutprodukten in doppelter Hinsicht bedeutsam: Ältere Menschen erhalten im Verhältnis deutlich mehr Bluttransfusionen. Gleichzeitig scheiden aufgrund der Altersbeschränkung immer mehr Blutspender aus.

Um einen bestehenden, treuen Blutspender zu ersetzen, benötigt es vier neue Spender. Umso wichtiger ist es, die Bevölkerung weiterhin über die Wichtigkeit der Blutspende zu informieren, und insbesondere auch die jungen Menschen zur Blutspende zu motivieren.

User

Madeleine Bello

  • Brand Communications Manager
Meine Inspiration und Energie finde ich in der Natur – sei es beim Wandern oder Skifahren in den Bergen oder beim Reisen in fremde Länder. Zu begeistern bin ich darüber hinaus für Fotografie, TV-Serien, DIY-Projekte, Kaffee und gutes Essen.

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